Die Schenkelhalsfrakturen mit steilem Frakturverlauf stellen vor allem für den jüngeren Patienten, welcher auf eine hüfkopferhaltende Therapie angewiesen ist eine schwerwiegende Verletzung dar. In der vorgestellten Untersuchung trat trotz meist guter Frakturreposition in über einem Viertel der Patienten eine Hüftkopfnekrose ein oder die Frakturheilung blieb aus. Obwohl keine statistische Signifikanz zu finden war, fand sich jedoch ein leichter Vorteil für diejenigen Patienten welche mit einem winkelstabilen Implantat versorgt wurden. Zusammenfassend für die klinische Praxis ist auf eine akkurate Frakturreposition zu achten. Weiterhin stellt dieser Frakturtyp hohe Ansprüche an das Implantat, so dass auf diesem Gebiet weitere Entwicklungsarbeit zu fordern ist.
Dr. Philip Gierer