Ziel/Aim Ziel dieser prospektiven Pilotstudie ist es, den Einfluss einer frühzeitigen Diagnosesicherung
nach Biomarkerkriterien (PET/MRT) bei kognitiven Störungen unklarer Ätiologie auf
das Patientenmanagement (Therapieplan) und anderer patientenrelevanter Behandlungsergebnisse
zu ermitteln.
Methodik/Methods Versorgung in Berlin und Brandenburg. Insgesamt wurden 41 Patienten in 7 Zentren
(niedergelassene Psychiater und Neurologen) mit Spezialisierung im Bereich Demenz
eingeschlossen. Die Diagnostik nach Biomarker-Kriterien mit Amyloid-PET wurde an 1
Zentrum durchgeführt. Insgesamt sind pro Patient 5 study-visits geplant worden, pre-study-visit
1 = Baseline-Untersuchung; pre-study-visit 2 = Auswertung der Diagnostik nach klinischen
Kriterien, dann Entscheidung zur Diagnostik nach Biomarker-Kriterien; study- visit
3 = Auswertung der Untersuchung nach Biomarker-Kriterien und Anpassung des Therapieplanes.
2 visits nach 12 bzw. 24 Monaten. Die Beobachtungsdauer/Patient beträgt 24 Monate.
Ergebnisse/Results Die Interimsanalyse der 41 eingeschlossenen Patienten zeigte, dass bei bis zu 40 %
die Verdachtsdiagnose nach klinischen Kriterien, die aus dem neuropsychologischen
Instrumentarium und der MRT-Bildgebung bestand, nach Durchführung der PET/MR geändert
wurde, bei der Mehrheit wurde eine AD ausgeschlossen mit entsprechenden therapeutischen
Konsequenzen.
Schlussfolgerungen/Conclusions Diese vorläufigen Ergebnisse einer regionalen, multizentrischen Versorgungsstudie
weisen auf ein großes Potenzial der PET/MR in der (Ausschluss-)- Diagnostik der AD
mit therapeutischen Konsequenzen hin.