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DOI: 10.1055/s-0034-1371435
Wundheilung – Birkenextrakt fördert Regeneration
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
10. März 2014 (online)
Aus der Birke gewonnene Extrakte sorgen dafür, dass sich verletzte Haut schneller wiederherstellt. I. Merfort et al. haben nun in einer Studie, die im Januar in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde, auf molekularer Ebene geklärt, wie diese wundheilende Wirkung zustande kommt.
Rindenextrakt stabilisiert die mRNA
In der 1. Phase der Wundheilung schütten die verletzten Hautzellen bestimmte Stoffe aus, die zu einer vorübergehenden Entzündung führen. Sie locken Fresszellen an, die eingedrungene Bakterien sowie totes Gewebe beseitigen. Die Freiburger Wissenschaftler stellten fest, dass der Birkenkorkextrakt und besonders dessen Hauptbestandteil Betulin die Anzahl dieser Entzündungsstoffe vorübergehend erhöhen. Der Naturstoff aktiviert Proteine, die die Halbwertszeit von mRNA verlängern. Dadurch verdreifacht sich die Zeit, in der die mRNA eines bestimmten Botenstoffs stabil ist. Dieser sorgt dafür, dass mehr von dem jeweiligen Protein, hier von den Entzündungsstoffen, hergestellt werden kann. Der Birkenkorkextrakt und Betulin stabilisieren darüber hinaus auch die mRNA weiterer Botenstoffe.
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Zellen wandern schneller in die Wunde
In der 2. Phase der Wundheilung wandern die Zellen der Haut und schließen die Verletzung. Der Birkenkorkextrakt und seine Bestandteile Betulin sowie Lupeol aktivieren Proteine, die am Umbau des Aktin-Zytoskeletts beteiligt sind. Dieses gibt der Zelle mithilfe des Strukturproteins Aktin ihre Form. Auf diese Weise bewirken die Stoffe aus der Birke, dass Keratinozyten, die in der oberen Hautschicht hauptsächlich vertretenen Zellen, schneller in die Wunde wandern und sie ausfüllen können.
Nach einer Mitteilung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
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