Nach 2-jähriger Pause war es endlich wieder soweit: DeguDent lud zum 15. Dental-Marketing-Kongress
im Januar nach Frankfurt ein. Seitdem es den Kongress gibt, ist es Wunsch des Veranstalters,
den Zuhörern ihre inneren Kräfte bewusst zu machen und zu mobilisieren. Mit dem diesjährigen
Thema "Inspiration" sollten wieder wichtige Denkanstöße für die Zukunft gegeben werden.
Referenten aus sehr unterschiedlichen Coach- und Marketingbereichen übernahmen die
Aufgabe, bei den Zuhörern die Sinne für neue Perspektiven und Gedanken zu schärfen,
um so die mentale Kraft für etwas Neues schaffen. Drei Referenten haben mich besonders
beeindruckt. Gerhard Conzelmann, Präsident des internationalen Shaolin-Instituts,
Wiesbaden, zeigte mit dem jungen Shaolin-Mönch Shi Yan Yan welche mentalen Kraftquellen
uns zur Verfügung stehen, um Körper, Energie und Geist zu trainieren. Nach kurzer
Meditation war Shi Yan Yan in der Lage, eine Eisenstange auf dem Kopf zu zerbrechen
oder einen Stab mit scharfer Spitze mit dem empfindlichen Bereich unterhalb seines
Kehlkopfes zu verbiegen. Die mentale Kraft, also das, was wir denken, ist die Schwingung
und Energie, die uns durch das Leben führt: "Was du denkst, das bist du, was du denkst,
das wirst du. Wo der Geist ist, dahin wird der Körper folgen."
Mit Pater Anselm Grün war ein Referent eingeladen, der durch seine Bücher dem Publikum
bestens bekannt war. Mit einfachen Beispielen erklärte er, wie Bilder, die wir im
Kopf haben, unser Handeln beeinflussen. So sollen wir genau hinschauen, mit welchem
Bild wir zur Arbeit gehen. Es entscheidet über Motivation oder Demotivation für den
Tag. Es müssen gute Bilder sein, die aus dem Glauben, der Liebe und dem Vertrauen
auf sich und Gott entstehen können.
Boris Grundl, der seit einem Klippensprung querschnittsgelähmt ist und im Rollstuhl
sitzt, berührte das Auditorium mit seinem Vortrag "Steh auf - und werde der Beste,
der Du sein kannst" ganz besonders. Der eloquente Motivationstrainer und ehemalige
Paralympics-Teilnehmer empfahl, sich keinen Zwang zu Visionen aufzuerlegen. Das würde
nur unter Druck setzen. Doch müssen Veränderungsprozesse entweder "erzwungen", wie
bei ihm, oder am besten bewusst angenommen werden, um inspiriert zu werden für neue
Wege.
Hintergründig, aber auch sehr kurzweilig gelang es den Rednern, die 700 Teilnehmer
in ihren Bann zu ziehen. Der Funke der Inspiration sollte überspringen. Dieser Wunsch
des Veranstalters ist sicher in Erfüllung gegangen.
ZWR/Gi