Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/a-2506-9511
Systematische Übersichtsarbeit über die individuellen biopsychosozialen Aspekte von Interventionen während einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden
Systematic review of individual biopsychosocial aspects of interventions during a physiological birth in primiparous womenAuthors
Zusammenfassung
Einleitung
Der Geburtsprozesses umfasst biopsychosoziale Aspekte, deren Identifizierung wenig beforscht ist. Diese systematische Übersichtsarbeit zielt darauf ab, biopsychosoziale Aspekte bei Interventionen während einer physiologischen Geburt von Erstgebärenden zu identifizieren und eine Effektivität dieser auf Geburtsergebnisse einzuschätzen.
Methodik
Eine systematische Leitlinienrecherche ergab die Definition einer physiologischen Geburt Erstgebärender mit einem Einling aus Schädellage in der 37+0 bis 42+0 Schwangerschaftswoche. Durch eine systematische Literaturrecherche wurden Interventionsstudien nach der GRADE-Methodik auf Evidenzqualität bewertet. Mittels strukturierter Inhaltsanalyse nach Mayring erfolgte die Identifizierung biopsychosozialer Aspekte.
Ergebnisse
Aus 20 Studien konnten 18 bio-organische, psychologische und soziologische Aspekte identifiziert werden. Die Evidenzqualität war meist niedrig bis sehr niedrig aufgrund mangelhafter Berichterstattung fetaler sowie maternaler Endpunkte und Merkmale. Moderates Vertrauen zeigte Hebammenbetreuung sowie Aromatherapie in die Steigerung der Spontangeburt, und Transkutane Elektrische Nervenstimulation in die Verbesserung der Zufriedenheit, subjektiver Schmerzwahrnehmung und den APGAR-Wert.
Schlussfolgerung
Identifizierte biopsychosoziale Aspekte ermöglichen eine multidimensionale Erfassung der physiologischen Geburt und könnten zu einem biopsychosozialen Betreuungsmodell führen. Unzureichende Evidenzqualität erlaubt keine Ableitung spezifischer Interventionen. Studien über Geburtshilfe sollten definierte Endpunkte und Merkmale zur Verbesserung der Evidenzqualität anwenden.
Abstract
Introduction
The birth process involves biopsychosocial aspects, the identification of which has been little researched. This systematic review aims to identify biopsychosocial aspects of interventions during physiological birth in first-time mothers and to assess the effectiveness of these interventions on birth outcomes.
Methods
A systematic guideline search resulted in the definition of a physiological birth of first-time mothers with a singleton from the cephalic position at 37+0 to 42+0 weeks' gestation. A systematic literature search assessed intervention studies for evidence quality using the GRADE methodology. Structured content analysis according to Mayring was used to identify biopsychosocial aspects.
Results
18 bio-organic, psychological and sociological aspects were identified from 20 studies. The quality of evidence was mostly low to very low due to inadequate reporting of fetal and maternal outcomes and characteristics. Moderate confidence was shown for midwifery care and aromatherapy in increasing spontaneous labor, and transcutaneous electrical nerve stimulation in improving satisfaction, subjective pain perception and APGAR score.
Conclusion
Identified biopsychosocial aspects enable a multidimensional assessment of physiological birth and could lead to a biopsychosocial care model. Insufficient quality of evidence does not allow the derivation of specific interventions. Studies in obstetrics should use defined endpoints and characteristics to improve the quality of evidence.
Schlüsselwörter
Hebammenbetreuung - Aromatherapie - Transkutane Elektrische Nervenstimulation - Schmerzwahrnehmung - APGAR-WertKeywords
Midwifery care - Transcutaneous electrical nerve stimulation - Aromatherapy - Pain perception - APGAR valueEinleitung
In Bezug auf die Geburt steht fest, dass neben körperlichen und psychischen Faktoren auch sozioökonomische und -kulturelle Aspekte das Wohlbefinden der Frau und des Kindes beeinflussen [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]. Das gegenwärtig geltende erweiterte biopsychosoziale Modell findet zur Identifizierung dieser Faktoren in verschiedenen Bereichen der Medizin und Psychologie Anwendung, so auch in der Geburtshilfe [8] [9] [10]. Es wird als eine Theorie der organischen Einheit (organic-unity-theory oder body-mind-unity-theory) und als eine „Körper-Seele-Einheit“ (body-mind-unity) verstanden [10] [11] [12] [13]. Der/Die PatientIn gilt dabei als ein Individuum in seiner Ganzheit unter Berücksichtigung organbiologischer Faktoren wie Genetik und physiologische Prozesse, psychischer Faktoren wie Emotionen, Denkmuster und Verhaltensweisen sowie öko-sozialer Faktoren wie soziale Unterstützung, kulturelle Einflüsse und Umweltfaktoren. Eine Interaktion zwischen diesen verschiedenen Ebenen bildet die Grundlage für eine multimodale biopsychosoziale Diagnose, Therapie und Prävention von Krankheiten und gesundheitlichen Störungen [12]. Eine Ausformulierung des Modells erfolgte durch George L. Engel im Jahr 1976. Inhaltlich basiert das biopsychosoziale Modell auf dem ganzheitlichen Verständnis von Krankheit und Gesundheit und beschreibt die Interaktion zwischen biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren bei der Entstehung und Behandlung von Krankheiten und psychischen Störungen [11] [14] [15].
Die Anwendung des biopsychosozialen Modells in der intrapartalen Versorgung zielt darauf ab, die klinischen Ergebnisse und die Erfahrung der Gebärenden zu optimieren [12]. In den aktuellen WHO-Empfehlungen zur intrapartalen Betreuung für eine positive Geburtserfahrung wird die Geburtshilfe durch einen ganzheitlichen, auf den Menschenrechten basierenden Ansatz beschrieben und bezieht biopsychosoziale Teilaspekte mit ein. Dazu zählen eine klinisch und psychologisch sichere Umgebung mit kontinuierlicher, praktischer und emotionaler Unterstützung, Entscheidungsfreiheit und Unterstützung durch freundliches, fachlich kompetentes Klinikpersonal. Positive Erfahrungen bei der Geburt beruhen dabei auf dem Verständnis, dass Frauen sich ein positives Geburtserlebnis, mit der Erfüllung ihrer persönlichen und soziokulturellen Vorstellungen und Erwartungen, wünschen [13].
Zu den biopsychosozialen Komponenten der intrapartalen Versorgung zählen eine Geborgenheit vermittelnde Umgebung, kontinuierliche Unterstützung bei der Geburt, kulturell sensible und personenzentrierte Betreuung, empathische und mitfühlende Fürsorge, Bereitstellung angemessener und maßgeschneiderte Informationen, Fortbildung, eine bewusste Einbeziehung der Frau bei der Entscheidungsfindung, ein ganzheitlicher Ansatz zur Schmerzlinderung, Engagement des Partners sowie ein optimales Management von dysfunktionalen Geburtsphasen [12].
In den 2020 entwickelten Standards für hebammengeleitete Abteilungen in Europa wurden biopsychosoziale Aspekte für die Betreuung im Krankenhaus und in der Primärversorgung präsentiert [8] [16] [17]. Dabei soll bei Frauen das Gefühl der Autonomie, die aktive Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden sowie der Schutz vor Schaden durch die Unterstützung der Hebamme gegeben werden. Folgende biopsychosoziale Aspekte werden dabei erwähnt: Erleichterung einer physiologischen Schwangerschaft, der Wehen, der Geburt und Pflege des Babys, Unterstützung der Fähigkeiten des Personals, die eine physiologische Schwangerschaft, Geburt, Bindung, Neugeborenenversorgung und den Übergang zur Elternschaft erleichtern. Interventionen sollen, unter Berücksichtigung einer individuellen und unterstützenden Betreuung, auf der Grundlage der besten klinischen Nachweise erwogen und gerechtfertigt werden und eine kulturelle Vielfalt einschließen [8] [16] [17].
Eine Objektivierbarkeit und Zuordnung perinataler bio-organischer, psychologischer und sozialer Faktoren werden vermehrt in der aktuellen Forschung thematisiert. Der perinatale Zeitraum umfasst dabei die Schwangerschaft bis zu einem Jahr nach der Geburt [8] [9] [18]. Das biopsychosoziale Modell wird für die Betreuung der Perinatalperiode vorgeschlagen, um eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu erreichen [8]. Die Arbeitsgruppe erhob anhand von Selbstauskünften in Fragebögen und Interviews detaillierte pränatale psychologische, soziale und soziodemografische Daten. Bivariate Analysen dieser Daten ergaben, dass soziodemografische (z. B. Ethnie) und psychologische Aspekte (z. B. Reaktion auf wahrgenommenen Rassismus, affektive Symptome oder Traumaerfahrungen) und auch der soziale und familiäre Kontext (z. B. soziale Unterstützung, Familiengröße) die Inanspruchnahme der prä- und postnatalen Betreuung signifikant beeinflussen. Um ein Vorhersagemodell über die Geburtsmethode zu entwickeln, wurden in einer Kohortenstudie von 2021 biopsychosoziale Faktoren untersucht, die mit der Entbindungsmethode in Verbindung stehen [18]. Zu den wichtigsten Faktoren, die die Geburtsmethode vorhersagten, zählten neben der vorangegangenen Geburtsmethode außerdem der mütterliche Body-Mass-Index, das mütterliche Alter und der Östrogenstatus. Blount et al. untersuchten biologische, psychologische und soziale Risikofaktoren, denen Frauen während der perinatalen Phase ausgesetzt sind [9]. Biologische Risikofaktoren beinhalteten die körperliche Veränderung inklusive des hormonellen Status, Unterernährung oder Mangelernährung, genetische Prädispositionen von Krankheit oder negative Traumata in der Kindheit. Zu den sozialen Risikofaktoren gehörten niedriges Einkommen, Diskriminierung und Rassismus und ein eingeschränkter Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung und Familienplanungsdiensten. Die psychischen Risikofaktoren bestanden aus Traumata durch vorangegangene Erfahrungen, Angst, Müdigkeit, Stress, postpartale Depression sowie fehlende Unterstützung.
Biopsychosoziale Aspekte, die sich ausschließlich auf eine physiologische Geburt einer Erstgebärenden beziehen, sind bisher weder objektiviert noch im Einzelnen definiert oder validiert worden.
Zur Erstellung eines Versorgungskonzepts zur Förderung der physiologischen Geburt wurden zur hebammengeleiteten Geburtshilfe in einer Analyse Aspekte herausgearbeitet, die eine positive Auswirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mutter und Kinder zeigen. Es stellte sich dabei eine stete Begleitung während der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbetts, eine individualisierte und frauenzentrierte Betreuung und die Reduzierung von medizinischen Interventionen als förderlich heraus [10]. Der „Qualitätsbericht Außerklinischer Geburtshilfe in Deutschland“ beschreibt die Differenzierung von Interventionen einer intrapartalen Betreuung. Zu den mäßigen Interventionen zählen hier Massagen, Naturheilkunde, Akupunktur und Akupressur. Als invasive Interventionen gelten zusätzlich zu den genannten auch Homöopathie, Analgesie, Spasmolytika, Wehenmittel, medikamentöse Tokolyse, Amniotomie und Episiotomie. Doch diese gelten als störende Maßnahmen des physiologischen Geburtsverlaufs [19].
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, bei nicht medikamentösen oder operativen Interventionen während einer physiologischen Geburt von Erstgebärenden biopsychosoziale Aspekte zu identifizieren und deren Effekte auf das Geburtsergebnis zu beurteilen. Für eine mögliche Beurteilung des Geburtsergebnisses präsentierte die Leitliniengruppe des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) maternale, fetale, neonatale Outcome-Parameter zur Qualitätssicherung vergleichender Interventionsstudien in der Geburtshilfe. In der Kurzfassung der Leitlinie zur natürlichen Geburt des IQWIG von 2019 wurden zur Beurteilung der Interventionseffektschätzung Endpunkte als „kritisch für die Entscheidung“ und als „klinisch wichtig, aber für die Empfehlung nicht entscheidend“ zugeordnet [20]. Diese Zuordnung geschah anlehnend an den GRADE-Ansatz (GRADE: Grading of Recommendations, Assessment, Development, and Evaluation) [21] [22]. Die kritischen Endpunkte werden in acht maternale Endpunkte eingeteilt, Mortalität, Geburtsmodus mit den drei Möglichkeiten Spontangeburt, vaginal-operative Geburt oder Kaiserschnitt, höhergradige Dammrisse (III°, IV°), hoher mütterlicher Blutverlust ≥ 1.000 mL, Aufnahme einer Stillbeziehung bei initialem Stillwunsch, teilweise oder vollständige Plazentaretention, Geburtserleben und subjektive Gesundheitseinschätzung. Den kritischen neonatalen Endpunkten werden fünf Endpunkte zugeordnet, Mortalität, APGAR-Wert nach 5 Minuten < 6, schwere metabolische Acidose (pH < 7,0), Basendefizit ≥ −16 mmol/L und Verlegung auf die Neugeborenen-Intensivstation. Den wichtigen maternalen Endpunkten werden die Episiotomie, Einsatz von Wehenmitteln, Amniotomie, Kristellerhilfe und Infektionen zugeteilt. Die leichte, mittelgradige oder fortgeschrittene Acidose, Ikterus und Anämie wurden als drei wichtige neonatale Endpunkte genannt [21]. Die Effektivitätsprüfung nicht operativer oder medikamentöser Interventionen unter einer physiologischen Geburt einer Erstgebärenden und die Zuordnung biopsychosozialer Aspekte soll als Ansatz für eine individuelle multidimensionale Betreuung einer Erstgebärenden unter einer physiologischen Geburt dienen.
Die Forschungsfragen lauteten: 1. Wie wird die physiologische Geburt bei Erstgebärenden auf nationaler und internationaler Ebene definiert? 2. Welche biopsychosozialen Aspekte einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden können identifiziert werden? 3. Welchen Effekt haben nicht-operative oder medikamentöse Interventionen, die biopsychosoziale Aspekte einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden beinhalten, auf das Geburtsergebnis?
Material und Methoden
Als Methodik wurde das Konzept der systemischen Übersichtsarbeit unter Berücksichtigung der Qualitätsbewertung nach GRADE und dem Verzerrungspotential der eingeschlossenen Studien verwendet. Als Ausarbeitungsempfehlung galt das von 2009 erarbeitete PRISMA (Preferred Reporting Items for Systematic reviews and Meta-Analyses) Statement mit einer Checkliste von 27 Punkten [23] [24]. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring fand die Identifikation biopsychosozialer Aspekte der eingeschlossenen Studien statt [25] [26]. Die Arbeitsschritte wurden wie im Workflow dargestellt durchgeführt ([Abb. 1]).


Um die Sensitivität und Sensibilität der Suche zu erhöhen, erfolgte die systematische Leitlinienrecherche und die systematische Literaturrecherche entsprechend der Empfehlung für Reviews mittels Suchstrings von Schlagwörtern [27] [28]. Für die Erstellung der Suchstrings dienten die Fragestellungen nach dem PICO-Schema ([Tab. 1]).
|
P (Population, Person, Problem, Zustand, Erkrankung) |
|
|
I (Intervention, Exposition, Diagnostik, Beobachtung) |
|
|
C (Comparison, Vergleich, Alternative Behandlung) |
|
|
O (Outcome, Funktion) |
|
Leitlinienrecherche und -beurteilung
Zur Definition der physiologischen Geburt einer Erstgebärenden auf nationaler und internationaler Ebene nach aktuellen Leinlinien und für eine Überprüfung der gewählten Population fand zwischen dem 15.10.2020 bis 18.10.2020 eine systematische Recherche nach methodisch hochwertigen, systematischen und evidenzbasierten Leitlinien statt. Das Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Datenbank des Guidelines International Network (G-I-N), verschiedene Seiten von (internationalen) Fachgesellschaften, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) wurden dafür herangezogen [29]. Nur Leitlinien aus dem Zeitraum 2015–2020, die eine physiologische Geburt Erstgebärender beinhalten und als Volltext verfügbar waren, wurden einbezogen. Folgende Suchbegriffe kamen zur Anwendung: birth, childbirth, labour, labor und Geburt.
Die Beurteilung der Leitlinien wurde mittels deutscher Version des als valide überprüften Appraisal-of-Guidelines-for-Research-&-Evaluation II (AGREE II) – Instruments von 2014 durchgeführt. Dieses dient der Qualitätsbeurteilung von Leitlinien durch die Verwendung von Fragen über Geltungsbereich und Zweck, Beteiligung von Interessengruppen, Genauigkeit der Leitlinienentwicklung, Klarheit der Gestaltung, Anwendbarkeit sowie redaktionelle Unabhängigkeit der Leitlinie. Zusätzlich wurden Begleitdokumente wie Leitlinienreports, Leitlinienmanuals oder Positionspapiere miteinbezogen, die öffentlich zugänglich waren oder über Internetseiten eingesehen werden konnten [30].
Literaturrecherche und -beurteilung
Im Zeitraum vom 22.10.2020 und 30.10.2020 fand eine systematische Literaturrecherche in den bibliografischen Datenbanken PubMed, Psychology & Behavioral Sciences Collection, EMBASE, CINAHL, Cochrane Library, Osteopathic research, Ostmed DR, MIDIRS – Midwifery Journals und in der International HTA Database statt. Weitere Literatur ließ sich nach dem Schneeballprinzip der eingeschlossenen Literatur evaluieren. Relevante Literatur aus Quellen wie Dissertationen, Masterarbeiten, Expertenbefragungen oder Handsuche fand Berücksichtigung und erhielt eine gesonderte Darstellung. Die Suche erfolgte anhand von, vorab nach dem PICO-Schema aus der Hauptfragestellung abgeleiteten, Suchbegriffen, einzeln oder zu Suchstrings zusammengesetzt [28]. Folgende deutsch- und englischsprachige Suchbegriffe, oder *Trunkierungen, wurden verwendet: Geburt, physiologisch*, normale, natürliche, Intervention*, biopsychosozial, psych*, sozial*, Erstgebärend*, childbirth, labour, labor, birth, physiological*, normal, natural, intervention*, tretament, biopsychosocial*, psych*, social*, primipar*, nullipar*. Folgende Ein- und Ausschlusskriterien wurden im Vorhinein festgelegt:
Einschlusskriterien
Es wurden ausschließlich randomisiert-kontrollierte Studien („randomized controlled trial“, RCT), nicht-randomisierte Studien („non-randomized controlled trial“, NRCT), quasi-randomisierte Studien, Reviews und randomisierte Guidelines berücksichtigt, die seit 2015 veröffentlicht wurden und Daten zu außerklinischen und klinischen Geburten von Erstgebärenden, eingestuft als Nullipara oder Primipara, mit physiologischen Spontangeburten eines Einlings aus Schädellage in der 37+0 bis 42+0 Schwangerschaftswoche (SSW) enthalten. Die Publikationen mussten in deutscher oder englischer Sprache und als Volltext zur Verfügung stehen und Interventionen untersuchen, die dem biopsychosozialen Modell zuzuordnen, aber nicht medikamentös oder operativ einzustufen sind.
Ausschlusskriterien
Ausgeschlossen wurden Fallberichte, Fallstudien, genetische, tierexperimentelle oder in vitro Studien sowie Publikationen, die lediglich als Zusammenfassung vorlagen, deren Volltext nicht zu erhalten war oder die nur in Form eines Abstracts oder Posters vorlagen.
Erstellung von Evidenzprofilen
Die Beurteilung der Evidenzlage der eingeschlossenen Studien erfolgte mit dem GRADE-System unter Anwendung der Software „GRADEpro Guideline Development Tool“ [31]. Bei einer hohen Evidenzqualität und damit einer hohen Vertrauenswürdigkeit wird von einem sicheren, nahe an einem wahren Interventionseffekt liegenden Ergebnis ausgegangen, wobei die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Effekt mit Verringerung der Qualität abnimmt [32] [33]. Die Qualität der Evidenz von RCTs wurde nach dem GRADE Auswertungsprozess zu Beginn als hoch und von NRCTs als niedrig eingestuft. Die Kategorisierung fand entsprechend des GRADE-Systems statt, Dazu zählten Risiko für Bias, Inkonsistenz, Indirektheit und fehlende Genauigkeit die Interventionsfragestellung zu beantworten. Abschließend wurde die Qualität der Evidenz als hoch, mäßig, niedrig oder sehr niedrig kategorisiert [34] [35]. Anlehnend an die GRADE-Leitlinien, dem GRADE-Handbuch und die Evidenzberichte des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) wurden in den Evidenzprofilen Endpunkte ausgewählt und in Bezug auf Interventionsfragestellungen der eingeschlossenen Studien beurteilt [21] [22] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50]. Die hier gewählten und beurteilten Endpunkte entsprachen den vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) als kritisch oder wichtig eingestufte geburtshilfliche maternale oder fetale Ergebnisse [21] [51]. Die Berechnung bei dichotomen Endpunkten erfolgte anhand des Relativen Risikos (RR) und des 95% Konfidenzintervalls (95% CI) unter Anwendung der webbasierten Version der Cochrane Review Manager Software zur Erstellung von Cochrane Reviews und Metaanalysen (RevMan) [52]. Das absolute Risiko pro 1.000 Fälle wurde durch eine automatische Berechnung im GRADEpro-Programm durchgeführt. Die Berechnung bei kontinuierlichen Endpunkten der Mittelwertdifferenz (MD) und des 95% Konfidenzintervalls fand, soweit dies möglich war, ebenfalls im RevMan statt.
Als ein Kriterium des GRADE-Systems wurde das Biasrisiko (Verzerrungspotential) jeder einbezogenen Studie hinzugezogen. Die Auswertung des Biasrisikos von RCTs erfolgte mit dem Cochrane risk-of-bias (RoB) 2-Tool [53]. Für NRCTs einschließlich Kohortenstudien und kontrollierten Vorher-Nachher Studien, wurde das ROBINS-I Tool (Risk Of Bias In Nonrandomized Studies of Interventions) zur Auswertung des Biasrisikos verwendet [54] [55] [56].
Zur Visualisierung der Risikobewertung des Biasrisikos wurde die von einer Arbeitsgruppe der Bristol University entwickelte und empfohlene Web App Risk-of-bias VISualization (robvis) (https://mcguinlu.shinyapps.io/robvis/) angewendet und mit einer empfohlenen deutschen Beschriftung angepasst [57] [58].
Inhaltsanalyse nach Mayring
Anhand einer strukturierten Inhaltsanalyse nach Mayring erfolgte die Identifizierung biopsychosozialer Aspekte der Interventionen bei einer physiologischen Geburt von Erstgebärenden eines Einlings in Schädellage aus den methodischen Textabschnitten der eingeschlossenen Studien. In diesen Textabschnitten wurde von Primärzitaten ausgegangen. Dieses Verfahren gilt als theorie- und hypothesengeleitet [25]. Basierend auf dem biopsychosozialen Modell wurden deduktiv drei Hauptkategorien gewählt und in Anlehnung an die biopsychosozialen Komponenten intrapartaler Betreuung von Edozien und O´Brien aus den Textpassagen der eingeschlossenen Studien induktiv Unterkategorien ausgearbeitet und zugeordnet [12]. Die Kategorienentwicklung orientierte sich an einem systematischen Reduktionsprozess [26]. Die eingeschlossenen Studien wurden dabei mehrfach auf Schlagwörter der biopsychosozialen Dimensionen untersucht und kategorisiert.
Ergebnisse
Definition relevanter Leitlinien
Die Leitlinienrecherche identifizierte insgesamt 77 Leitlinien, davon 76 aus der Datenbanksuche. Von den gefundenen 77 Leitlinien wurden 17 Duplikate aussortiert. Das Screening der Titel ergab einen weiteren Ausschluss von 43 Leitlinien. Nach Prüfung der 17 Leitlinien auf Erfüllung der vordefinierten Ein- und Ausschlusskriterien, mussten weitere 13 Leitlinien ausgeschlossen werden. Drei wurden vor 2015 publiziert, neun Leitlinien beinhalteten keine physiologische Geburt eines Einlings bei Erstgebärenden und eine konnte nicht als Volltext aufgefunden werden. so dass vier relevante Leitlinien in die Studie eingeschlossen wurden (Details siehe Anhang Dokument 1).
Charakteristika der eingeschlossenen Leitlinien
Folgende Leitlinien wurden in die Studie eingeschlossen: I: SOGC CLINICAL PRACTICE GUIDELINE von 2016 der Society of Obstetricians and Gynaecologists of Canada [59]; II: NICE Intrapartum care for healthy women and babies von 2017 des National Institutes for Health and Care Excellence [60]; III: WHO recommendations: intrapartum care for a positive childbirth experience von 2018 der World Health Organization [13] und IV: Guideline: Normal birth von 2018 der Queensland Clinical Guidelines [61]. Eine Bewertung der Leitlinien nach dem AGREE II Schema ergab eine niedrige Qualität der Stufe 3 für die SOGC-Leitlinie [59], eine mittlere Qualität der Stufe 5 für die Queensland Leitlinie [61] und in allen Domänen eine hohe Qualität der Stufe 7 für die NICE Leitlinie und der Leitlinie der WHO [13] [60].
Definition einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden
Basierend auf den vier eingeschlossenen Leitlinien wurden folgende Synonyme für eine physiologische Geburt verwendet: low-risk, normal, physiological und natural. Die Definition einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden anhand der eingeschlossenen Leitlinien beinhaltete die folgenden Merkmale. Zeitpunkt: Spontaner Beginn, SSW 37+0 bis 42+0, Geburt am Termin; maternale Merkmale: Gesunde Frau, risikoarme Schwangerschaft; fetale Merkmale: Einling, Schädellage, Occiput-anteriore Position; Geburtsergebnis: Vaginale Geburt, APGAR ≥ 7 nach 5 Minuten, gesunde Vitalzeichen von Mutter und Kind. Nur Studien, die dieser Definition einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden entsprachen, wurden in diese Übersichtsarbeit eingeschlossen.
Definition relevanter Literatur
Die Literaturrecherche identifizierte insgesamt 7.936 Publikationen, davon 7.934 aus der Datenbanksuche. Von den gefundenen 7.936 Publikationen wurden 2.318 Duplikate aussortiert. Das Screening der Titel ergab einen weiteren Ausschluss von 5.501 Publikationen. Nach Prüfung der 117 Publikationen auf Erfüllung der vordefinierten Ein- und Ausschlusskriterien, mussten 98 Publikationen ausgeschlossen werden, so dass 20 relevante Publikationen in die Studie eingeschlossen wurden ([Abb. 2]).


Charakteristika der eingeschlossenen Publikationen
Von den 20 eingeschlossenen Publikationen handelte es sich bei drei Publikationen um NRCTs [62] [63] [64] und bei 17 Publikationen um RCTs [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81]. Die Studien wurden zwischen 2005 und 2019 im Iran (13 Studien), Brasilien (2 Studien), sowie Taiwan, Türkei, Italien, Thailand und USA (je 1 Studie) durchgeführt.
Einschätzung des Biasrisikos der eingeschlossenen Studien
Die Analyse der NRCTs auf ihr Biasrisiko nach ROBINS-I zeigte in der Gesamtbeurteilung ein mäßiges sowie kritisches bzw. schwerwiegendes Biasrisiko ([Abb. 3a]). Die Analyse der RCTs nach RoB 2 zeigte für drei Studien insgesamt ein mittleres Biasrisiko, während das Biasrisiko der restlichen Studien als hoch eingestuft wurde ([Abb. 3b]). Details zu den verschiedenen analysierten Domänen des Biasrisikos sind in [Abb. 3a] und 3b dargestellt. Am häufigsten wurde bei den RCTs die Domäne 5 mit hohem Bedenken und bei den NRCTs die Domäne 7 mit schwerwiegendem und kritischem Biasrisiko eingestuft, da es den Anschein hatte, dass eine Selektion der berichteten Ergebnisse bestand. So wurden beispielsweise Endpunkte nicht genannt, die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) als kritische oder wichtige geburtshilfliche maternale oder neonatale Ergebnisse eingestuft werden [21] [51].


Evidenzprofile für Interventionen während des Geburtsprozesses einer physiologischen Geburt
Basierend auf den eingeschlossenen Studien wurden 15 Interventionen bei einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden eines Einlings in Schädellage ermittelt. Der Zeitpunkt der Anwendung wurde in den eingeschlossenen Studien unterschiedlicher Geburtsphasen zugewiesen ([Tab. 2]).
|
Interventionen |
Phase der Geburt |
|---|---|
|
Erste und zweite Phase |
|
|
Aktive erste Phase |
|
|
Erste Phase |
|
|
Aktive erste Phase und Übergangsphase |
|
|
Zweite Phase bis Krönung |
|
|
Aktive zweite Phase |
Mittels Evidenzprofilen nach GRADE erfolgte eine Analyse der eingeschlossenen nicht medikamentösen oder operativen Interventionen auf ihre Effektivität und Vertrauenswürdigkeit in Bezug zu ausgewählten maternalen und fetalen Endpunkten. Die gesamten Evidenzprofile können im Dokument 2 des Anhangs eingesehen werden. Überwiegend zeigten die eingeschlossenen Studien eine niedrige bis sehr niedrige Evidenzqualität, einzig Studien zur Hebammenpflege sowie Aromatherapie wiesen ein moderates Vertrauen bezüglich Steigerung der Spontangeburt auf und die Transkutane Elektrische Nervenstimulation bezüglich Verbesserung der Zufriedenheit, der subjektiven Schmerzwahrnehmung sowie dem APGAR-Wert > 7 nach 5 Minuten ([Abb. 4]).


Zusammenfassend konnten als maternale Endpunkte am häufigsten Spontangeburt, Kaiserschnitt, vaginal-operative Geburt, Dammriss, Geburtserleben durch Zufriedenheit und die subjektive Gesundheitseinschätzung mittels Wahrnehmung des Schmerzes, Angst oder Müdigkeit und als fetaler Endpunkt der APGAR-Wert ausgewertet werden. Eine Zusammenfassung der vorkommenden kritischen und wichtigen Endpunkte ist in Anhang Dokument 3 dargestellt.
In allen Studien kam es zur Beurteilung der Anzahl an Spontangeburten. In sechs Studien wurde der Endpunkt „vaginal-operative Geburt“, in 12 Studien der Endpunkt „Kaiserschnitt“, in zwei Studien der Endpunkt „hoher mütterlicher Blutverlust“, in drei Studien der Endpunkt „höhergradiger Dammriss (III°, IV°)“ und in fünf Studien als maternaler Endpunkt die „Episiotomie“ ausgewertet. Keine direkte Erfassung war bei den Endpunkten „Geburtserleben“ und „subjektive Gesundheitseinschätzung“ möglich. Als indirekte Erhebungen wurden die Messdaten zu der Geburtserfahrung, der Erfahrung in der Pressphase, der Zufriedenheit mit dem Geburtsprozess oder der Schmerzen hinzugezogen und ausgewertet. Eine Beurteilung im Zusammenhang mit dem Endpunkt „subjektive Gesundheitseinschätzung“ erfolgte anhand der subjektiven Wahrnehmung von Schmerz, Angst in Form von „anxiety“ oder „fear“ und Müdigkeit entsprechend der Short Form 36 Health Survey Questionnaire (SF-36 Fragebogen) [82].
Die Angabe des APGAR-Wertes nach fünf Minuten mit ≥ 6 kam in keiner Studie vor. Er wurde als kontinuierlicher Endpunkt präsentiert oder mit einem APGAR-Wert nach 1 und 5 Minuten mit < 7 in Form eines dichotomen Endpunktes. In diesem Zusammenhang wurde die Leitlinie der WHO hinzugezogen [13], in der ein APGAR-Wert von ≥ 7 nach 5 Minuten als ein positives Geburtsergebnis definiert wird. Wenn möglich wurde der APGAR-Wert nach 5 Minuten mit < 7 oder ≥ 7 im Evidenzprofil, wie in den GRADE-Leitlinien empfohlen, als ein dichotomer Endpunkt beurteilt [37]. Wenn dies nicht möglich war, wurden die Ergebnisse narrativ präsentiert.
Die „Anwendung von Oxytocin“ wurde in vier Studien und eine „leichte bis mittelschwere Azidose“ in zwei Studien dokumentiert. Ebenfalls in zwei Studien wurde berichtet, dass es zu keiner neonatalen Mortalität und keiner Verlegung auf die Neugeborenen-Intensivstation gekommen ist. Zu den kritischen Endpunkten „Aufnahme der Stillbeziehung bei initialem Stillwunsch“, „teilweise/vollständige Plazentaretention“, „Amniotomie“, „Kristellergriff“, „Infektionen“ und ebenso zu den fetalen Endpunkten „Ikterus“ oder „Anämie“ wurden keine Daten in den eingeschlossenen Studien aufgefunden.
Der Grund für diese mangelhafte Beurteilung der Evidenzqualität basierte einerseits auf einer mangelhaften Berichterstattung fetaler sowie maternaler Endpunkte und andererseits auf keiner oder einer nicht einheitlichen Präsentation fetaler, maternaler und soziodemografischer Merkmale (siehe Anhang, Dokument 4). Beispielsweise wurde in allen Studien außer der Angabe des Alters der Frau kein weiteres Merkmal bekannt gegeben. In 14 Studien wurde der Ausbildungsstatus, in 12 Studien das Gestationsalter und in acht Studien der BMI erwähnt. Merkmale wie Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses oder Begleitung während der Geburt wurden in jeweils fünf bzw. vier Studien präsentiert. Bezüglich fetaler Merkmale wurde in sechs Studien das fetale Gewicht angegeben; Körperlänge, Kopfumfang, Brustumfang und Geschlecht wurden vereinzelt erwähnt. Bezüglich der erhobenen soziodemografischen Merkmale zeigte sich innerhalb jeder einzelnen Studie eine Homogenität der Studiengruppen. Wenn fetale Merkmale erhoben wurden, bestand auch hier eine fetale Homogenität bezüglich Interventions- und Kontrollgruppe.
Zusätzlich wiesen die Ergebnisse des absoluten Risikos häufig ein breites Konfidenzintervall auf, das keine Ablehnung oder Befürwortung der beurteilten Interventionen zuließ. Zum Beispiel zeigten die Ergebnisse der Anwendung des Geburtsball im Vergleich zur Routinepflege bezüglich der Spontangeburt ein breites 95% Konfidenzintervall mit einem RR von 1,00 (95% CI 0,94; 1,13), des Kaiserschnitts mit RR von 0,33 (95% CI 0,01; 7,87) und der mittleren Schmerzintensität nach 30 Minuten Intervention mit MD 1,57 (95% CI 2,44; 0,7) [69]. Dies lässt keine eindeutige Aussage über die Wirkung der Intervention zu. Der Endpunkt Spontangeburt wurde folglich mittels GRADE in der Gesamtevidenzqualität mit sehr niedrig und die Endpunkte Kaiserschnitt und subjektive Wahrnehmung der Schmerzintensität 30 Minuten nach der Intervention mit der VAS-Skala (0–10) mit niedrig beurteilt.
Ebenfalls kam es auf Grund niedriger Fallzahlen von < 200 pro Gruppe in den Studien gehäuft zu einer fehlenden Einhaltung der Optimalen Informationsgröße (OIS) und zu einer Abwertung der Evidenzqualität entsprechend des Auswertungsprinzips nach GRADE. Eine fehlende Verblindung führte ebenfalls zur Abwertung.
Biopsychosoziale Aspekte einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden
Die Unterteilung der extrahierten Textabschnitte mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring erfolgte in drei Hauptkategorien, der bio-organischen, psychologischen und sozialen Dimension. Detaillierte Ergebnisse der Inhaltsanalyse zu den biopsychosozialen Aspekten können im Anhang, Dokument 5 eingesehen werden. Folgende Aspekte einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden konnten entsprechend den drei Dimensionen identifiziert werden ([Tab. 3]).
|
Dimension |
Aspekt |
|---|---|
|
Organ-biologische Dimension |
|
|
Psychologische Dimension |
|
|
Soziologische Dimension |
Bio-organische Dimension
Schmerzlinderung während der Geburt [65] [71] [77] [79], Überprüfung des Geburtsfortschrittes [66] [69] [71] [75] [76] [78] [80] [81], Atemtechniken während der Geburt [70] [72] [73], Nahrungsaufnahme und die Flüssigkeitsaufnahme während der Geburt [65] [71] [77].
Psychologische Dimension
Schmerzwahrnehmung der Erstgebärenden unter der Geburt [63] [64] [65] [66] [68] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [79] [80] [81], Angstwahrnehmung der Erstgebärenden unter der Geburt [75] [76] [81], Emotionale Zuwendung während der Geburt [64] [69] [75], Aufklärung und Einverständnis der Erstgebärenden [63] [66] [67] [69] [72] [73] [75] [76] [78] [79] [81], Verständnis von Sprache und Schrift der Erstgebärenden [64] [65] [74] [81], Gemeinsame Aufklärung von Erstgebärenden und Partner [74], Zufriedenheit der Erstgebärenden mit der Geburtserwartung [65] [74] [77] [78], Entscheidungsfreiheit der Erstgebärenden während der Geburt [65] [66] [67] [69] [71] [74] [75] [76] [77] [79] [81], Geburtserfahrung der Erstgebärenden [65] [69] [74], Wahrnehmung von Müdigkeit der Erstgebärenden während der Geburt [70].
Soziologische Dimension
Training und Erfahrungen der fachlichen Geburtsbegleitung [62] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [72] [74] [75] [80], Training der Erstgebärenden [71] [74], Rahmenbedingungen [65] [67] [69] [71] [72] [73] [74] [76] [77], Begleitpersonen unter der Geburt [65] [71] [75] [77].
Diskussion
Diese systematische Übersichtsarbeit hatte das Ziel, durch Identifizierung individueller biopsychosozialer Aspekte der Interventionen einer physiologischen Geburt bei Erstgebärenden und einer Effektivitätsprüfung der geburtshilflichen Interventionen bezüglich des Geburtsergebnisses, einen Ansatz für eine individuelle multidimensionale Betreuung der physiologischen Geburt einer Erstgebärenden abzuleiten.
Systematische Leitlinienrecherche und die Definition der physiologischen Geburt einer Erstgebärenden
Zu Beginn wurde eine Definition der physiologischen Geburt einer Erstgebärenden aus Leitlinien des Zeitraumes zwischen 2016 bis Oktober 2020 herausgearbeitet. Zu bedenken ist dabei, dass die als jüngste einzustufende Leitlinie 2016 veröffentlicht wurde und keine Leitlinie aus dem Jahr 2019 oder 2020 stammte. Es ist davon auszugehen, dass Leitlinien überarbeitet und aktualisiert werden und neue Gesichtspunkte der physiologischen Geburt präsentiert werden könnten. Dies ist in zukünftigen Arbeiten zu beachten.
Evidenzqualität und Effektivität der Interventionen
Die Beurteilung der Evidenzqualität der eingeschlossenen Studien ergab, dass einzig Studien zur Hebammenbetreuung sowie Aromatherapie mit einem moderaten Vertrauen bezüglich Steigerung der Spontangeburt und die TENS bezüglich Verbesserung der Zufriedenheit, der subjektiven Schmerzwahrnehmung und dem APGAR-Wert > 7 nach 5 Minuten bewertet wurden. Eine Ablehnung oder eine eindeutige Befürwortung der ausgewerteten Interventionen zur individuellen Betreuung von Erstgebärenden während einer physiologischen Geburt konnte durch die vorliegende Evidenzprofilanalyse daher nicht abgeleitet werden. Eine Beurteilung der Effektivität der hier eingeschlossenen Interventionen basiert auf dem Verständnis, dass eine physiologische Geburt als eine Geburt beschrieben wird, bei der keine oder möglichst wenige, gut begründete Interventionen durchgeführt werden [83]. In diesem Zusammenhang werden zur Evaluierung der Verbesserung des Geburtsergebnissen ausgewählte medikamentöse oder operative Maßnahmen in der Geburtshilfe als Endpunkte präsentiert [20] [21].
Hervorzuheben ist, dass die „Aufnahme der Stillbeziehung bei initialem Stillwunsch“ als Ergebnisparameter in keiner der Studien erhoben wurde. Doch nach Untersuchungen von Smith et al. ist das initiale Stillen, neben der Fürsorge und Erfahrung während der Geburt, am häufigsten mit der Mütterzufriedenheit verbunden [2]. Ebenfalls wird in allen der hier eingeschlossenen Leitlinien bei gutem Gesundheitszustand von Mutter und Kind der Hautkontakt (skin-to-skin) und das Stillen in der ersten Stunde nach der Geburt empfohlen und dem Prozess einer physiologischen Geburt hinzugerechnet [13] [59] [60] [61].
Um eine konsistente Synthese von Erkenntnissen in der klinischen Forschung zu ermöglichen, ist es entscheidend, ein standardisiertes Sammlungssystem für Ergebnisse, bekannt als „Core Outcomes Set“, zu etablieren. Dies ist besonders im Bereich der geburtshilflichen Betreuung von Bedeutung. Die CoRe Outcomes in WomeN's health (CROWN) Initiative, der 86 Fachzeitschriften angehören, fördert diese Standardisierung. Studien, die in CROWN-gelisteten Zeitschriften erscheinen, nutzen festgelegte Ergebnis-Parameter, um die Evidenzqualität durch bessere Vergleichbarkeit und Kombinierbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen. Eine Verwendung dieser Parameter wird dabei nicht als präskriptiv oder restriktiv verstanden. Zusätzliche Analysen werden erforderlich sein, um den unterschiedlichen Studieninhalten und Fragestellungen gerecht zu werden [84] [85] [86]. Von denen in dieser Arbeit eingeschlossenen Studien sind vier in Zeitschriften publiziert, die der CROWN angehören [62] [75] [76] [79], die Studie mit Hebammenbegleitung [62] und eine Studie aus der Aromatherapie [79]. Dieser Faktor kann ursächlich für die insgesamt niedrige Evidenzqualität sein. Denn es steht fest, dass durch die Anwendung festgelegter und standardisierter Ergebnisparameter mit guten Messeigenschaften Ergebnisse von Studien leichter verglichen, gegenübergestellt und kombiniert werden können und zur Verbesserung der evidenzbasierten Praxis führen [85] [86].
In einer elektronischen Delphi-Studie aus dem Jahr 2007 ermittelte ein Gremium aus Fachpersonen aus dem Bereich der Entbindungspflege einen Mindestdatensatz an maternalen und fetalen Endpunkten, der 48 Ergebnisse in der mütterlichen Pflege umfasst. Dazu zählen neonataler Tod, Art des Wehenbeginns, Einweisung des Neugeborenen in eine Spezial- und/oder Intensivstation, Geburtsverletzung des Säuglings, Gebärmutterriss, Nachgeburtsblutung, Mutter muss auf die Intensivstation, Art der Ernährung des Säuglings, Gestationsalter bei der Geburt, postnatale Depression, Geburtsort, Wiederbelebung des Neugeborenen erforderlich, normale Geburt im Sinne einer physiologischen Geburt ohne Intervention, wie vaginale Geburt ohne Einleitung, Dammschnitt oder PDA, Oxytocin-Augmentation, Schädigung des Analsphinkters, hypoxisch-ischämische Enzephalopathie, APGAR-Wert nach 5 Minuten, Geburtsgewicht des Säuglings, Neugeborenenanpassung, Säugling, der intubiert werden musste, Verwendung von pharmakologischer Analgesie/Anästhesie (z. B. Entonox, Epiduralanästhesie, Pethidin), Zufriedenheit der Mutter (vorgeburtlich und intrapartal), Perzentile für Gestationsalter und Geschlecht, Mekoniumaspiration, intrapartale Blutung, Infektion des Neugeborenen, Schulterdystokin und Stillen bei Entlassung. Die Verwendung des ausgearbeiteten Datensatzes soll nationalen und internationalen Vergleichen von Modellen der Mutterschaftsbetreuung und eine Bewertung der Versorgung von Frauen und ihren Babys während der Schwangerschaft und Geburt dienen [84]. Auch in der Arbeit von Nijagal et al. (2018) wurden ähnliche Ergebnisse der Geburtshilfe in einem Konsensverfahren eruiert, wie Morbidität von Müttern und Neugeborenen, Geburtsverletzungen und von Patientinnen berichtete Ergebnismessungen, gesundheitsbezogene Lebensqualität, psychische Gesundheit, Bindung zwischen Mutter und Kind, Vertrauen und den Erfolg beim Stillen, Inkontinenz und Zufriedenheit mit der Betreuung und der Geburtserfahrung [87]. Diese Ergebnisparameter entsprechen weitgehend der hier angewendeten kritischen und wichtigen Endpunkte des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) [21] [51]. Zur Verbesserung der Evidenz zukünftiger Forschung hinsichtlich geburtshilflicher Maßnahmen ist angelehnt an die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit eine Dokumentation und Darstellung maternaler Endpunkte neben Geburtsmodus, Grad des Dammrisses, hoher mütterlicher Blutverlust und vollständige Plazentaretention vor allem die Erhebung der Mortalität, des Geburtserlebens, der subjektiven Gesundheitseinschätzung und der Aufnahme der Stillbeziehung bei initialem Stillwunsch zu erwähnen. Als fetale Endpunkte sind, neben des in jeder Studie erfassten APGAR-Werts, die Mortalität, die Azidose, das Basendefizit und die Verlegung auf die Neugeborenen Intensivstation zu erfassen.
Eine Auswertung sozialdemografischer, soziokultureller sowie fetaler Merkmale entspricht den wissenschaftlichen Ansätzen der Anwendung des biopsychosozialen Modells, wie Ethnie, soziale Unterstützung, der mütterliche Body-Mass-Index, das mütterliche Alter, niedriges Einkommen sowie psychische Belastungen wie Angst und Depression [8] [9] [18].
Jedoch zeigten die untersuchten Studien zusätzlich zur mangelhaften Berichterstattung fetaler sowie maternaler Endpunkte eine nicht einheitliche Präsentation fetaler, maternaler und soziodemografischer Merkmale. Diese Ergebnisse zeigen, dass weitere Forschung notwendig ist, um komplexe Zusammenhänge zwischen psychosozialen Faktoren, biologischen Mechanismen und Geburtsergebnissen besser zu verstehen und Interventionen mittels hochwertiger Evidenzqualität zu beschreiben. In den meisten eingeschlossenen Studien wurde beispielsweise das kindliche Geburtsgewicht von 2.500 g bis unter 4.500 g festgelegt. Basierend auf derzeitigen Forschungsergebnissen sind pränatale psychosoziale Faktoren, sozioökonomische Merkmale und persönliche Ressourcen entscheidende Prädiktoren für das Geburtsgewicht, die Schwangerschaftsdauer und das Geburtserlebnis. Demnach ist besonders für das Verständnis von Einflussfaktoren auf das Geburtsgewicht die Erhebung von soziodemografischen Merkmalen in geburtshilflichen Studien von großer Bedeutung. Als Hauptrisikofaktoren eines niedrigen Geburtsgewichts zählen Schwangerschaftsangst, chronischer Stress, Depressionen sowie pränatale psychosoziale Prädiktoren, wie Selbstwertgefühl, Optimismus, vorgeburtlicher Stress in Form von Zustands- und Schwangerschaftsangst und soziokulturelle Faktoren, wie Einkommen, Bildung und ethnische Zugehörigkeit [1]. So zeigten die Untersuchungen von Rini et al. (1999) [5], dass Frauen mit stärkeren Ressourcen wie höherem Einkommen, Bildung, verheiratet zu sein und positiven psychologischen Eigenschaften (z. B. Selbstwertgefühl, Optimismus) ein höheres Gestationsalter und Babys mit höherem Geburtsgewicht hatten als Frauen mit mehr Stress oder psychosozialen Belastungen (z. B. Angst oder Depressionen). Stress und Schwangerschaftsangst gelten als Hauptrisikofaktoren für niedriges Geburtsgewicht und Frühgeburten. Nach Feldman et al. (2000) ist soziale Unterstützung ein signifikanter Prädiktor für das Geburtsgewicht, während Familienstand und Bildung indirekt das fetale Wachstum beeinflussen [88].
Alle eingeschlossenen Studien beinhalteten eine Aufklärung und eine Einverständniserklärung der Gebärenden. Santana et al. (2016) betonten ebenfalls die freiwillige Teilnahme nach Aufklärung über das Studienziel und die Methodik [77]. Dieser Aspekt, auch als informierte Entscheidung bezeichnet, fördert das Gefühl der Selbstbestimmung sowie der Verantwortung der Gebärenden und kann die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. [19] [89] [90]. Gesundheitsgespräche und Erfahrung mit der Gesundheitsversorgung gelten als Prädiktoren für Schwangerschaftsangst [1], weshalb Geburtsbegleitung und eine kulturell angepasste Kommunikation empfohlen werden [91] [92].
Außerdem ist die Einbeziehung der Prävalenz von maternalem Übergewicht und/oder Untergewicht durch die Dokumentation des BMIs oder des Gewichts und der Körpergröße der Mutter relevant. Dies wurde jedoch nicht in jeder Studie umgesetzt. Diesbezüglich bleibt offen, ob es bei einem höheren BMI der Mutter oder einem höheren fetalen Gewicht zu einer Steigerung der Geburtskomplikationen kommen kann [93] [94] [95]. Untersuchungen zeigen, dass je höher der BMI der Mutter ist, desto länger ist die Geburtsdauer. Die längste Geburtsdauer hatten Frauen mit einem BMI > 40,0 kg/m² [93]. Vergleichende Daten des Euro-Peristat Projects (2018) zeigen, dass es bei einem höherem BMI zu einer vermehrten maternalen Mortalität, Schwangerschaftskomplikationen und kindlichen Anomalien kommt [96]. Auch bezüglich einer interindividuellen Variabilität der Vagina wird der BMI, die Körpergröße und das mütterliche Gewicht neben dem Alter als ein Einflussfaktor gesehen [97]. In der Studie von Carlson et al. (2018) und Santana et al. (2016) sowie in den Studien von Shahoei et al. (2017), Lin et al. (2018) und Heidari-fard et al. (2018) wiesen die eingeschlossenen Frauen teils einen BMI unter 25 kg/m² auf, der als Untergewicht zu interpretieren ist [62] [74] [77] [78]. Bei dieser Gruppe kann möglicherweise von einer kürzeren Geburtsdauer ausgegangen werden [93].
In den meisten eingeschlossenen Studien wurde das Alter der Erstgebärenden zwischen 18 bis 35 als Einschlusskriterium festgelegt. Zwei Studien schlossen Gebärende unter 18 Jahre ein. Die Studie von Shahoei et al. (2017) schloss Gebärende ab einem Alter von 15 Jahren und die Studie von Santana et al. (2016) Gebärende ab einem Alter von 16 Jahren ein [67] [77]. In Bezug auf das Geburtserleben wird das Alter der Gebärenden als beeinflussender Faktor beschrieben. Aasheim et al. (2013) kamen zu dem Ergebnis, dass ältere Frauen ab einem Alter von 32 Jahren bei einer Spontangeburt besorgter sind, während sie einen Kaiserschnitt häufiger als „besser als erwartet“ bewerteten. Auch aufgrund von Zusammenhängen zwischen BMI, mütterlichem Alter und einer möglichen bestehenden individuellen Variabilität von Vagina und Becken ist eine nahezu einheitliche und standardisierte Datenerhebung notwendig, um Subgruppenanalysen in der Geburtshilfe zu ermöglichen [97] [98] [99].
In den ausgewerteten Studien galten Vergleichsinterventionen als Einschlusskriterium, die als nicht medikamentös oder operativ einzustufen waren. Zur Evaluierung der Verbesserung des Geburtsergebnissen wurden jedoch ausgewählte medikamentöse oder operative Maßnahmen als Endpunkte beurteilt, wie vaginal-operative Geburt, Episiotomie oder Oytocingabe [20] [21].
Dieser Ansatz in der Bewertung des Effektes von Interventionen auf das Geburtsergebnis entspricht dem Ziel bei einer physiologischen Geburt, dass keine oder nur mäßige Interventionen angewendet werden sollen, wie Massagen, Naturheilkunde, Akupunktur und Akupressur [13] [19] [60].
Für die in dieser Arbeit definierten Population und einer physiologischen Geburt konnte kein Review oder Metaanalyse gefunden werden. Denn keine Publikation definierte die Position oder Lage des Säuglings als Einschlusskriterium, somit konnten die Studien Schädellage oder Beckenendlage als Kindslage beinhalten. Vergleichbare Übersichtsarbeiten zur Geburt zwischen der 37+0 und 42+0 Schwangerschaftswoche kamen über die ausgewerteten Endpunkte zu ähnlichen Ergebnissen und stellten ebenfalls eine überwiegend niedrige bis sehr niedrige Qualität der Evidenz fest. So zeigte der Evidenzbericht des IQWiGs von 2018 im Zusammenhang mit einer Eins-zu-eins-Betreuung durch eine Hebamme unter der Geburt eine sehr niedrige Evidenzqualität der ausgewerteten Endpunkte [21]. Außer den ungenügenden Angaben zur Randomisierung entsprachen die Gründe für die Abstufung den hier vorgelegten Gründen, wie die fehlende Genauigkeit der Effektschätzungen sowie Studienlimitation durch eine nicht verblindete Endpunkterhebung. Im Evidenzbericht des IQWiGs von 2018 zur modifizierten Umgebungsgestaltung unter der Geburt bei Gebärenden am Termin ab der aktiven Eröffnungsperiode über verschiedene maternale und neonatale Endpunkte wurde wiederum aufgrund fehlender Angaben zur Randomisierung, selektiver Berichterstattung, Verwendung unvalidierter Fragebögen zum Geburtserleben sowie einer fehlenden Genauigkeit von Effektschätzungen die Effektivität mit einer sehr niedrigen Qualität der Evidenz beurteilt [22].
In einem Cochrane Review zeigte die Anwendung einer aufrechten Geburtsposition im Vergleich zur Rückenlage bei der isolierten Betrachtung von Primipara einen niedrigen Interventionseffekt auf die Verkürzung der zweiten Phase der Geburt. Der Endpunkt wurde wie in der hier vorliegenden Arbeit nach der GRADE-Methode ausgewertet. Die Durchführung und Analyse der untersuchten Studien waren uneinheitlich und die Evidenzqualität wurde folglich als sehr niedrig eingestuft. Die Hauptgründe dafür waren vergleichbar mit den hier vorliegenden Ergebnissen, denn mehrere Studien wiesen neben Designbeschränkungen auch eine unzureichende Randomisierung, Verbergung der Zuordnung mit hoher Heterogenität und breite Konfidenzintervalle auf [100].
Auch in der Übersichtsarbeit von Bastos et al. (2015) über psychische Traumata einer Geburt wurden die eingeschlossenen Studien mit einem hohen Biasrisiko von niedrig oder sehr niedrig eingestuft [101]. Es bestand hier eine Leistungsverzerrung, Generierung zufälliger Sequenzen, Verschleierung von Zuordnungen und unvollständige Ergebnisdaten. Ebenfalls wurde eine erhebliche Heterogenität zwischen den eingeschlossenen Studien festgestellt.
Nur in dem systematischen Cochrane Review zu Untersuchungen von hebammengeführten Kontinuitätsmodellen von Sandall et al. (2016) wurden alle primären Endpunkte als qualitativ hochwertig eingestuft [102]. In der Beurteilung sind auch Studien als hochwertig eingestuft, die Domänen mit einem hohen Risiko aufwiesen. Dies ist jedoch nach den vorgegebenen Algorithmen nicht zulässig und sollte daher als niedrig oder sehr niedrig beurteilt werden [53] [58]. Somit sind auch diese Evidenzqualitäten vergleichbar mit den hier präsentieren Ergebnissen.
Identifizierung biopsychosoziale Aspekte
Insgesamt 18 biopsychosoziale Aspekte konnten durch die systematische Inhaltsanalyse identifiziert werden. Es wurden vier Aspekte der bio-organischen, zehn der psychologischen und vier der soziologischen Dimension zugeordnet ([Abb. 5]). Die Aspekte der soziologischen Dimension befinden sich auf einer öko-sozialen Ebene und können durch familiär-berufliche und sozio-kulturelle Ressourcen beeinflusst werden. Durch das Vorkommen der drei Dimensionen mit den zugeordneten Aspekten bei der geburtshilflichen Betreuung von Erstgebärenden während einer physiologischen Geburt kann entsprechend des biopsychosozialen Modells eine Interaktion zwischen den zugrundeliegenden biopsychosozialen Komponenten in der Begleitung einer physiologischen Geburt angenommen werden [103].


Die von Kontos et al. (2011) dargestellten Schwierigkeiten, wie einem uneinheitlichem Verständnisses bei der Umsetzung eines multidimensional, biopsychosozialen, diagnostischen und therapeutischen Ansatzes in der Pflege, sind sowohl in der Durchführung der hier eingeschlossenen RCTs als auch NRCTs vorhanden [104]. Denn die Auswertung und Identifizierung zeigten, dass sich die Studien in der Erwähnung biopsychosozialer Aspekte unterscheiden. Doch Teilaspekte des biopsychosozialen Modells, wie Einverständnis der Gebärenden, Schulungen für das Personal oder Anwendungen von manuellen Techniken, entsprechend aktuellen Leitlinien der Geburtshilfe, sind in jeder der eingeschlossenen Studie vorhanden [83] [105] [106].
Kritische Auseinandersetzung mit dem Studiendesign
Als ein Publikationsbias ist die gewählte Spracheinschränkung der Leitlinienrecherche auf Englisch und Deutsch zu sehen. Eine zukünftige Recherche ohne Spracheinschränkung kann ein genaueres internationales und ebenso soziokulturelles Bild der Definition einer physiologischen Geburt ergeben.
Der sprachliche Rahmen in der Literaturrecherche wurde aufgrund einer großen Datenmenge bei einer Vorrecherche festgelegt. Dennoch beinhaltet diese Vorgehensweise ein Publikationsbias. Aufbauende Arbeiten sollten entsprechend des Cochrane-Handbuchs keine Einschränkung der Sprache anwenden.
Entsprechend des Cochrane Handbuchs wurde für die Literaturrecherche für diese Übersichtsarbeit ein Publikationszeitraum von fünf Jahren (2015–2020) festgelegt [27]. Dieser Zeitrahmen wurde angelehnt an den Bericht der WHO von 2015 gewählt, in dem eine respektvolle und frauenzentrierte Geburtshilfe gefordert wird. Die vorliegende Arbeit ist als ein Einblick in die Geburtshilfe vor der 2020 beginnenden COVID-19 Pandemie zu sehen, da diese als externer beeinflussender Umgebungsfaktor für die Durchführung von Studien der Geburtshilfe gilt [107] [108] [109] [110].
Unter Hinzunahme von weiteren Suchbegriffen zu einzelnen geburtshilflichen Interventionen kann die Spezifität und Sensitivität der Datenrecherche erhöht werden, um eine vermehrte Übereinstimmung von Interventionen und Endpunkten zu erhalten, die als Grundlage für gepoolte Datensätze dienen können.
Außerdem ist eine Subgruppenanalyse für die Definition von Störfaktoren notwendig, besonders in Bezug zu soziodemografischen sowie fetalen Merkmalen. Als ein Störfaktor (Confounder) gilt ein Faktor, der nicht ein direkter Gegenstand der Untersuchung ist, jedoch sowohl mit der Intervention als auch mit dem Studienergebnis assoziiert ist, wie z. B. Alter, Geschlecht oder Nikotinkonsum [58]. Laut der Leitlinie des ROBINS-I-Tools sollen Störfaktoren und Co-Interventionen durch Literaturreviews und Gesprächen mit Angehörigen der Gesundheitsberufe vor Studienbeginn identifiziert werden [111] [112].
In diesem Zusammenhang zeigte die Analyse, dass die eingeschlossenen Studien soziodemografische und fetale Merkmale berücksichtigen. Innerhalb der Studien waren die Gruppen in Bezug auf die analysierten Merkmale homogen. Studienübergreifend zeigte sich jedoch eine hohe Variabilität der soziodemografischen und fetalen Merkmale, so dass sich eine mögliche maternale und fetale Heterogenität nicht ausschließen lässt [113] [114]. Dies wirft die Frage auf, ob bei der uneinheitlich dargestellten internen Validität überhaupt eine externe Validität und Vergleichbarkeit der Studien gegeben ist. Diese Problematik wird besonders im Kontext pharmakologischer Anwendungen in der Geburtshilfe diskutiert. Folglich bleibt die Aussagekraft in Bezug auf interne Validität, Kausalität und die Effekte der untersuchten Interventionen unzureichend [115].
Methodisch konnten die Studien basierend auf den Ein- und Ausschlusskriterien außerklinische und klinische Geburtsorte beinhalten. Alle eingeschlossenen Studien wurden jedoch in einem klinischen Umfeld durchgeführt. Demzufolge können die Aussagen dieser Übersichtsarbeit nicht auf außerklinische Geburten übertragen werden. In Deutschland werden seit 2011 etwa 1,5% der Geburten als außerklinische Geburten durchgeführt und entsprechend dokumentiert. Da nicht alle außerklinisch tätigen Hebammen verpflichtet sind standardisierte Datensätze zu übermitteln, bestehen jedoch Lücken in der Datenlage [19] [116].
Für die Identifizierung biopsychosozialer Aspekte der Interventionen bei einer physiologischen Geburt von Erstgebärenden eines Einlings in Schädellage wurde die Form einer strukturierten Inhaltsanalyse nach Mayring gewählt [25] [26]. Die systematische Textanalysemethode aller auszuwertenden Studien wurde zur Gewährleistung der Reliabilität, Transparenz und Intersubjektivität der Ergebnisse angewendet. Basierend auf Mayring ist jedoch die Durchführung der Zuverlässigkeitsprüfung durch mindestens zwei Personen notwendig [25] [26], was im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich war. Ebenso wäre die Durchführung der Leitlinien- und Literaturrecherche sowie der Überprüfung des Biasrisikos durch zwei unabhängige Personen sinnvoll gewesen [24] [117].
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse dieser systematischen Übersichtsarbeit zeigen, dass das biopsychosoziale Modell ein möglicher Ansatz zur multidimensionalen Erfassung des physiologischen Geburtsprozesses einer Erstgebärenden mit einem Einling in Schädellage ist.
Durch die Beurteilung der Effektivität der Interventionen auf das Geburtsergebnis konnte keine Ablehnung oder eindeutige Befürwortung von als effektiv beschriebenen Interventionen zur Betreuung von Erstgebärenden während einer physiologischen Geburt mit einem Einling in Schädellage abgeleitet werden. Einzig Studien zu den Interventionen Hebammenbetreuung, Aromatherapie und TENS wurden in einigen Endpunkten mit einem moderaten Vertrauen bewertet. Zu diesem Ergebnis führte insbesondere eine fehlende einheitliche Berichterstattung fetaler und maternaler Endpunkte sowie fetaler, maternaler und soziodemografischer Merkmale, breite Konfidenzintervalle der untersuchten Studien sowie die geringen Fallzahlen der Studiengruppen.
In zukünftigen Studien über die Geburtshilfe ist daher für eine Verbesserung der Vergleichbarkeit und Evidenzqualität der Effektivität von Interventionen auf Geburtsergebnisse die Anwendung definierter fetaler und maternaler Endpunkte sowie fetaler, maternaler und soziodemografischer Merkmale notwendig.
Die Ergebnisse dieser Arbeit können dem wissenschaftlichen Diskurs zur Standardisierung der bio-organischen, psychologischen und sozialen Aspekte für eine individualisierte multidimensionale Betreuung einer physiologischen Geburt einer Erstgebärenden dienen.
Interessenkonflikt
Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
-
Literatur
- 1 Dunkel-Schetter C. Psychological science on pregnancy: stress processes, biopsychosocial models, and emerging research issues. Annual review of psychology 2011; 62: 531-558
- 2 Smith V, Daly D, Lundgren I. et al. Salutogenically focused outcomes in systematic reviews of intrapartum interventions: A systematic review of systematic reviews. Midwifery 2014; 30: e151-e156
- 3 Collins NL, Dunkel-Schetter C, Lobel M. et al. Social support in pregnancy: psychosocial correlates of birth outcomes and postpartum depression. Journal of Personality and Social Psychology 1993; 65: 1243-1258
- 4 Wadhwa PD, Culhane JF, Rauh VB, Shirish S. et al. Stress, infection and preterm birth: a biobehavioural perspective. Paediatric and Perinatal Epidemiology 2001; 15: 17-29
- 5 Rini CK, Dunkel-Schetter C, Wadhwa PD. et al. Psychological adaptation and birth outcomes: The role of personal resources, stress, and sociocultural context in pregnancy. Health Psychology 1999; 18: 333-345
- 6 Olza I, Leahy-Warren P, Benyamini Y. et al. Women's psychological experiences of physiological childbirth: a meta-synthesis. BMJ open 2018; 8: e020347-e020347
- 7 WHO. WHO recommendations non-clinical interventions to reduce unnecessary caesarean sections. Geneva: World Health Organization; ISBN: 978-92-4-155033-8 2018
- 8 Duberstein ZT, Brunner J, Panisch LS. et al. The Biopsychosocial Model and Perinatal Health Care: Determinants of Perinatal Care in a Community Sample. Front Psychiatry 2021; 12: 746803
- 9 Blount AJ, Adams CR, Anderson-Berry AL. et al. Biopsychosocial Factors during the Perinatal Period: Risks, Preventative Factors, and Implications for Healthcare Professionals. Int J Environ Res Public Health 2021; 18
- 10 Bauer NH. Hebammenkreißsaal: Ein Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt. Göttingen: V&R unipress; 2008
- 11 Luhmann N. Soziale Systeme: Grundriss einer allgemeinen Theorie. 18. Aufl. Berlin: Suhrkamp; 1987. ISBN: 978-3-518-28266-3
- 12 Edozien LC, O´Brien SPM. Hrsg. Biopsychosocial Factors Obstetrics and Gynaecology. 1. Aufl. Cambrige: Cambridge University Press; 2017.
- 13 WHO. WHO recommendations: intrapartum care for a positive childbirth experience. Geneva: World Health Organization; 2018. ISBN: 978-92-4-155021-5
- 14 Egger JW. Das biopsychosoziale Krankheitsmodell: Grundzüge eines wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Verständnisses von Krankheit. Psychologische Medizin 2005; 16: 3-12
- 15 Engel GL. The need for a new medical model: a challenge for biomedicine. Science (New York, NY) 1977; 196: 129-136
- 16 Rayment J, Rocca-Ihenacho L, Newburn M. et al. The development of midwifery unit standards for Europe. Midwifery 2020; 86: 102661
- 17 Network MU. MUNET-Midwifery_Unit_Standards. https://www.midwiferyunitnetwork.org/download/munet-standards-button/ National Institute for Health Research 2020
- 18 Hajimirzaie SS, Tehranian N, Mousavi SA. et al. Predicting the Relation between Biopsychosocial Factors and Type of Childbirth using the Decision Tree Method: A Cohort Study. Iran J Med Sci 2021; 46: 437-443
- 19 Loytved C. Qualitätsbericht 2017: Außerklinischer Geburtshilfe in Deutschland. 1. Aufl. Auerbach: Wissenschaftliche Scripten; ISBN: 978-3-95735-093-0 2018
- 20 IQWiG. S3-Leitlinie zur natürlichen Geburt: Unterstützung bei der Erstellung einer interdisziplinären Leitlinie durch Evidenzrecherchen. 2019 Version 1.0. 2019
- 21 IQWiG. Evidenzbericht zur Anwesenheit und Verfügbarkeit des geburtshilflichen Fachpersonals – Version 1.0. 2018
- 22 IQWiG. Evidenzbericht zur Modifizierung der Umgebungsgestaltung – Rapid Report – Version 1.0. 2018
- 23 Moher D, Liberati A, Tetzlaff J et al. PRISMA Group. Preferred reporting items for systematic reviews and meta-analyses: the PRISMA statement. PLoS Med 2009; 6(7): e1000097. DOI:10.1371/journal.pmed.1000097
- 24 Moher D, Liberati A, Tetzlaff J. et al. Bevorzugte Report Items für systematische Übersichten und Meta-Analysen: Das PRISMA-Statement. Dtsch Med Wochenschr 2011; 136: e9-e15
- 25 Mayring P. Qualitative Inhaltsanalyse. In: Boehm A, Mengel A, Muhr T, Hrsg. Texte verstehen: Konzepte, Methoden, Werkzeuge. 14. Aufl. Konstanz: UVK Univ.-Verl. Konstanz; 1994: 159-175 ISBN: ISBN: 3-87940-503-4
- 26 Mayring P. Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken. 12. Aufl. Weinheim und Basel; Beltz: ISBN: 978-3-407-25730-7 2015
- 27 Lefebvre C, Glanville J, Briscoe S. et al. Chapter 4: Searching for and selecting studies. In: Higgins JPT, Thomas J, Chandler J et al., Hrsg. Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions. Version 6.1. Aufl. 2020
- 28 McKenzie JE, Brennan SE, Ryan RE. et al. Chapter 3: Defining the criteria for including studies and how they will be grouped for the synthesis. In: Higgins JPT, Thomas J, Chandler J, Cumpston M, Li T, Page MJ, Welch VA (editors). Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions version 6.1. Cochrane, 2020
- 29 Cochrane Deutschland Stiftung IfEidM, Institut für Medizinische Biometrie und Statistik, Freiburg, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften – Institut für Medizinisches Wissensmanagement, Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin. Manual systematische Recherche für Evidenzsynthesen und Leitlinien. 2. Auflage (01.04.2019). In. 2.1 ed 2020
- 30 Brouwers MC, Kho ME, Browman GP. et al. AGREE II: advancing guideline development, reporting and evaluation in health care: Deutsche Version 2014. CMAJ : Canadian Medical Association journal = journal de l'Association medicale canadienne 2010; 182: E839-E842
- 31 [Anonym]. GRADEpro Guideline Development Tool (Software). In: GRADEpro GDT; 2020
- 32 Langer G, Meerpohl JJ, Perleth M. et al. GRADE-Leitlinien: 1. Einführung – GRADE-Evidenzprofile und Summary-of-Findings-Tabellen. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 357-368
- 33 Meerpohl JJ, Langer G, Perleth M. et al. GRADE-Leitlinien: 3. Bewertung der Qualität der Evidenz (Vertrauen in die Effektschätzer). Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 449-456
- 34 The GRADE Working Group (2004-2020): GRADE. www.gradeworkinggroup.org.
- 35 Schünemann H, Brożek J, Guyatt GH. et al. GRADE Handbook. 2013 https://gdt.gradepro.org/app/handbook/handbook.html
- 36 Langer G, Meerpohl JJ, Perleth M. et al. GRADE guidelines: 12. Developing Summary of Findings tables – dichotomous outcomes. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 2013; 107: 646-664
- 37 Schell LK, Meerpohl JJ, Gartlehner G. et al. GRADE Leitlinien: 13. Erstellen von Summary-of-Findings-Tabellen und Evidenzprofilen – kontinuierliche Endpunkte. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2014; 108: 333-347
- 38 Schünemann HJ, Higgins J, Vist G. et al. Chapter 14: Completing ‘Summary of findings’ tables and grading the certainty of the evidence. In: Higgins JPT, Thomas J, Chandler J et al., Hrsg. Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions. Version 6.2. Aufl. 2020
- 39 Kulig M, Perleth M, Langer G. et al. GRADE Leitlinien: 6. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Unzureichende Präzision. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 677-688
- 40 Kien C, Gartlehner G, Kaminski-Hartenthaler A. et al. GRADE-Leitlinien: 9. Heraufstufen der Qualität der Evidenz. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2013; 107: 249-255
- 41 Kaiser L, Hübscher M, Rissling O. et al. GRADE-Leitlinien: 19. Bewertung der Vertrauenswürdigkeit der Evidenz für die Bedeutung von Endpunkten oder Werten und Präferenzen – Risiko für Bias und Indirektheit. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2021; 160: 78-88
- 42 Meerpohl JJ, Langer G, Perleth M. et al. GRADE-Leitlinien: 4. Bewertung der Qualität der Evidenz – Studienlimitationen (Risiko für Bias). Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 457-469
- 43 Nolting A, Perleth M, Langer G. et al. GRADE Leitlinien: 5. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Publikationsbias. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 670-676
- 44 Nußbaumer B, Gartlehner G, Kien C. et al. Grade Leitlinien: 15. Von der Evidenz zur Empfehlung – Determinanten, die Richtung und Stärke einer Empfehlung bestimmen. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2014; 108: 421-431
- 45 Perleth M, Langer G, Meerpohl JJ. et al. GRADE Leitlinien: 7. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Inkonsistenz. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 733-744
- 46 Perleth M, Matthias K, Langer G. et al. GRADE-Leitlinien: 10. Den Ressourcenverbrauch berücksichtigen und die Qualität ökonomischer Evidenz bewerten. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2013; 107: 256-268
- 47 Rasch A, Perleth M, Langer G. et al. GRADE Leitlinien: 8. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Indirektheit. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 745-753
- 48 Kaminski-Hartenthaler A, Gartlehner G, Kien C. et al. GRADE-Leitlinien: 11. Gesamtbeurteilung des Vertrauens in Effektschätzer für einen einzelnen Studienendpunkt und für alle Endpunkte. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2013; 107: 638-645
- 49 Kaminski-Hartenthaler A, Meerpohl JJ, Gartlehner G. et al. GRADE Leitlinien: 14. Von der Evidenz zur Empfehlung: Die Bedeutung und Darstellung von Empfehlungen. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2014; 108: 413-420
- 50 Langer G, Gartlehner G, Schwingshackl L. et al. GRADE-Leitlinien: 17. Beurteilung des Bias-Risikos durch fehlende Endpunkt-Daten im Evidenzkörper. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2019; 149: 73-81
- 51 IQWiG. Mobilisation ab der Austreibungsperiode – Rapid Report: Version 1.0. 2017
- 52 The Cochrane Collaboration: Review Manager (RevMan) [Computer program]. Java 8 32-bit. Version 5.4.1. 2020
- 53 Higgins JPT, Savović J, Page MJ. et al. Revised Cochrane risk-of-bias tool for randomized trials (RoB 2). RoB2 Development Group. Bristol. 2019. https://www.riskofbias.info/welcome/rob-2-0-tool/current-version-of-rob-2
- 54 Morche J, Freitag S, Hoffmann F. et al GRADE-Leitlinien: 18. Wie ROBINS-I und andere Instrumente zur Einschätzung des Risikos für Bias von nicht-randomisierten Studien verwendet werden sollten, um die Vertrauenswürdigkeit eines Evidenzkörpers zu bewerten. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 2020; doi:10.1016/j.zefq.2019.11.003
- 55 Morgan RL, Thayer KA, Santesso N. et al. A risk of bias instrument for non-randomized studies of exposures: A users' guide to its application in the context of GRADE. Environment international 2019; 122: 168-184
- 56 Bristol Medical School: Population Health Science. The ROBINS-E tool (Risk Of Bias In Non-randomized Studies – of Exposures). University Bristol. 2019. https://www.bristol.ac.uk/population-health-sciences/centres/cresyda/barr/riskofbias/robins-e/
- 57 McGuinness LA, Higgins JPT. Risk-of-bias VISualization (robvis): An R package and Shiny web app for visualizing risk-of-bias assessments. Research Synthesis Methods 2020; doi:10.1002/jrsm.1411
- 58 Cochrane Deutschland AdWMF-IfMW, Medizin ÄZfQid. Manual Bewertung des BIasrisikos in Interventionsstudien. In. 2.0 ed; 2021. DOI:10.6094/unifr/194900
- 59 Obstetricians So, Canada Go. SOGC CLINICAL PRACTICE GUIDELINE: Management of Spontaneous Labour at Term in Healthy Women. Journal of obstetrics and gynaecology Canada: JOGC=Journal d'obstetrique et gynecologie du Canada : JOGC 2016; 38: 843-865
- 60 National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Clinical guideline 190. Intrapartum care for healthy women and babies. 2017. ISBN: 978-1-4731-0862-2
- 61 Queensland Clinical Guidelines: Guideline: Normal birth. Queensland Health. MN17.25-V3-R22. 2017
- 62 Carlson NS, Corwin EJ, Hernandez TL. et al. Association between provider type and cesarean birth in healthy nulliparous laboring women: A retrospective cohort study. Birth 2018; 45: 159-168
- 63 Valiani M, Rezaie M, Shahshahan Z. Comparative study on the influence of three delivery positions on pain intensity during the second stage of labor. Iran J Nurs Midwifery Res 2016; 21: 372-378
- 64 Nehbandani SK, Maryam; Keikhaie, Fereshteh; Jahantigh, Farnaz Comparison of the Effect of Hot and Cold Massage at Spleen 6 on Pain Relief During Active Labor Phase: A Clinical Trial. Medical-Surgical Nursing Journal 2019; 8: 1-7
- 65 Gallo RBS, Santana LS, Marcolin AC. et al. Sequential application of non-pharmacological interventions reduces the severity of labour pain, delays use of pharmacological analgesia, and improves some obstetric outcomes: a randomised trial. J Physiother 2018; 64: 33-40
- 66 Mansouri EK, Masoumeh; Aval, Shapour Badiee; Shakeri, Mohammad Taghi; Mirteimouri, Masoumeh Comparison of the Effect of Pressure on Bladder-GV20 and Gallbladder-GV20 on Labor Pain Intensity among the Primiparous Women: A Randomized Clinical Trial. J EVID BASED CARE 2018; 8: 7-16
- 67 Shahoei R, Zaheri F, Nasab LH. et al. The effect of perineal massage during the second stage of birth on nulliparous women perineal: A randomization clinical trial. Electron Physician 2017; 9: 5588-5595
- 68 Hashemi ZSZF, Forghani; Maryam, Heidari; Nosratollah, Masinaei; Hosein, Shahdadi The impact of manual massage on intensity and duration of pain at first phase of labor in primigravid women. International Journal of Medicine Research 2016; 1: 16-18
- 69 Taavoni S, Sheikhan F, Abdolahian S. et al. Birth ball or heat therapy? A randomized controlled trial to compare the effectiveness of birth ball usage with sacrum-perineal heat therapy in labor pain management. Complement Ther Clin Pract 2016; 24: 99-102
- 70 Vaziri F, Arzhe A, Asadi N. et al. Spontaneous Pushing in Lateral Position versus Valsalva Maneuver During Second Stage of Labor on Maternal and Fetal Outcomes: A Randomized Clinical Trial. Iran Red Crescent Med J 2016; 18: e29279
- 71 Haseli A, Ghiasi A, Hashemzadeh M. Do Breathing Techniques Enhance the Effect of Massage Therapy in Reducing the Length of Labor or not? a Randomized Clinical Trial. J Caring Sci 2019; 8: 257-263
- 72 Akbarzadeh M, Vaziri F, Farahmand M. et al. The Effect of Warm Compress Bistage Intervention on the Rate of Episiotomy, Perineal Trauma, and Postpartum Pain Intensity in Primiparous Women with Delayed Valsalva Maneuver Referring to the Selected Hospitals of Shiraz University of Medical Sciences in 2012-2013. Adv Skin Wound Care 2016; 29: 79-84
- 73 Farahmand MK, Elham; Hasanzadeh, Fahimeh; Amooee, Sedigheh; Akbarzadeh, Marzieh The effect of warm compress Bi-stage on pain strength in labor stages and after delivery. International journal of women's health and reproduction sciences 2020; 1: 46-52
- 74 Lin YC, Gau ML, Kao GH. et al. Efficacy of an Ergonomic Ankle Support Aid for Squatting Position in Improving Pushing Skills and Birth Outcomes During the Second Stage of Labor: A Randomized Controlled Trial. J Nurs Res 2018; 26: 376-384
- 75 Gonenc IM, Dikmen HA. Effects of Dance and Music on Pain and Fear During Childbirth. J Obstet Gynecol Neonatal Nurs 2020; 49: 144-153
- 76 Buglione A, Saccone G, Mas M. et al. Effect of music on labor and delivery in nulliparous singleton pregnancies: a randomized clinical trial. Arch Gynecol Obstet 2020; 301: 693-698
- 77 Santana LS, Gallo RB, Ferreira CH. et al. Transcutaneous electrical nerve stimulation (TENS) reduces pain and postpones the need for pharmacological analgesia during labour: a randomised trial. J Physiother 2016; 62: 29-34
- 78 Heidari-Fard S, Mohammadi M, Fallah S. The effect of chamomile odor on contractions of the first stage of delivery in primpara women: A clinical trial. Complement Ther Clin Pract 2018; 32: 61-64
- 79 Tanvisut R, Traisrisilp K, Tongsong T. Efficacy of aromatherapy for reducing pain during labor: a randomized controlled trial. Arch Gynecol Obstet 2018; 297: 1145-1150
- 80 Esmaelzadeh-Saeieh SR, Mitra; Khosravi-Dehaghi, Nafiseh; Torkashvand, Shokufeh The effects of inhalation aromatherapy with Boswellia carterii essential oil on the intensity of labor pain among nulliparous women. Nurs Midwifery Stud 2018; 7: 45-49
- 81 Hamdamian S, Nazarpour S, Simbar M. et al. Effects of aromatherapy with Rosa damascena on nulliparous women's pain and anxiety of labor during first stage of labor. J Integr Med 2018; 16: 120-125
- 82 Schäfers R. Einfluss des Geburtserlebens auf die subjektive Gesundheitseinschätzung von Frauen. GMS Zeitschrift für Hebammenwissenschaft 2015; 2
- 83 Pflege DNfQid. Expertinnenstandard Förderung der physiologischen Geburt: Entwicklung – Konsentierung – Implementierung. Dezember 2014. Aufl. Osnabrück: Hochschule Osnabrück; 2015
- 84 Devane D, Begley CM, Clarke M. et al. Evaluating maternity care: a core set of outcome measures. Birth 2007; 34: 164-172
- 85 Khan K. Chief Editors of Journals participating in The CI. The CROWN Initiative: journal editors invite researchers to develop core outcomes in women's health. BJOG 2016; 123: 103-104
- 86 Duffy J, Rolph R, Gale C. et al. Core outcome sets in women's and newborn health: a systematic review. BJOG 2017; 124: 1481-1489
- 87 Nijagal MA, Wissig S, Stowell C. et al. Standardized outcome measures for pregnancy and childbirth, an ICHOM proposal. BMC Health Serv Res 2018; 18: 953
- 88 Feldman PJ, Dunkel-Schetter C, Sandman CA. et al. Maternal Social Support Predicts Birth Weight and Fetal Growth in Human Pregnancy. Psychosomatic medicine 2000; 62: 715-725
- 89 Friedman EA. The graphic analysis of labor. American Journal of Obstetrics and Gynecology 1954; 68: 1568-1575
- 90 Bonapace J, Gagné G-P, Chaillet N. et al. No. 355-Physiologic Basis of Pain in Labour and Delivery: An Evidence-Based Approach to its Management. Journal of obstetrics and gynaecology Canada: JOGC = Journal d'obstetrique et gynecologie du Canada: JOGC 2018; 40: 227-245
- 91 WHO. Companion of choice during labour and childbirth for improved quality of care. 2016 (91) WHO/RHR/16.10
- 92 WHO. WHO recommendations: Induction of labour at or beyond term. Geneva: World Health Organization; 2018. ISBN: 978-92-4-155041-3
- 93 Norman SM, Tuuli MG, Odibo AO. et al. The effects of obesity on the first stage of labor. Obstetrics and gynecology 2012; 120: 130-135
- 94 Cahill AG, Roehl KA, Odibo AO. et al. Impact of fetal gender on the labor curve. American Journal of Obstetrics and Gynecology 2012; 206: 335.e331-335
- 95 Cheng Y, Hopkins L, Caughey A. How long is too long: Does a prolonged second stage of labor in nulliparous women affect maternal and neonatal outcomes?. American Journal of Obstetrics and Gynecology 2004; 191: 933-938
- 96 Euro-Peristat Project. European Perinatal Health Report. Core indicators of the health and care of pregnant women and babies in Europe in 2015. 2018. www.europeristat.com
- 97 Luo J, Betschart C, Ashton-Miller JA. et al. Quantitative analyses of variability in normal vaginal shape and dimension on MR images. International urogynecology journal 2016; 27: 1087-1095
- 98 Betti L. Sexual dimorphism in the size and shape of the os coxae and the effects of microevolutionary processes. American journal of physical anthropology 2014; 153: 167-177
- 99 Betti L, Manica A. Human variation in the shape of the birth canal is significant and geographically structured. Proceedings Biological sciences 2018; 285
- 100 Gupta JK, Sood A, Vogel JP. Position in the second stage of labour for women without epidural anaesthesia (Review). 2017; 5
- 101 Bastos MH, Furuta M, Small R. et al Debriefing interventions for the prevention of psychological trauma in women following childbirth. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015; CD007194.pub2
- 102 Sandall J, Soltani H, Gates S. et al. Midwife-led continuity models versus other models of care for childbearing women. Cochrane Database of Systematic Reviews 2016; 4
- 103 Egger JW. Das biopsychosoziale Krankheitsmodell in der Praxis: Der lange Weg von der Psychosomatik zur aktuellen biopsychosozialen Medizin. Psychologische Medizin 2008; 19: 12-22
- 104 Kontos N. Perspective: biomedicine--menace or straw man? Reexamining the biopsychosocial argument. Academic medicine : journal of the Association of American Medical Colleges 2011; 86: 509-515
- 105 Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaften (DGHW) (Hgs.): Vaginale Geburt am Termin. Langfassung. Version 1.0. dupiAWMF online (015-083).. 2020. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/015-083l_S3_Vaginale-Geburt-am-Termin_2021-03.pdf
- 106 Bauer NH, Schücking BA, Pohlabeln H. et al Der Hebammenkreißsaal – Ein klinisches Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt. Z Geburtshilfe Neonatol 2011; 215 FV05_01
- 107 Longardt AC, Winkler VP, Pecks U. Perinatale Aspekte der SARS-CoV-2 Infektion. Z Geburtshilfe Neonatol 2020; 224: 181-186
- 108 Wu Z, McGoogan JM. Characteristics of and Important Lessons From the Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) Outbreak in China: Summary of a Report of 72 314 Cases From the Chinese Center for Disease Control and Prevention. JAMA 2020; 323: 1239-1242
- 109 Elshafeey F, Magdi R, Hindi N. et al. A systematic scoping review of COVID-19 during pregnancy and childbirth. International journal of gynaecology and obstetrics: the official organ of the International Federation of Gynaecology and Obstetrics 2020; 150: 47-52
- 110 Medizin DGfP. Aktualisierte Empfehlungen zu SARS-CoV- 2/COVID-19 und Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. 2020
- 111 Sterne JAC, Hernán MA, Reeves BC. et al. ROBINS-I: a tool for assessing risk of bias in non-randomised studies of interventions. BMJ (Clinical research ed) 2016; 355: i4919
- 112 Sterne JAC, Higgins J, Elbers RG. et al. Risk Of Bias In Non-randomized Studies of Interventions (ROBINS-I): detailed guidance. 2016
- 113 Baylis F, Ballantyne A. Hrsg. Clinical Research Involving Pregnant Women. 3. Aufl. Switzerland: Springer; 2016.
- 114 Sackett DL, Rosenberg WMC, Gray JAM. et al. Evidence based medicine: what it is and what it isn't?. BMJ 1996; 312: 71
- 115 Healy D, Mangin D. Does My Bias Look Big in This? In: Baylis F, Ballantyne A, Hrsg. Clinical Research Involving Pregnant Women. 3. Aufl. Switzerland: Springer; 2016: 197-208
- 116 Loytved C. Qualitätsbericht 2015: Außerklinische Geburtshilfe in Deutschland. 1. Aufl. Auerbach: Wissenschaftliche Scripten; ISBN: 978-3-95735-05 2-7 2016
- 117 Page MJ, Moher D, Bossuyt PM. et al. PRISMA 2020 explanation and elaboration: updated guidance and exemplars for reporting systematic reviews. BMJ 2021; 372: n160
Korrespondenzadresse
Publication History
Received: 14 March 2024
Accepted after revision: 09 December 2024
Article published online:
12 February 2025
© 2025. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
-
Literatur
- 1 Dunkel-Schetter C. Psychological science on pregnancy: stress processes, biopsychosocial models, and emerging research issues. Annual review of psychology 2011; 62: 531-558
- 2 Smith V, Daly D, Lundgren I. et al. Salutogenically focused outcomes in systematic reviews of intrapartum interventions: A systematic review of systematic reviews. Midwifery 2014; 30: e151-e156
- 3 Collins NL, Dunkel-Schetter C, Lobel M. et al. Social support in pregnancy: psychosocial correlates of birth outcomes and postpartum depression. Journal of Personality and Social Psychology 1993; 65: 1243-1258
- 4 Wadhwa PD, Culhane JF, Rauh VB, Shirish S. et al. Stress, infection and preterm birth: a biobehavioural perspective. Paediatric and Perinatal Epidemiology 2001; 15: 17-29
- 5 Rini CK, Dunkel-Schetter C, Wadhwa PD. et al. Psychological adaptation and birth outcomes: The role of personal resources, stress, and sociocultural context in pregnancy. Health Psychology 1999; 18: 333-345
- 6 Olza I, Leahy-Warren P, Benyamini Y. et al. Women's psychological experiences of physiological childbirth: a meta-synthesis. BMJ open 2018; 8: e020347-e020347
- 7 WHO. WHO recommendations non-clinical interventions to reduce unnecessary caesarean sections. Geneva: World Health Organization; ISBN: 978-92-4-155033-8 2018
- 8 Duberstein ZT, Brunner J, Panisch LS. et al. The Biopsychosocial Model and Perinatal Health Care: Determinants of Perinatal Care in a Community Sample. Front Psychiatry 2021; 12: 746803
- 9 Blount AJ, Adams CR, Anderson-Berry AL. et al. Biopsychosocial Factors during the Perinatal Period: Risks, Preventative Factors, and Implications for Healthcare Professionals. Int J Environ Res Public Health 2021; 18
- 10 Bauer NH. Hebammenkreißsaal: Ein Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt. Göttingen: V&R unipress; 2008
- 11 Luhmann N. Soziale Systeme: Grundriss einer allgemeinen Theorie. 18. Aufl. Berlin: Suhrkamp; 1987. ISBN: 978-3-518-28266-3
- 12 Edozien LC, O´Brien SPM. Hrsg. Biopsychosocial Factors Obstetrics and Gynaecology. 1. Aufl. Cambrige: Cambridge University Press; 2017.
- 13 WHO. WHO recommendations: intrapartum care for a positive childbirth experience. Geneva: World Health Organization; 2018. ISBN: 978-92-4-155021-5
- 14 Egger JW. Das biopsychosoziale Krankheitsmodell: Grundzüge eines wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Verständnisses von Krankheit. Psychologische Medizin 2005; 16: 3-12
- 15 Engel GL. The need for a new medical model: a challenge for biomedicine. Science (New York, NY) 1977; 196: 129-136
- 16 Rayment J, Rocca-Ihenacho L, Newburn M. et al. The development of midwifery unit standards for Europe. Midwifery 2020; 86: 102661
- 17 Network MU. MUNET-Midwifery_Unit_Standards. https://www.midwiferyunitnetwork.org/download/munet-standards-button/ National Institute for Health Research 2020
- 18 Hajimirzaie SS, Tehranian N, Mousavi SA. et al. Predicting the Relation between Biopsychosocial Factors and Type of Childbirth using the Decision Tree Method: A Cohort Study. Iran J Med Sci 2021; 46: 437-443
- 19 Loytved C. Qualitätsbericht 2017: Außerklinischer Geburtshilfe in Deutschland. 1. Aufl. Auerbach: Wissenschaftliche Scripten; ISBN: 978-3-95735-093-0 2018
- 20 IQWiG. S3-Leitlinie zur natürlichen Geburt: Unterstützung bei der Erstellung einer interdisziplinären Leitlinie durch Evidenzrecherchen. 2019 Version 1.0. 2019
- 21 IQWiG. Evidenzbericht zur Anwesenheit und Verfügbarkeit des geburtshilflichen Fachpersonals – Version 1.0. 2018
- 22 IQWiG. Evidenzbericht zur Modifizierung der Umgebungsgestaltung – Rapid Report – Version 1.0. 2018
- 23 Moher D, Liberati A, Tetzlaff J et al. PRISMA Group. Preferred reporting items for systematic reviews and meta-analyses: the PRISMA statement. PLoS Med 2009; 6(7): e1000097. DOI:10.1371/journal.pmed.1000097
- 24 Moher D, Liberati A, Tetzlaff J. et al. Bevorzugte Report Items für systematische Übersichten und Meta-Analysen: Das PRISMA-Statement. Dtsch Med Wochenschr 2011; 136: e9-e15
- 25 Mayring P. Qualitative Inhaltsanalyse. In: Boehm A, Mengel A, Muhr T, Hrsg. Texte verstehen: Konzepte, Methoden, Werkzeuge. 14. Aufl. Konstanz: UVK Univ.-Verl. Konstanz; 1994: 159-175 ISBN: ISBN: 3-87940-503-4
- 26 Mayring P. Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken. 12. Aufl. Weinheim und Basel; Beltz: ISBN: 978-3-407-25730-7 2015
- 27 Lefebvre C, Glanville J, Briscoe S. et al. Chapter 4: Searching for and selecting studies. In: Higgins JPT, Thomas J, Chandler J et al., Hrsg. Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions. Version 6.1. Aufl. 2020
- 28 McKenzie JE, Brennan SE, Ryan RE. et al. Chapter 3: Defining the criteria for including studies and how they will be grouped for the synthesis. In: Higgins JPT, Thomas J, Chandler J, Cumpston M, Li T, Page MJ, Welch VA (editors). Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions version 6.1. Cochrane, 2020
- 29 Cochrane Deutschland Stiftung IfEidM, Institut für Medizinische Biometrie und Statistik, Freiburg, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften – Institut für Medizinisches Wissensmanagement, Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin. Manual systematische Recherche für Evidenzsynthesen und Leitlinien. 2. Auflage (01.04.2019). In. 2.1 ed 2020
- 30 Brouwers MC, Kho ME, Browman GP. et al. AGREE II: advancing guideline development, reporting and evaluation in health care: Deutsche Version 2014. CMAJ : Canadian Medical Association journal = journal de l'Association medicale canadienne 2010; 182: E839-E842
- 31 [Anonym]. GRADEpro Guideline Development Tool (Software). In: GRADEpro GDT; 2020
- 32 Langer G, Meerpohl JJ, Perleth M. et al. GRADE-Leitlinien: 1. Einführung – GRADE-Evidenzprofile und Summary-of-Findings-Tabellen. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 357-368
- 33 Meerpohl JJ, Langer G, Perleth M. et al. GRADE-Leitlinien: 3. Bewertung der Qualität der Evidenz (Vertrauen in die Effektschätzer). Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 449-456
- 34 The GRADE Working Group (2004-2020): GRADE. www.gradeworkinggroup.org.
- 35 Schünemann H, Brożek J, Guyatt GH. et al. GRADE Handbook. 2013 https://gdt.gradepro.org/app/handbook/handbook.html
- 36 Langer G, Meerpohl JJ, Perleth M. et al. GRADE guidelines: 12. Developing Summary of Findings tables – dichotomous outcomes. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 2013; 107: 646-664
- 37 Schell LK, Meerpohl JJ, Gartlehner G. et al. GRADE Leitlinien: 13. Erstellen von Summary-of-Findings-Tabellen und Evidenzprofilen – kontinuierliche Endpunkte. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2014; 108: 333-347
- 38 Schünemann HJ, Higgins J, Vist G. et al. Chapter 14: Completing ‘Summary of findings’ tables and grading the certainty of the evidence. In: Higgins JPT, Thomas J, Chandler J et al., Hrsg. Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions. Version 6.2. Aufl. 2020
- 39 Kulig M, Perleth M, Langer G. et al. GRADE Leitlinien: 6. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Unzureichende Präzision. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 677-688
- 40 Kien C, Gartlehner G, Kaminski-Hartenthaler A. et al. GRADE-Leitlinien: 9. Heraufstufen der Qualität der Evidenz. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2013; 107: 249-255
- 41 Kaiser L, Hübscher M, Rissling O. et al. GRADE-Leitlinien: 19. Bewertung der Vertrauenswürdigkeit der Evidenz für die Bedeutung von Endpunkten oder Werten und Präferenzen – Risiko für Bias und Indirektheit. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2021; 160: 78-88
- 42 Meerpohl JJ, Langer G, Perleth M. et al. GRADE-Leitlinien: 4. Bewertung der Qualität der Evidenz – Studienlimitationen (Risiko für Bias). Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 457-469
- 43 Nolting A, Perleth M, Langer G. et al. GRADE Leitlinien: 5. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Publikationsbias. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 670-676
- 44 Nußbaumer B, Gartlehner G, Kien C. et al. Grade Leitlinien: 15. Von der Evidenz zur Empfehlung – Determinanten, die Richtung und Stärke einer Empfehlung bestimmen. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2014; 108: 421-431
- 45 Perleth M, Langer G, Meerpohl JJ. et al. GRADE Leitlinien: 7. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Inkonsistenz. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 733-744
- 46 Perleth M, Matthias K, Langer G. et al. GRADE-Leitlinien: 10. Den Ressourcenverbrauch berücksichtigen und die Qualität ökonomischer Evidenz bewerten. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2013; 107: 256-268
- 47 Rasch A, Perleth M, Langer G. et al. GRADE Leitlinien: 8. Einschätzung der Qualität der Evidenz – Indirektheit. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2012; 106: 745-753
- 48 Kaminski-Hartenthaler A, Gartlehner G, Kien C. et al. GRADE-Leitlinien: 11. Gesamtbeurteilung des Vertrauens in Effektschätzer für einen einzelnen Studienendpunkt und für alle Endpunkte. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2013; 107: 638-645
- 49 Kaminski-Hartenthaler A, Meerpohl JJ, Gartlehner G. et al. GRADE Leitlinien: 14. Von der Evidenz zur Empfehlung: Die Bedeutung und Darstellung von Empfehlungen. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2014; 108: 413-420
- 50 Langer G, Gartlehner G, Schwingshackl L. et al. GRADE-Leitlinien: 17. Beurteilung des Bias-Risikos durch fehlende Endpunkt-Daten im Evidenzkörper. Zeitschrift fur Evidenz, Fortbildung und Qualitat im Gesundheitswesen 2019; 149: 73-81
- 51 IQWiG. Mobilisation ab der Austreibungsperiode – Rapid Report: Version 1.0. 2017
- 52 The Cochrane Collaboration: Review Manager (RevMan) [Computer program]. Java 8 32-bit. Version 5.4.1. 2020
- 53 Higgins JPT, Savović J, Page MJ. et al. Revised Cochrane risk-of-bias tool for randomized trials (RoB 2). RoB2 Development Group. Bristol. 2019. https://www.riskofbias.info/welcome/rob-2-0-tool/current-version-of-rob-2
- 54 Morche J, Freitag S, Hoffmann F. et al GRADE-Leitlinien: 18. Wie ROBINS-I und andere Instrumente zur Einschätzung des Risikos für Bias von nicht-randomisierten Studien verwendet werden sollten, um die Vertrauenswürdigkeit eines Evidenzkörpers zu bewerten. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 2020; doi:10.1016/j.zefq.2019.11.003
- 55 Morgan RL, Thayer KA, Santesso N. et al. A risk of bias instrument for non-randomized studies of exposures: A users' guide to its application in the context of GRADE. Environment international 2019; 122: 168-184
- 56 Bristol Medical School: Population Health Science. The ROBINS-E tool (Risk Of Bias In Non-randomized Studies – of Exposures). University Bristol. 2019. https://www.bristol.ac.uk/population-health-sciences/centres/cresyda/barr/riskofbias/robins-e/
- 57 McGuinness LA, Higgins JPT. Risk-of-bias VISualization (robvis): An R package and Shiny web app for visualizing risk-of-bias assessments. Research Synthesis Methods 2020; doi:10.1002/jrsm.1411
- 58 Cochrane Deutschland AdWMF-IfMW, Medizin ÄZfQid. Manual Bewertung des BIasrisikos in Interventionsstudien. In. 2.0 ed; 2021. DOI:10.6094/unifr/194900
- 59 Obstetricians So, Canada Go. SOGC CLINICAL PRACTICE GUIDELINE: Management of Spontaneous Labour at Term in Healthy Women. Journal of obstetrics and gynaecology Canada: JOGC=Journal d'obstetrique et gynecologie du Canada : JOGC 2016; 38: 843-865
- 60 National Institute for Health and Care Excellence (NICE). Clinical guideline 190. Intrapartum care for healthy women and babies. 2017. ISBN: 978-1-4731-0862-2
- 61 Queensland Clinical Guidelines: Guideline: Normal birth. Queensland Health. MN17.25-V3-R22. 2017
- 62 Carlson NS, Corwin EJ, Hernandez TL. et al. Association between provider type and cesarean birth in healthy nulliparous laboring women: A retrospective cohort study. Birth 2018; 45: 159-168
- 63 Valiani M, Rezaie M, Shahshahan Z. Comparative study on the influence of three delivery positions on pain intensity during the second stage of labor. Iran J Nurs Midwifery Res 2016; 21: 372-378
- 64 Nehbandani SK, Maryam; Keikhaie, Fereshteh; Jahantigh, Farnaz Comparison of the Effect of Hot and Cold Massage at Spleen 6 on Pain Relief During Active Labor Phase: A Clinical Trial. Medical-Surgical Nursing Journal 2019; 8: 1-7
- 65 Gallo RBS, Santana LS, Marcolin AC. et al. Sequential application of non-pharmacological interventions reduces the severity of labour pain, delays use of pharmacological analgesia, and improves some obstetric outcomes: a randomised trial. J Physiother 2018; 64: 33-40
- 66 Mansouri EK, Masoumeh; Aval, Shapour Badiee; Shakeri, Mohammad Taghi; Mirteimouri, Masoumeh Comparison of the Effect of Pressure on Bladder-GV20 and Gallbladder-GV20 on Labor Pain Intensity among the Primiparous Women: A Randomized Clinical Trial. J EVID BASED CARE 2018; 8: 7-16
- 67 Shahoei R, Zaheri F, Nasab LH. et al. The effect of perineal massage during the second stage of birth on nulliparous women perineal: A randomization clinical trial. Electron Physician 2017; 9: 5588-5595
- 68 Hashemi ZSZF, Forghani; Maryam, Heidari; Nosratollah, Masinaei; Hosein, Shahdadi The impact of manual massage on intensity and duration of pain at first phase of labor in primigravid women. International Journal of Medicine Research 2016; 1: 16-18
- 69 Taavoni S, Sheikhan F, Abdolahian S. et al. Birth ball or heat therapy? A randomized controlled trial to compare the effectiveness of birth ball usage with sacrum-perineal heat therapy in labor pain management. Complement Ther Clin Pract 2016; 24: 99-102
- 70 Vaziri F, Arzhe A, Asadi N. et al. Spontaneous Pushing in Lateral Position versus Valsalva Maneuver During Second Stage of Labor on Maternal and Fetal Outcomes: A Randomized Clinical Trial. Iran Red Crescent Med J 2016; 18: e29279
- 71 Haseli A, Ghiasi A, Hashemzadeh M. Do Breathing Techniques Enhance the Effect of Massage Therapy in Reducing the Length of Labor or not? a Randomized Clinical Trial. J Caring Sci 2019; 8: 257-263
- 72 Akbarzadeh M, Vaziri F, Farahmand M. et al. The Effect of Warm Compress Bistage Intervention on the Rate of Episiotomy, Perineal Trauma, and Postpartum Pain Intensity in Primiparous Women with Delayed Valsalva Maneuver Referring to the Selected Hospitals of Shiraz University of Medical Sciences in 2012-2013. Adv Skin Wound Care 2016; 29: 79-84
- 73 Farahmand MK, Elham; Hasanzadeh, Fahimeh; Amooee, Sedigheh; Akbarzadeh, Marzieh The effect of warm compress Bi-stage on pain strength in labor stages and after delivery. International journal of women's health and reproduction sciences 2020; 1: 46-52
- 74 Lin YC, Gau ML, Kao GH. et al. Efficacy of an Ergonomic Ankle Support Aid for Squatting Position in Improving Pushing Skills and Birth Outcomes During the Second Stage of Labor: A Randomized Controlled Trial. J Nurs Res 2018; 26: 376-384
- 75 Gonenc IM, Dikmen HA. Effects of Dance and Music on Pain and Fear During Childbirth. J Obstet Gynecol Neonatal Nurs 2020; 49: 144-153
- 76 Buglione A, Saccone G, Mas M. et al. Effect of music on labor and delivery in nulliparous singleton pregnancies: a randomized clinical trial. Arch Gynecol Obstet 2020; 301: 693-698
- 77 Santana LS, Gallo RB, Ferreira CH. et al. Transcutaneous electrical nerve stimulation (TENS) reduces pain and postpones the need for pharmacological analgesia during labour: a randomised trial. J Physiother 2016; 62: 29-34
- 78 Heidari-Fard S, Mohammadi M, Fallah S. The effect of chamomile odor on contractions of the first stage of delivery in primpara women: A clinical trial. Complement Ther Clin Pract 2018; 32: 61-64
- 79 Tanvisut R, Traisrisilp K, Tongsong T. Efficacy of aromatherapy for reducing pain during labor: a randomized controlled trial. Arch Gynecol Obstet 2018; 297: 1145-1150
- 80 Esmaelzadeh-Saeieh SR, Mitra; Khosravi-Dehaghi, Nafiseh; Torkashvand, Shokufeh The effects of inhalation aromatherapy with Boswellia carterii essential oil on the intensity of labor pain among nulliparous women. Nurs Midwifery Stud 2018; 7: 45-49
- 81 Hamdamian S, Nazarpour S, Simbar M. et al. Effects of aromatherapy with Rosa damascena on nulliparous women's pain and anxiety of labor during first stage of labor. J Integr Med 2018; 16: 120-125
- 82 Schäfers R. Einfluss des Geburtserlebens auf die subjektive Gesundheitseinschätzung von Frauen. GMS Zeitschrift für Hebammenwissenschaft 2015; 2
- 83 Pflege DNfQid. Expertinnenstandard Förderung der physiologischen Geburt: Entwicklung – Konsentierung – Implementierung. Dezember 2014. Aufl. Osnabrück: Hochschule Osnabrück; 2015
- 84 Devane D, Begley CM, Clarke M. et al. Evaluating maternity care: a core set of outcome measures. Birth 2007; 34: 164-172
- 85 Khan K. Chief Editors of Journals participating in The CI. The CROWN Initiative: journal editors invite researchers to develop core outcomes in women's health. BJOG 2016; 123: 103-104
- 86 Duffy J, Rolph R, Gale C. et al. Core outcome sets in women's and newborn health: a systematic review. BJOG 2017; 124: 1481-1489
- 87 Nijagal MA, Wissig S, Stowell C. et al. Standardized outcome measures for pregnancy and childbirth, an ICHOM proposal. BMC Health Serv Res 2018; 18: 953
- 88 Feldman PJ, Dunkel-Schetter C, Sandman CA. et al. Maternal Social Support Predicts Birth Weight and Fetal Growth in Human Pregnancy. Psychosomatic medicine 2000; 62: 715-725
- 89 Friedman EA. The graphic analysis of labor. American Journal of Obstetrics and Gynecology 1954; 68: 1568-1575
- 90 Bonapace J, Gagné G-P, Chaillet N. et al. No. 355-Physiologic Basis of Pain in Labour and Delivery: An Evidence-Based Approach to its Management. Journal of obstetrics and gynaecology Canada: JOGC = Journal d'obstetrique et gynecologie du Canada: JOGC 2018; 40: 227-245
- 91 WHO. Companion of choice during labour and childbirth for improved quality of care. 2016 (91) WHO/RHR/16.10
- 92 WHO. WHO recommendations: Induction of labour at or beyond term. Geneva: World Health Organization; 2018. ISBN: 978-92-4-155041-3
- 93 Norman SM, Tuuli MG, Odibo AO. et al. The effects of obesity on the first stage of labor. Obstetrics and gynecology 2012; 120: 130-135
- 94 Cahill AG, Roehl KA, Odibo AO. et al. Impact of fetal gender on the labor curve. American Journal of Obstetrics and Gynecology 2012; 206: 335.e331-335
- 95 Cheng Y, Hopkins L, Caughey A. How long is too long: Does a prolonged second stage of labor in nulliparous women affect maternal and neonatal outcomes?. American Journal of Obstetrics and Gynecology 2004; 191: 933-938
- 96 Euro-Peristat Project. European Perinatal Health Report. Core indicators of the health and care of pregnant women and babies in Europe in 2015. 2018. www.europeristat.com
- 97 Luo J, Betschart C, Ashton-Miller JA. et al. Quantitative analyses of variability in normal vaginal shape and dimension on MR images. International urogynecology journal 2016; 27: 1087-1095
- 98 Betti L. Sexual dimorphism in the size and shape of the os coxae and the effects of microevolutionary processes. American journal of physical anthropology 2014; 153: 167-177
- 99 Betti L, Manica A. Human variation in the shape of the birth canal is significant and geographically structured. Proceedings Biological sciences 2018; 285
- 100 Gupta JK, Sood A, Vogel JP. Position in the second stage of labour for women without epidural anaesthesia (Review). 2017; 5
- 101 Bastos MH, Furuta M, Small R. et al Debriefing interventions for the prevention of psychological trauma in women following childbirth. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015; CD007194.pub2
- 102 Sandall J, Soltani H, Gates S. et al. Midwife-led continuity models versus other models of care for childbearing women. Cochrane Database of Systematic Reviews 2016; 4
- 103 Egger JW. Das biopsychosoziale Krankheitsmodell in der Praxis: Der lange Weg von der Psychosomatik zur aktuellen biopsychosozialen Medizin. Psychologische Medizin 2008; 19: 12-22
- 104 Kontos N. Perspective: biomedicine--menace or straw man? Reexamining the biopsychosocial argument. Academic medicine : journal of the Association of American Medical Colleges 2011; 86: 509-515
- 105 Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaften (DGHW) (Hgs.): Vaginale Geburt am Termin. Langfassung. Version 1.0. dupiAWMF online (015-083).. 2020. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/015-083l_S3_Vaginale-Geburt-am-Termin_2021-03.pdf
- 106 Bauer NH, Schücking BA, Pohlabeln H. et al Der Hebammenkreißsaal – Ein klinisches Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt. Z Geburtshilfe Neonatol 2011; 215 FV05_01
- 107 Longardt AC, Winkler VP, Pecks U. Perinatale Aspekte der SARS-CoV-2 Infektion. Z Geburtshilfe Neonatol 2020; 224: 181-186
- 108 Wu Z, McGoogan JM. Characteristics of and Important Lessons From the Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) Outbreak in China: Summary of a Report of 72 314 Cases From the Chinese Center for Disease Control and Prevention. JAMA 2020; 323: 1239-1242
- 109 Elshafeey F, Magdi R, Hindi N. et al. A systematic scoping review of COVID-19 during pregnancy and childbirth. International journal of gynaecology and obstetrics: the official organ of the International Federation of Gynaecology and Obstetrics 2020; 150: 47-52
- 110 Medizin DGfP. Aktualisierte Empfehlungen zu SARS-CoV- 2/COVID-19 und Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. 2020
- 111 Sterne JAC, Hernán MA, Reeves BC. et al. ROBINS-I: a tool for assessing risk of bias in non-randomised studies of interventions. BMJ (Clinical research ed) 2016; 355: i4919
- 112 Sterne JAC, Higgins J, Elbers RG. et al. Risk Of Bias In Non-randomized Studies of Interventions (ROBINS-I): detailed guidance. 2016
- 113 Baylis F, Ballantyne A. Hrsg. Clinical Research Involving Pregnant Women. 3. Aufl. Switzerland: Springer; 2016.
- 114 Sackett DL, Rosenberg WMC, Gray JAM. et al. Evidence based medicine: what it is and what it isn't?. BMJ 1996; 312: 71
- 115 Healy D, Mangin D. Does My Bias Look Big in This? In: Baylis F, Ballantyne A, Hrsg. Clinical Research Involving Pregnant Women. 3. Aufl. Switzerland: Springer; 2016: 197-208
- 116 Loytved C. Qualitätsbericht 2015: Außerklinische Geburtshilfe in Deutschland. 1. Aufl. Auerbach: Wissenschaftliche Scripten; ISBN: 978-3-95735-05 2-7 2016
- 117 Page MJ, Moher D, Bossuyt PM. et al. PRISMA 2020 explanation and elaboration: updated guidance and exemplars for reporting systematic reviews. BMJ 2021; 372: n160










