Densfrakturen werden bis zur definitiven operativen Versorgung meist in einer Zervikalstütze
ruhiggestellt. Je nach Anatomie des Unfallverletzten bzw. Frakturdislokation besteht
aufgrund der dadurch wenig rigiden Anordnung die Gefahr der Dislokation und damit
der Myelonschädigung. Unter Zuhilfenahme von einseitig klebendem Polstermaterial (z. B.
Cellona, Fa. Lohmann & Rauscher, Neuwied), welches normalerweise bei Cast- oder Gipsversorgungen
von Extremitätenfrakturen Anwendung findet, kann die Orthese maßgeschneidert an die
jeweilige Anatomie bzw. Frakturdislokation angepasst werden. Somit wird eine sanfte
Reposition der Fraktur erzielt. Die Bilder zeigen beispielhaft die Versorgung einer
Extensionsfraktur.
Abb. 1 Maßgeschneiderte Anwendung an der festen Zervikalstütze. Reposition durch Distraktion
und Flexion aufgrund der Polsterapplikation kaudal und dorsal.
Abb. 2 a bis c Frakturstellung in Zervikalstütze ohne (a, b) und mit (c) Polsterung.