Zusammenfassung
Die Prävalenz von schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) beträgt ca. 30 % bei
Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung, ca. 30 % bei Patienten mit
Hypertonus, ca. 50 % bei Patienten mit Herzinsuffizienz und ca. 60 % bei
Patienten mit Vorhofflimmern. Betrachtet man die medikamentös nicht
einzustellenden Hypertoniker, lassen sich bei bis zu 80 % relevante SBAS
nachweisen. Bei vielen kardiologischen Krankheitsbildern, insbesondere
Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern, ist der Gebrauch von Fragebögen zum
Screening von SBAS nicht sensitiv genug, da das Symptom der Tagesschläfrigkeit
bei diesen Patienten häufig fehlt. Zum Screening auf SBAS eignet sich die
ambulant durchführbare kardiorespiratorische Polygraphie. Eine effektive
Therapie der SBAS kann den Blutdruck reduzieren und Rhythmusstörungen
verhindern. Ob eine Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen das Überleben von
Patienten mit einer koronaren Herzerkankung oder mit Herzinsuffizienz
beeinflussen kann wird aktuell in größeren Studien untersucht.
Abstract
The prevalence of sleep-disordered breathing (SDB) is ca. 30 % in patients with
coronary heart disease, ca. 30 % in patients with Hypertonus, ca. 50 % in
patients with congestive heart failure and ca. 60 % in patients with atrial
fibrillarion. In patients with resistent hypertension, prevalence of SDB is
about 80 %. However, patients with SDB and associated cardiac disease like
atrial fibrillation or congestive heart failure do not report daytime symptoms
like excessive daytime sleepiness. Ambulatory cardiorespiratory polygraphy is
used to screen for SDB in patients with cardiac disease. An effective treatment
of SDB can reduced blood pressure and can avoid arrhythmias. The effect of
treatment of SDB in patients with congestive heart failure is currently
investigated in clinical randomized trials.
Schlüsselwörter
schlafbezogene Atmungsstörung - obstruktive Schlafapnoe - zentrale Schlafapnoe - Herzinsuffizienz - Vorhofflimmern - Hypertonie
Keywords
sleep-disorderd breathing - obstructive sleep apnea - central sleep apnea - heart failure - atrial fibrillation - hypertension