Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2021; 18(02): e45
DOI: 10.1055/s-0041-1730465
Abstracts
Senologie

Verlauf der 25-OH-Vitamin D-Konzentration während der ersten 12 Monate nach Diagnosestellung eines nicht-metastasierten Mammakarzinoms

Authors

  • CM Zemlin

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • L Altmayer

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • C Stuhlert

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • J Schleicher

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • C Wörmann

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • M Lang

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • L-S Scherer

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • I Maier

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
  • G Wagenpfeil

    2   Universität des Saarlandes, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Medizinische Informatik, Homburg, Deutschland
  • E-F Solomayer

    1   Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Homburg, Deutschland
 
 

Zielsetzung Die Rolle von 25-OH-Vitamin D bei der Karzinogenese und im Verlauf von Krebserkrankungen ist umstritten. Es ist unbekannt, wie sich der 25-OH-Vitamin D-Spiegel im Verlauf einer Mammakarzinom-Erkrankung entwickelt.

Patientinnen: Die Daten wurde an Teilnehmerinnen der BEGYN-Studie (Registrierungsnummer: DRKS00024829) am Brustzentrum des Universitätsklinikums des Saarlandes erhoben.

Methoden 25-OH-Vitamin D wurde im Serum bei Diagnosestellung und anschließend alle drei Monate bestimmt. Der Referenzbereich war 30-100 ng/ml. Patientinnen mit Vitamin D-Mangel wurden oral mit 20.000 IE Vitamin D wöchentlich oder 2.000 IE täglich behandelt.

Ergebnisse Zwischen 10/2019 und 03/2021 wurde bei 108 Patientinnen am Studienstart und bisher bei 94, 60, 38 bzw. 25 Patientinnen nach 3, 6, 9 bzw. 12 Monaten der 25-OH Vitamin D-Spiegel gemessen. Der Anteil von Patientinnen mit 25-OH-Vitamin D-Mangel sank von 68,5% bei Studienbeginn auf 43,6%, 18,3%, 5,3% bzw. 12,0% im Zeitverlauf (Abbildung). Der Vitamin D-Spiegel war nur einmal (1,7%) erhöht. Die Datenerhebung wird fortgesetzt.

Zusammenfassung Mehr als 2/3 der Patientinnen hatte bei Diagnosestellung eines Mammakarzinoms einen Mangel an 25-OH-Vitamin D. Unter oraler Substitution erreichten bis zu 94,7% der Patientinnen einen normwertigen Vitamin D-Spiegel. Wir schlussfolgern, dass 25-OH-Vitamin D bei Mammakarzinom-Patientinnen regelmäßig gemessen werden sollte, um einen sehr häufigen Mangel durch orale Substitution zu korrigieren.

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Abb. 1 Vitamin D-Spiegel im Verlauf.

Interessenkonflikt

Es bestehen keine Interessenkonflikte.

Publication History

Article published online:
01 June 2021

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Abb. 1 Vitamin D-Spiegel im Verlauf.