Transfusionsmedizin 2011; 1: 1-13
DOI: 10.1055/s-0031-1271583
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Regenerative Zelltherapie: Nabelschnurblutstammzellen

G. Kögler1
  • 1Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika, Universitätsklinikum Düsseldorf
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Publication Date:
14 September 2011 (online)

Zusammenfassung

Die hämatopoetische Stammzelltransplantation mit einem unverwandten Nabelschnurblut (Cord Blood; CB) ist aufgrund der Doppel-CB-Transplantation international auf dem Weg, sich als Standardtherapie für maligne Erkrankungen zu etablieren. Dies hat die Verfügbarkeit allogener Spender für Patienten erweitert, die aufgrund fehlender Gewebekompatibilität nicht mit Knochenmark bzw. PBSZ (peripheren Blutstammzellen) transplantiert werden. CB ist auf­grund des Gehalts an Vorläuferzellen unterschiedlicher Gewebe eine Ausgangsquelle für Einsatzgebiete in der regenerativen Medizin. Aus dem CB isolierte endotheliale Zellen, USSC (unrestringierte somatische Stammzellen) und MSC (mesenchymale Stammzellen) besitzen ein größeres proliferatives Potenzial, längere Telomere und hohe genetische Stabilität im Vergleich zu adultem Gewebe. Dies macht sie zu geeigneten Kandidaten für die Reprogrammierung zu induzierten, pluripotenten Stammzellen (iPS) und die Transdifferenzierung. Ziel dieses Artikels ist eine realistische Einschätzung der Perspektiven der Regeneration von Knochen, Knorpel, Herz, Leber und neuralen Zellen. 

Literatur

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Prof. Dr. rer. nat. G. Kögler

Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika · Universitätsklinikum, Heinrich-Heine-Universität

40225 Düsseldorf

Moorenstraße 5

Email: koegler@itz.uni-duesseldorf.de