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DOI: 10.1055/s-0030-1266024
Akutbehandlung des Alkoholentzugs


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Beim Alkoholentzugssyndrom handelt es sich um ein vegetatives Syndrom mit breitem Symptomkomplex, das unbehandelt zu schweren Komplikationen wie Grand-Mal-Anfälle oder Delirium tremens führen kann.
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Der Schweregrad und die medikamentöse Behandlungsnotwendigkeit des Alkoholentzugssyndroms kann bei einer stationären Therapie standardisiert mit der CIWA-Ar-Skala, die AES-typische psychopathologische und somatische Items und Parameter misst, eingeschätzt werden.
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Eine Behandlung von Entzugssymptomen ist nicht zwingend durch eine vollstationäre Therapie notwendig. Bei der Einhaltung bestimmter Kriterien ist auch ein ambulanter Alkoholentzug möglich.
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Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass der sog. „Kindling”-Effekt über neuronale Sensitivierungs-Mechanismen zu sukzessiv immer schwererem und komplikationsreicherem Alkoholentzug führt, sodass das Anstreben einer möglichst geringen Anzahl von Entgiftungsbehandlungen eine wesentliche Behandlungsmaxime in der Behandlung alkoholabhängiger Patienten darstellen sollte.
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Da sich rein körperlicher Alkoholentzug („Entgiftung”) hinsichtlich einer dauerhaften Abstinenz als wenig wirksam gezeigt hat, sollten Patienten mit einem qualifizierten Alkoholentzug in spezialisierten Einrichtungen behandelt werden.
Publication History
Publication Date:
23 February 2011 (online)
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York