Zielsetzung:
Ziel der Studie ist die Beurteilung der Darstellungsqualität von anatomischen Strukturen
bei HNO-Fragestellungen am kindlichen Felsenbein sowie der Dosisvergleich zwischen
der DynaCT und der MSCT.
Material und Methodik:
Es wurde retrospektiv das Felsenbein von 16 mittels DynaCT und 20 mittels MSCT untersuchten
Kindern zwischen 0 und 17 Jahren bezüglich der Bildqualität verglichen. Dabei wurden
sechs HNO-relevante Felsenbeinstrukturen anhand einer dreistufigen Likert-Skala durch
drei Auswerter analysiert. Pro Datensatz wurde ein Summenscore errechnet, der sich
aus den Punkten für die Beurteilbarkeit der untersuchten Strukturen ergab. Der Dosisvergleich
zwischen 19 DynaCT und 40 MSCT vom Felsenbein bei pädiatrischen Patienten (0 – 17J)
erfolgte in 5 Altersgruppen. Zur Optimierung wurden das Dosis-Flächen-Produkt (µGym2) und das Dosis-Längen-Produkt (mGycm) in effektive Dosis (mSv) umgerechnet. Die Signifikanz
der Dosiswerte wurde mittels eines Mann-Whitney-U-Tests überprüft.
Ergebnisse:
Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Untersuchungsmethoden
in Bezug auf die Bildqualität und die diagnostische Aussagekraft. Bei der Beurteilbarkeit
der Mittelohrknochen lies sich der Trend erkennen, dass die MSCT (Mittelwert = 2,75;
Standardabweichung = 0,63) gegenüber der DynaCT (Mittelwert = 2,56; Standardabweichung
= 0,8) Vorteile bezüglich der Bildqualität aufwies. Dieser Trend konnte nicht als
signifikant nachgewiesen werden (T =-1,112; p = 0,27). Beim Dosisvergleich ist die
DynaCT aus Strahlenexpositionsgründen bei Kindern zwischen 2 und 6 Jahren deutlich
überlegen (Effektstärke r > 0,5). Bei den Altersgruppen < 2J. und > 6J. wurden zwar
tendenziell niedrigere Dosiswerte festgestellt, die sich aber als nicht signifikant
erwiesen.
Schlussfolgerungen:
Die Dyna-CT stellt eine gute Alternative dar, die bei geringerer Strahlenexposition
eine vergleichsweise ähnliche Bildqualität bei erhaltener diagnostischer Aussagekraft
bietet.