Einleitung Es ist bekannt, dass ein systematisch durchgeführtes Riechtraining das Riechvermögen bessern kann. Wir konnten zeigen, dass ein sog. Ganzkörper-Riechtraining unter möglichst natürlichen, alltäglichen Bedingungen eine Riechverbesserung bewirkt. Dazu verwendeten wir eine besondere Rauminstallation („Osmodrama- Smeller 2.0), in welcher bis zu 64 verschiedene Düfte erzeugt werden können. Die aktuelle Fragestellung war, ob Langzeiteffekte der Duftexposition auf das Riechvermögen mehr als 3 Monate nach Ende des Riechtrainings nachweisbar sind.
Material und Methoden
5 Patienten Riechstörungen unterschiedlicher Genese (15 Frauen, 10 Männer) nahmen an einem 2-wöchigen Riechtraining teil. Dabei zeigte sich bei 44 % der Patienten eine klinisch signifikante Verbesserung des Riechvermögens. 3-6 Monate nach Ende des Riechtrainings innerhalb des begehbaren Olfaktometers (Smeller 2.0) wurden die Patienten erneut mittels psychophysischer Riechtestung untersucht.
Ergebnisse Zwar zeigte sich ein Abfall der Riechleistung nach Beendigung des Riechtrainings, dennoch waren die Ergebnisse signifikant besser als vor Beginn des Riechtrainings. Die Langzeitergebnisse 3-6 Monate nach Ende des Riechtrainings zeigten bei 28 % der Patienten eine signifikante Verbesserung im Vergleich zum Ausgangswert.
Schlussfolgerung Nach Duftexposition in einem begehbaren Olfaktometer zeigten sich Effekte, die wenigstens über 3-6 Monate anhielten. Installationen im Sinne von bedufteten, begehbaren Räumen stellen möglicherweise eine attraktive Alternative zum klassischen Riechtraining dar.
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