Gefäßverletzungen bergen neben der vitalen Bedrohung durch eine
schwerwiegende Blutung die Gefahr irreversibler Sekundärschäden an
Extremitäten und Organen durch Ischämie. Diese können so gravierend sein,
dass eine funktionsgerechte Rehabilitation unmöglich wird. Bei ca. 1–4 % der
Unfälle tritt eine Gefäßverletzung auf, bei Polytraumen erhöht sich der
Anteil auf 7–10 %. Ein Drittel der Gefäßverletzungen ist jedoch iatrogen
verursacht und erfolgt im Rahmen radiologischer oder kardiologischer
Diagnostik und Intervention oder bei operativen Eingriffen.