Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/a-2704-0727
Neuroimaging-Befunde nach Frühgeburt und Koordinationsstörungen im Schulalter
Trotz stetiger Fortschritte der Perinatalmedizin ist die Entwicklungsprognose extrem unreifer Frühgeborener nach wie vor offen. Das Risiko langfristiger neurologischer Störungen ist hoch. Bildgebende Verfahren in der Neonatalperiode, wie die kraniale Sonografie und die kraniale Magnetresonanztomografie, werden zunehmend zur Prädiktion des Outcomes im Kindesalter herangezogen; Studien zeigten eine Korrelation der Bildbefunde mit dem klinischen Resultat.
Mit dem Nachweis der Assoziation zwischen neonatalen zerebralen Bildbefunden und motorischen Entwicklungsstörungen bestätigten Hintz et al. die Resultate bisheriger Studien; sie weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass Defizite auch bei unauffälliger Bildgebung auftreten können. Normale neonatale Bildbefunde dürfen dem Autorenteam zufolge nicht dazu verleiten, extremen Frühgeborenen eine reguläre motorische Entwicklung zu prognostizieren und essenzielle Förderung ggf. zu versäumen.
Publication History
Article published online:
25 February 2026
© 2026. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
