Lounge oder Relaunch?
Liebe Leserinnen und Leser,
wie Sie sehen, erscheint die DO in neuem Gewand: übersichtlicher, bunter, verjüngt
mit neuer Start-Rampen-Energie. Manche werden sagen: Das wurde aber auch Zeit. Auch
Verlag und Herausgeber waren der Meinung, dass nach 8 Jahren selbst das beste Schuhwerk
abgetragen ist. Wir hoffen, dass jene, denen das bisherige Outfit lieb und zeitlos
anschmiegsam wie ein durchgewetztes Schlaf-T-Shirt geworden war, den bisherigen Ausgaben
einen Ehrenplatz einräumen und sich für eine neue Erfahrung öffnen.
Die DO findet mit dem Relaunch auch einen neuen Platz im Verlagsgefüge. Durch den
Wechsel von Hippokrates zu Haug befinden wir uns in guter Gesellschaft mit anderen
renommierten Zeitschriften. Osteopathie gehört in das Spannungsfeld von klinischer
Erfahrungswissenschaft, Naturheilkunde, angewandter Human- und Naturwissenschaft.
Dieses macht die innere Dynamik der DO aus und spiegelt sich nun auch in ihrem Verlagsumfeld
wider.
Jenen, die sich der DO im Lounge-Modus widmen, können wir versichern: Keine Sorge,
in der DO wird es weiterhin bequem zugehen. Schon beim ersten Blättern auf der Couch
werden Sie Interessantes und Wissenswertes aus der osteopathischen Welt erfahren:
Interviews mit Persönlichkeiten der osteopathischen Welt oder jenen, die ihr kritischen
Respekt zollen, aktuelle Kurzmeldungen aus Gesundheitspolitik und Forschung sowie
Berichte der DO-Korrespondenten zur Berufspolitik im In- und Ausland. In der Rubrik
Service präsentieren wir osteopathische Konzepte, Lesetipps sowie Informationen über
Veranstaltungen und Fortbildungen.
Falls Sie zu jenen gehören, die sich gleich auf schwergewichtige Fragen der osteopathischen
Praxis und Philosophie stürzen, werden Sie durch das neue Farbleitsystem zielsicher
am Klatsch und Tratsch vorbei zu den Rubriken Spektrum und Praxis geführt. Die Fachbeiträge
bringen Sie direkt ins Zentrum des Schwerpunktthemas. Wir wiederholen Grundlagen der
Anatomie und beleuchten neue Forschungen. Kernstück sind Beiträge, die sich mit den
konzeptuellen und klinischen Fragen befassen. Hier finden sich osteopathische Überlegungen
in der vollen Spannbreite unserer Profession: von der angewandten Physiologie über
die Phänomenologie, Psychologie, Semiologie, Form und Funktion, Therapiestrategien
und praxisnahe Tipps bis zu konkreten Behandlungstechniken. Aber auch Fragen rund
um die Praxisorganisation werden kompetent angesprochen. Die Patienteninfo wird weiterhin
versuchen, osteopathische Themen in einer den Patienten verständlichen Sprache hautnah
darzustellen.
Die Osteopathie im deutschsprachigen Raum hat sich in den letzten Jahren entwickelt,
ist vielfältiger, selbstbewusster, begründeter und reflexiver geworden. All dem wird
die DO weiterhin ein Forum sein. Dabei liegen uns die Offenheit für Zwischentöne ebenso
am Herzen wie die pointierte Darstellung von Positionen. Die DO ist eine Zeitschrift
von Osteopathen für Osteopathen, wir wollen keine Plätze und Themen besetzen, sondern
das Feld für die kontroverse Diskussion öffnen. Wir laden dazu ein, uns durch Ideen
und Texte zu unterstützen.
Zu guter Letzt hat die DO seit letztem Jahr ein weiteres Triebwerk: Thorsten Fischer
unterstützt als Mitherausgeber durch Rat und Tat die neuen Schritte.
Die Herausgeber