PiD - Psychotherapie im Dialog 2013; 14(03): 30-33
DOI: 10.1055/s-0033-1353814
Aus der Praxis
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Was bedeutet Depression aus systemischer Sicht?

Depressives Verhalten als interaktionelles Phänomen
Eia Asen
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Publication Date:
01 October 2013 (online)

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Aus systemischer Sicht ist „Depression“ primär nicht eine Erkrankung, sondern wird erst einmal als ein kultur- und gesellschaftsspezifisches Konstrukt betrachtet. Es sollte kontextuell verstanden und ­entsprechend behandelt werden. In der Praxis bedeutet das, dass Kinder, Partner und andere Familienmitglieder, wie auch die ­Großfamilie, Freunde und Helfersysteme aktiv in die therapeutische Arbeit ­einbezogen werden, um „Depressives Verhalten“ (nicht „Depression“) in Beziehungskontexten zu verändern.