Hintergrund Die chronische Rhinosinusitis ohne Polypen (CRSsNP) erfordert nach nicht erfolgreicher konservativer Therapie nicht selten eine chirurgische Therapie. Mittels Nasenspray applizierte Medikamente erreichen nur eingeschränkt die Nasennebenhöhlen. In Pulsation versetztes Aerosol könnte die Konzentration von Medikamenten in den Nasennebenhöhlen steigern.
Methoden Prospektive, randomisierte, offene, kontrollierte, multizentrische Pilotstudie zur Wirksamkeit von Budesonid Nasenspray (BuNS; 400 µg/d) versus Budesonid vernebelt als pulsierendes Aerosol mittels PARI SINUS (BuPS; 280 µg/d) um die Nasennebenhöhlenchirurgie bei Patienten mit CRSsNP zu vermeiden oder hinauszuzögern (EudraCT-Nr. 2013-002421-30). Krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität (SNOT-20 GAV), sinusitisbezogene Beeinträchtigungen sowie Rhinorrhoe (visuelle Analogscalen) wurden erhoben.
Ergebnisse Nach 8 Wochen Therapie erfuhren alle Patienten (10 BuPS, 9 BuNS) eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität (median: BuPS -8,0/-22,9 %; BuNS -7,5/-41,7 %), welche nach 12 und 24 Wochen in der BuPS-Gruppe anhielt (-10,0/-28,6 %; -11,0/-31,4 %) und in der BuNS-Gruppe zum Ausgangswert zurückfiel. Rhinorrhoe verbesserte sich in der BuPS-Gruppe (-20,0/-50,0 %) ohne îderung in der BuNS-Gruppe (+2,5/+7,1 %). In beiden Gruppen reduzierten sich sinusitisbezogene Beeinträchtigungen (BuPS -49,5/-62,3 %; BuNS -24,0/-48,0 %) und die Notwendigkeit zur Nasennebenhöhlenchirurgie (BuPS -66,7 %; BuNS -62,5 %).
Schlussfolgerung Pulsierendes Aerosol zur Verneblung von Budesonid zeigt sich wirksam die Nasennebenhöhlenchirurgie bei CRSsNP zu vermeiden oder hinauszuzögern. Verglichen mit Nasenspray scheint ein länger andauernder Therapieeffekt erzielt zu werden.
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PARI GmbH, Starnberg