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DOI: 10.1055/a-2742-6340
Arteriovenöse Malformationen – Todesfälle inner- und außerhalb medizinischer Einrichtungen
Zerebrale arteriovenöse Malformationen (AVM) können lebensbedrohlich werden, insbesondere wenn sie zu Blutungen oder epileptischen Anfällen führen. Wie hoch das Risiko ist, an einer AVM zu versterben, wurde bereits in verschiedenen Studien untersucht. Allerdings lag der Fokus hierbei bisher auf Klinikpatienten, während AVM-assoziierte Todesfälle außerhalb einer medizinischen Einrichtung in der Berechnung des Sterberisikos fehlten.
Wenn in Studien nur Klinikpatienten berücksichtigt und die prähospitalen Todesfälle außer Acht gelassen werden, dürfte es nicht zu einer relevanten Fehleinschätzung der AVM-bedingten Mortalität kommen, da diese hauptsächlich von Kliniktodesfällen bestimmt wird. Allerdings wurde möglicherweise bisher die Bedeutung der epileptischen Anfälle unterschätzt, denn diese sind bei Patienten, die außerhalb einer medizinischen Einrichtung plötzlich infolge einer zerebralen Gefäßmalformation versterben, eine häufige Todesursache, waren aber bisher kaum Gegenstand von Mortalitätsuntersuchungen.
Publication History
Article published online:
17 December 2025
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