Radiopraxis 2013; 06(04): 235-237
DOI: 10.1055/s-0033-1359011
Verbandsnachrichten
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Mitteilungen des RTaustria

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Publication Date:
09 December 2013 (online)

 

Erfolg für MTD-Austria! Großer Dank an alle Unterstützer!

Erfreuliche Wende im Ringen um den Auftrag zur Listenführung: GBRegG von Salzburg und Niederösterreich gestoppt!

Das Mitte dieses Jahres verabschiedete Gesundheitsberuferegister-Gesetz wird nun doch nicht in Kraft treten: zwei Bundesländer, Niederösterreich und Salzburg, haben ihr Veto eingelegt.

Damit sind wieder alle Möglichkeiten offen: Es muss neu verhandelt werden.

Mitte Juli wurde im Parlament ein Gesetz verabschiedet, in dem die Registrierung der MTD-Berufe durch die Arbeiterkammer vorgesehen ist. Sowohl seitens des Dachverbands der gehobenen medizinischen-technischen Dienste Österreichs (MTD-Austria), unter Präsidentin Gabriele Jaksch, als auch seitens aller Berufsverbände gab es seit langem erhebliche Vorbehalte gegen diesen Vorschlag, die sich zuletzt u. a. in massiven Protesten zahlreicher Berufsangehöriger äußerten. Tatkräftige Unterstützung bekamen die MTD-Berufe dabei von sämtlichen Oppositionsparteien sowie auch von einzelnen Abgeordneten der Regierungsparteien; allen voran Frau Claudia Durchschlag, selbstständige Physiotherapeutin in Oberösterreich und Mitglied im parlamentarischen Gesundheitsausschuss. Als Nationalrätin und Kennerin der politischen Szene ist sie auch mit den Zielen und Forderungen der MTD-Berufe bestens vertraut und vertritt diese im Parlament. Ihr Rat und ihre Einsatzbereitschaft sind uns eine unschätzbare Hilfe!

Unsere gegenüber allen Parteien geäußerten fundamentalen Bedenken führten zu einer intensiven parlamentarischen Debatte, sodass eine Vielzahl von Abgeordneten sowohl im National- als auch im Bundesrat ihre Zustimmung zum Gesetz verweigerte. Trotz dieser breiten Ablehnung und den Protesten der MTD-Berufe fand sich innerhalb der Regierungsparteien (SPÖ und ÖVP), eine Stimmenmehrheit für das GBRegG.

Umso mehr begrüßt auch Frau Michaela Rosenblattl, Präsidentin von RTaustria, die Entscheidung der Bundesländer Niederösterreich und Salzburg, ihr Veto gegen das Gesetz einzulegen.

Wie geht es nun weiter?

Das Veto der Bundesländer bewirkt, dass das betreffende Regelungsvorhaben den gesamten Gesetzwerdungsprozess nochmals durchlaufen und in der kommenden Legislaturperiode neu verhandelt werden muss: dies eröffnet neue Möglichkeiten, unsere Anliegen entsprechend einzubringen.

Konkret werden wir versuchen, diese im Aktionskatalog der kommenden Regierung zu verankern. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen – und sie sind nicht zuletzt den persönlichen Stellungnahmen geschuldet, in denen sich unzählige betroffene MTD-Mitglieder zum Thema Registrierung positioniert haben!

Durch dieses energische Engagement hat eine Sensibilisierung in der Politik stattgefunden, wie es sie offensichtlich schon lange nicht mehr gab.

Das ganze Gewicht unserer ExpertInnengruppen und Erfahrung auf dem politischen Parkett ist notwendig, um unsere berechtigten Interessen und gesundheitspolitisch sinnvollen Forderungen an den richtigen Stellen zu platzieren; ebenso und v. a.(!) das gemeinsame Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen FunktionärInnen der MTD-Berufe, deren Bedeutung nicht genug betont werden kann!

Vielen Dank!

Mag. Gabriele Jaksch, Präsidentin MTD-Austria


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Save the Date: RTaustria Kongress 20149. – 10. Mai 2014 in Graz, Leitthemen: Notfallradiologie und Interventionen

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Die Podiumsvorträge werden sich an den Leitthemen orientieren. Daneben werden Workshops angeboten. Wohlfühlhotel Novapark Graz, Adresse: Fischeraustraße 22, 8051 Graz und im Web: www.novapark.at. Mehr dazu erfahren Sie auf www.radiologietechnologen.at.


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Rückblick 2013

Berufspolitik

Die berufliche Interessensvertretung ist eine wesentliche Aufgabe Ihres Berufsverbandes.

Wir konnten im Jahr 2013 mithilfe einer rechtsanwaltlichen Vertretung erreichen, dass in mindestens drei Gesundheitseinrichtungen zukünftig Radiologietechnologinnen und -technologen eingesetzt werden. Bisher war in den betreffenden Einrichtungen nicht qualifiziertes Personal im Patientenbetrieb – schon aus Sicht des Patientenschutzes wurde unser Verband aktiv.

2013 wurden in Österreich 10 Rahmengesundheitsziele definiert, diese orientieren sich an den Zielen der WHO. In Bezug zur Berufsgruppe können mindestens zwei Ziele relevant sein:

  • Ziel 1: Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen. „Daher ist es von zentraler Bedeutung, die Lebens- und Arbeitswelten der Menschen so zu gestalten, dass diese gesundheitsförderlich sind und die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben möglich ist.“ Zu einer qualitätsvollen Arbeitsbedingung gehört unserer Meinung, dass der Radiologietechnologische Prozess (von der Anmeldung bis zur Versorgung nach der Untersuchung) optimiert wird. Es ist darauf zu achten, dass wieder die Qualität und nicht die Quantität im Vordergrund steht. Momentan scheint es in die Richtung „hoher Patientendurchsatz“ zu gehen. Ungeachtet ob andere Parameter oder Sequenzen oder dergleichen zu einem optimierten Ergebnis beitragen können. Im Vordergrund steht die Zahl der Untersuchungen. Die Arbeitslast, die auf Radiologietechnologen liegt, ist enorm und wir befinden uns immer in der ethischen Schere – wie schnell gegen wie gut.

Das passt sehr gut zum Gesundheitsziel 10:

  • Ziel 10: Qualitativ hochstehende und effiziente Gesundheitsversorgung für alle nachhaltig sicherstellen. „Gute Arbeitsbedingungen der Gesundheitsberufe können einen wesentlichen Beitrag zu einer qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung leisten.“

Fortbildungen

RTaustria baut seit 2013 ein Bildungsreferat auf. Ziel ist systematisch zertifizierte Fortbildungen für die Kollegenschaft anzubieten. Diese werden mit Fortbildungspunkten bewertet und sollen alle Berufskolleginnen und -kollegen ansprechen aber auch „Umsteiger“ und „Wiedereinsteiger“. Also Kolleginnen, die vielleicht von der Diagnostik in die Therapie oder Nuklearmedizin wechseln wollen, bzw. Kolleginnen, die nach der Baby-Karenz wieder einsteigen wollen.

Rückblick Erstellerkurse

Mammografiescreening, die unendliche Geschichte. Ursprünglich sollte das systematische Früherkennungsprogramm am 1. April 2013 starten, wurde dann auf 1. Oktober 2013 ausgerichtet und findet jetzt noch immer nicht statt.

Der Verband der Radiologietechnologinnen und -technologen Österreichs übernahm für die Fortbildung der Mammografieersteller die Verantwortung und hat ein Bildungskonzept für die theoretischen und praktischen Teile des Erstellerkurses erarbeitet. Radiologietechnologen und medizinisch-technische Fachkräfte sind im Brustkrebs-Früherkennungsprogramm für die Erstellung der Mammografieaufnahmen verantwortlich.

Um eine flächendeckende Versorgung unter dem Aspekt der einheitlichen Information und Qualität für alle Berufsgruppen, die mit der Erstellung von Mammografien betraut sind, zu gewährleisten, hat RTaustria ein Fortbildungskonzept entwickelt. Die Lehrinhalte sind im „Qualitätsstandard Brustkrebs-Früherkennung 2011“ [Öbig 2011, im Auftrag der Bundesgesundheitskommission] und im Konzept Schulung „Ersteller“ festgelegt und von der politischen Steuerungsgruppe beschlossen. Der Erstellerkurs ist gemeinsam mit dem Multidisziplinären Kurs die Voraussetzung für die Anfertigung von Mammografieaufnahmen im Screening.

Der Erstellerkurs richtet sich als fachspezifische Fortbildung nur an Radiologietechnologinnen und -technologen und medizinisch-technische Fachkräfte. Er gliedert sich in einen theoretischen und praktischen Teil, in welchem Einstelltechnik an einem Modell und die im Mammografie-Screening vorgeschriebenen technischen Qualitätssicherungsverfahren (EUREF-TQS) direkt am Gerät demonstriert und geübt werden. Es ist eine 100-prozentige Anwesenheit des Teilnehmers erforderlich um ein Teilnahmezertifikat zu erhalten.

E-Learning

Die theoretischen Inhalte werden über E-Learning vermittelt. Die einzelnen Kapitel können in der vorhergesehenen Reihenfolge oder wie vom Kursteilnehmer gewünscht durchgearbeitet werden, mit beliebigen Wiederholungen. Jedes Kapitel schließt mit einer Lernerfolgskontrolle ab. Diese Kontrolle dient dem Teilnehmer als Wissensüberprüfung und gleichzeitig als Nachweis, dass alle Kapitel durchgearbeitet wurden. Nach erfolgreichem Absolvieren des Theorieteils wird man zum Praxisteil zugelassen.

560 Personen in 16 approbierten Kursen in ganz Österreich in den Monaten März bis Juni 2013.

Unser Mammografie-Team und RTaustria erhielten für die Organisation ein sehr gutes Feedback. Ergebnis Kursevaluation: 92 % – Ich würde den Kurs weiterempfehlen.

Michaela Rosenblattl, Präsidentin RTaustria


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Danke Thomas Himmler

RTaustria ist kein Selbstzweck – es arbeiten Radiologietechnologen für Radiologietechnologen. (Männliche Form gilt für die weibliche Form.) Wir sind zu 90 % ehrenamtlich tätig. Daher kommt es immer wieder einmal vor, dass aus Zeitgründen eine Pause in der Verbandsarbeit eingelegt wird. Aus diesem Grund müssen wir uns auch leider vorläufig von Thomas Himmler, MSc, verabschieden. Er hat versprochen mit uns in regem Austausch zu bleiben und uns gegebenenfalls wieder ein Stück zu begleiten. Vielen herzlichen Dank für die geleistete Arbeit und die unzähligen Nächte, in denen auch z. B. Artikel zur Radiopraxis oder zum Newsletter entstanden sind.

Lieber Thomas – alles Liebe und Gute – für dich und deine Famlie.


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Auf Wiedersehen Sasa Jakic, Katja Frick und Silvia Bauer

Auch Sasa Jakic verabschiedet sich aus der aktiven Mitarbeit und aus der Verantwortung für die Berufskolleginnen und -kollegen in Oberösterreich. Auch dir alles herzlich Gute für deine privaten Vorhaben. Vielen Dank für die Zusage, uns weiterhin zu helfen und uns für Fortbildungen zur Verfügung zu stehen.

Auch bei Katja Frick möchte ich mich im Namen von RTaustria herzlich für die jahrlange Betreuung Kärntens bedanken. Du bist und warst uns eine sehr große Hilfe bei so manchem Vorhaben. Alles Liebe für die Zukunft. In Kärnten übernimmt Mag. Hubert Höfernig die gesamten Agenden in Kärnten.

Liebe Silvia, vielen herzlichen Dank auch für deine jahrelange Treue und Arbeitskraft für die Berufsgruppe im Verband. Deine Agenden in Burgenland übernimmt jetzt zur Gänze Anita Filipp, M. A. Vielen Dank auch für die Zusage, uns weiterhin helfend zur Seite zu stehen! Alles Liebe für die Zukunft.


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Willkommen Margot Hackl, Referentin Oberösterreich

Ein herzliches Willkommen an Margot Hackl. Sie wird zukünftig die Agenden der Referatsleitung im Bundesland Oberösterreich übernehmen. In der MTD-Arbeitsgruppe in Oberösterreich vertritt Margot Hackl unsere Berufssicht.
Vielen lieben Dank für die Bereitschaft, trotz dreifacher Mutterschaft und engagierter Berufsausübung bei uns im RTaustria-Team mitzumachen.

Wir freuen uns, dich willkommen zu heißen.

Margot Hackl

2007 Diplomierung zur Radiologietechnologin.

Seit 2008 bin ich in der Ordination Dr. Loidl (Gmunden) in den Bereichen konventionelles Röntgen und Mammografie tätig. Derzeit bin ich in Karenz.

Ich bin sehr daran interessiert unser Berufsbild weiterzuentwickeln und habe mich daher entschlossen, mich in der nächster Zeit für meine Kolleginnen und Kollegen berufspolitisch zu engagieren.


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Österreichisches Brustkrebs-Früherkennungsprogramm – Verschiebung des Programmstartes

Das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm „früh erkennen“ konnte, obwohl bis zuletzt intensiv verhandelt wurde, nun doch nicht wie geplant, am 1. Oktober 2013 starten.

Grund für die Verzögerung ist, dass bei Vertragshandlungen keine Einigung zwischen Sozialversicherungen und Ärztekammern in zwei Bundesländern erzielt werden konnte. Der Programmbeginn verzögert sich nun um mindestens ein Quartal.


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Weihnachts- und Neujahrsgruß

Wir wünschen all unseren Mitgliedern und Berufskolleginnen und -kollegen ein schöne Adventzeit, frohe Weihnachten und alles Gute für 2014.

Geschäftsstelle:

RTaustria – Verband der Radiologiechnologinnen und -technologen Österreichs
Johannes-Gutenberg-Straße 3
2700 Wiener Neustadt
Österreich
Tel.: + 43 (0) 664 14 44 060
Fax: + 43 (0) 2638 77303
E-Mail: office@radiologie-technologen.at
Facebook: www.facebook.com/RTaustria


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