Die ILK lässt sich im Gegensatz zur TUR-P mit einer periprostatischen Nervenblockade und einer intravenösen Sedierung auch ambulant durchführen. Gerade diese Tatsache stellt den entscheidenden Vorteil gegenüber der TUR-P dar. Die TUR-P, die weiterhin den Goldstandard bei der operativen Therapie der BPH darstellt, kann nicht in Lokalanästhesie durchgeführt werden und so findet die ILK ihre Indikationen bei alten BPH-Patienten mit multiplen (vor allem pulmonalen und kardialen) Vorerkrankungen. Da bei der ILK die Nd:YAG-Sonden transurethral oder perineal appliziert werden und das umliegende Gewebe homogen koaguliert wird, ist das Blutungsrisiko, welches in der Literatur mit 1,5 % angegeben wird, als minimal einzustufen. Da die Laserkoagulation des Prostatagewebes postoperativ eine Gewebeschwellung nach sich zieht, wodurch die spontane Miktion eingeschränkt ist, werden die Patienten meistens für mindestens 14 Tage über einen suprapubischen Blasenkatheter abgeleitet und verglichen mit dem postoperativen Ergebnis nach TUR-P dauert es damit erheblich länger, bis die Patienten von dem Therapieergebnis profitieren. Einen entscheidenden Nachteil der ILK-Behandlung stellen die hohen Kosten dar. Eine einzelne Lasersonde kostet mehr als 200 Euro, wobei die Kosten nach Einführung der DRG's wieder ausgeglichen werden können, sofern die Eingriffe ambulant durchgeführt werden. Die Nachbehandlungsrate bei der ILK gegenüber der TUR-P wird in der Literatur als doppelt so hoch (40 % bei der ILK und 20 % bei der TUR-P) angegeben.
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Antwort A ist richtig. Bezug: Knoll T. et al.: Langzeitergebnisse der interstitiellen Laserkoagulation zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie.Seite 48
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