Zielsetzung:
Aufgrund ihrer Größe werden herkömmliche superparamagnetische Eisenoxidnanopartikel
nicht über die Nieren ausgeschieden sondern in der Leber und Milz eingelagert und
abgebaut. Wir haben SPIO entwickelt und erzeugt, die einen hinreichend kleinen Durchmesser
besitzen, so dass sie renal ausgeschieden werden können und ihre Eignung als MRT-Kontrastmittel
in Mäusen untersucht.
Material und Methoden:
Die SPIO bestehen aus einen –3 nm großen Maghemitekern und einem –2nm dicken hydrophilen
zwitterionischen Hülle. Untersuchungen wurden in vier narkotisierten Mäusen an einem
präklinischen MRT (7T ClinScan) mit einer Volumenspule durchgeführt. Während der 30-minütiger
T1-gewichteten dynamischen 3D Gradientenechosequenz wurde eine Dosis von 0.2 mmol/kg
in die Schwanzvene injiziert. (FOV 51 mm, Matrix 256*152, 104 Schichten mit 220 µm
Dicke, TR 6 ms, TE 2 ms, Flipwinkel 30 °). Die zeitliche Auflösung betrug 46 Sekunden
bei einer Voxelgröße von 195*195*220 µm3. Der zeitliche Verlauf der Blasenfüllung wurde volumetrisch erfasst und es wurden
Angiogramme angefertigt. Für eine Abschätzung der Plasmahalbwertszeit wurde die Signaländerung
mit einer zeitlichen Auflösung von 1.9 s im linken Ventrikel während eines 16 minütigen
dynamischen T2*-gewichteten 2D Gradientenechosequenz erfasst.
Ergebnisse:
Ein signifikanter Signalanstieg wurde direkt nach der Injektion in den T1-gewichteten
Bildern in der Aorta, der Vena Cava, den Lebergefäßen so wie in den Nieren beobachtet.
Angiogramme konnten in guter Qualität angefertigt werden. Nach 5 Minuten zeigte sich
eine Signalanhebung in der Blase mit einer Füllrate von 3µL/min. Die Plasmahalbwertszeit
wurde auf ungefähr 20 Minuten abgeschätzt.
Schlussfolgerungen:
Eine neue Klasse von SPIO kann für angiografische Zwecke und potentiell für Perfusionsstudien
eingesetzt werden. Diese neuen außerordentlich kleinen SPIO zeigen eine renale Clearance
und damit einen verminderte Speicherung im Körper. Sie können wohlmöglich als Gadoliumersatz
dienen.