Einleitung:
Sinunasale Plattenepithelkarzinome sind mit 3% aller Kopf-Hals-Tumore eine äußerst seltene Tumorentität. Bisher konnten bisher keine eindeutigen Risikofaktoren für deren Tumorentstehung nachgewiesen werden, wobei humanpathogene Viren immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.
Material und Methoden:
Bisher konnten 33 europäische Zentren mit ca. 1500 Fällen in die retrospektive Multicenter Studie eingeschlossen werden. Hier wurde nun das Tumorgewebe der ersten 200 Patienten immunhistologisch auf die Expression des EBV-spezifischen Antigens LMP-1 und des Surrogator Markers für HPV p16 untersucht. Zusätzlich wurde an den Geweben eine in situ-Hybridisierungen auf EBV und HPV durchgeführt. Als HPV und EBV positiv wurden nur die Fälle gewertet, die in beiden Methoden ein positives Ergebnis zeigten.
Ergebnisse:
HPV positive Fälle wurden in ca. 44% der Fälle gefunden, während EBV in 12% positiv war. Bei der Korrelation mit den klinischen Daten zeigte sich eine Signifikanz für das Vorliegen einer viralen Infektion mit dem Metastasierungverhalten.
Schlussfolgerung:
Wir erhoffen uns durch die Auswertung dieses europäischen Kollektives eine Therapieempfehlung für sinunasale Karzinome ableiten zu können.