B-Lymphozyten spielen bei der Psoriasis
eine wichtige Rolle. Das haben Würzburger
Wissenschaftler jetzt in einer neuen
Studie gezeigt. Die Zellen eignen sich damit
möglicherweise als Ansatz für eine
neue Therapie. Die Ergebnisse der Studie
wurden Ende Mai in der Fachzeitschrift Nature
Communications veröffentlicht (DOI:
10.1038/ncomms11724).
Wissenschaftler der Universität und des
Universitätsklinikums Würzburg haben
sich in ihrer Forschung auf eine Zellart konzentriert, die bisher im Zusammenhang
mit der Psoriasis nur wenig Beachtung
gefunden hat: die B-Lymphozyten.
Sie konnten zeigen, dass diese Zellen über
die Regulation des entzündungshemmenden
Botenstoffs Interleukin-10 (IL-10) die
Hautkrankheit beeinflussen können.
An der Studie federführend beteiligt waren
die Professoren M. Goebeler und E.
Serfling. „Wichtig war die neue Erkenntnis,
dass die Produktion des entzündungshemmenden
Botenstoffs IL-10 durch die B-Lymphozyten über eine Wechselwirkung
mit dem Protein Nuclear Factor of
Activated T cells (NFATc1), einem Transkriptionsfaktor,
vermindert wurde“, erläutert
Goebeler das zentrale Ergebnis der
Arbeit. NFATc1 hemme die Ablesung des
IL-10-Gens in B-Zellen und führe schließlich
zu einer schlechteren Kontrolle des
entzündlichen Geschehens in der Haut.
„Die weitere Aufschlüsselung der Wechselwirkung
könnte zukünftig zur Entwicklung
von Medikamenten führen, die
noch spezifischer die entzündlichen Prozesse
bei der Psoriasis unterdrücken“, so
die Wissenschaftler.
Nach einer Mitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg