Die Injektion von Botulinumtoxin A in den überaktiven Detrusor wird für diese Indikation zunehmend häufiger eingesetzt. Wie Sie eine mögliche Blutung aus einem Stichkanal vermeiden, verrät Ihnen unser Autor im folgenden Tipp.
Aufgrund der minimalen Invasivität wird der Eingriff oft in einem Endoskopieraum ohne Möglichkeit zur Elektrokoagulation durchgeführt. Daher kann eine Blutung aus einem Stichkanal zu einem Problem werden. Die Lösung ist, eine Injektions- Nadel zu verwenden, bei der die eigentliche Nadel beim Einführen durch einen Plastiktubus gesichert ist, aus dem die Nadel in der Blase vorgeschoben werden kann. Bei einer Blutung kann die Nadel dann wieder in den Tubus zurückgezogen und die Blutung mit dem Tubus komprimiert werden (‣ Abb. [
1
]). Bisher wurden mit dieser Technik alle Blutungen beherrscht, eine Nachkoagulation war nicht nötig.
Abb. 1 Kompression der Blutungsquelle mit dem Tubus. Im Tubus ist noch die zurückgezogene Nadel sichtbar.
Prof. Dr. Jürgen Pannek, Nottwil / Schweiz