Handchirurgie Scan 2025; 14(04): 237-239
DOI: 10.1055/a-2692-4362
Diskussion
Mittelhand

Mittelhandfrakturen –Vergleich von drei Osteosynthesetechniken

Mittelhandfrakturen, die instabil sind, mit Weichteilverletzungen oder Knochenverlust, einer Torsionsabweichung oder einer Verkürzung einhergehen, werden in der Regel operativ behandelt. Für die Fixierung können Kirschner-Drähte, intramedulläre Schrauben oder Platten genutzt werden. Intramedulläre Schrauben sollen im Vergleich zur Plattenfixierung mit einem besseren funktionellen Outcome einhergehen. Die Studienlage hierzu ist jedoch eher unzureichend.

Fazit

Nach intramedullärer Schraubenfixierung sind zwar die Reoperationsraten geringer und es lassen sich ein besserer DASH-Score und eine höhere Griffkraft erreichen als nach Versorgung mit Kirschner-Drähten oder Platten. Allerdings lagen die DASH-Werte in allen Gruppen innerhalb des altersentsprechenden Normbereichs und die Beweglichkeit kann letztlich mit allen drei Methoden ausreichend wiederhergestellt werden. Zudem werden IMS erst seit kurzem bei Mittelhandfrakturen eingesetzt, deshalb gibt es bei der Studienlage ein deutliches Ungleichgewicht. Ob die intramedulläre Schraubenosteosynthese also auch langfristig von Vorteil ist, bleibt abzuwarten.



Publication History

Article published online:
11 December 2025

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