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DOI: 10.1055/s-0043-109136
Gefahr eines postoperativen chronischen Opioidgebrauchs bei opioid-naiven Personen
Publication History
Publication Date:
07 September 2017 (online)
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Wer chronisch Opioide einnimmt, leidet im Vergleich zu Kontrollen häufiger an verschiedenen Krankheiten, was hohe Kosten für das Gesundheitssystem verursacht. In den USA sind die Abgaben von Opioiden in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Suchtbedingte Störungen sind Risikofaktoren für einen Abusus, allerdings scheinen Studien zufolge auch Operationen mit damit verbundener postoperativer Schmerztherapie das Risiko für einen anschließenden chronischen Opioidkonsum zu erhöhen.
Opioidnaive Personen laufen durch die Durchführung einer Operation Gefahr, im Anschluss chronisch Opioide zu nutzen. Bestimmte chirurgische Eingriffe sowie patientenbezogene Parameter erhöhen dieses Risiko noch. Das Gesamtrisiko eines chronischen Opioidkonsums liegt für den Einzelnen bei den meisten Eingriffen bei < 0,5 %. Dennoch sei es zu empfehlen, den Opioidgebrauch postoperativ genau zu überprüfen und v. a. bei den Patienten mit den genannten Risikofaktoren ggf. Verfahren wie z. B. eine Regionalanästhesie zu nutzen, die Studien zufolge u. a. den Opioidbedarf senken könnten.