Einleitung Krypto-Gaming, NFTs (Non-Fungible Tokens) und Blockchain
werden aktuell diskutiert und in ersten Computerspielen implementiert. So
können Kinder und Jugendliche NFTs in Computerspielen kennenlernen, nutzen
und auch eine Spekulation über die NFT-Preisentwicklung wird
ermöglicht. In einigen Ländern bestehen bereits
NFT-play-to-earn-Entwicklungen, welche sich ebenfalls auch in der EU oder in
Deutschland etablieren könnten, da der NFT-Markt in Computerspielen aktuell
noch unreguliert ist.
Material und Methodik Eine systematische Literaturrecherche zu NFTs,
Krypto-Gaming, Blockchain und Mikrotranskationen bietet die Basis für die
vorliegende Untersuchung. Identifizierte Literatur wurde dabei anhand von
Grundlagenarbeiten zum Thema Mikrotransaktionen bei Kindern und Jugendlichen
eingeordnet.
Ergebnisse Es sollte keine Verschleierung der tatsächlichen
Geldwerte eines digitalen Gutes durch in-game-Währungen bzw.
Ersatzwährungen geben. Die Entwicklung und Zahlungsabwicklung um NFTs nutzt
Blockchain-Technologie und Währungen wie bspw. Ethereum oder Bitcoin.
Kryptowährungen sind extrem volatil. Währungsschwankungen laden zur
Spekulation auf sich verändernde Kurswerte ein. So entsteht eine
gefährliche und doppelte Volatilität der NFTs: 1) die
währungsbezogenen Schwankungen, welche an den Börsenplätzen
dieser Welt gehandelt werden und 2) die vom Game Design definierte und im
Spielverlauf hergestellte soziale Zuschreibung der NFT-Wertigkeit. Ergänzend
wird ein digitales Rückgaberecht für NFTs notwendig. Dieses
Rückgaberecht sollte einen stabilen Währungsgegenwert wie bspw. Euro
oder Dollar nutzen. Zusätzlich sollte bereits vor dem Kauf ein
festgeschriebener Eintauchgeldwert definiert sein. Des Weiteren sollte für
Kinder und Jugendliche die evidenzbasierte finanzielle Obergrenze von 16€
pro Monat für das Investment in Mikrotransaktionen und auch NFTs [MIRPPU;
Maximum Individual Revenue Per Paying User per month] Anwendung finden.
Zusammenfassung Problematisch sind die doppelte Volatilität
der NFTs und die daraus resultierende Perspektive des „play-to-earn“
bzw. der Spekulation auf die Preisentwicklung des jeweiligen NFTs. Eine
Verschränkung von NFTs mit premium Lootboxen würde die Entwicklung
eines problematischen Nutzungsverhaltens weiter beschleunigen, da so die
Verhaltenssüchte der Computerspielnutzungsstörung und der
Glücksspielsucht eine Brücke zu börsenartigen Spekulationen
in Computerspielen schlagen würde, welche für Kinder und Jugendliche
nicht geeignet sind.