Die Entwicklung der obstruktiven Lungenerkrankungen wird entscheidend von den Ursachen
und dem Verlauf der Entzündungsprozesse beeinflusst. Daher nehmen in den letzten Jahren
auch in unserer Sektion die Themen, die sich mit der Diagnostik und Therapie der Entzündungsprozesse
beschäftigen, zu. Insbesondere die nicht invasiven Kondensat- und Exhalat-Methoden
stehen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses.
In der Atemfunktionsdiagostik, die seit Jahrzehnten erforscht wird, bemüht man sich
derzeit, feststehende Regeln aus den bisherigen Erkenntnissen abzuleiten. So hat die
Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit
chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem das Ziel, vergleichbare Prozeduren,
zu ermöglichen. Diese Regeln sind für die praktische Arbeit bis hin zur Begutachtung
wertvoll. Die Zusammenstellung zeigt aber auch deutlich, dass bisher nur für wenige
Methoden der Funktionsdiagnostik ein international bestätigter Evidenzgrad A erreicht
werden konnte. Das wissenschaftliche Interesse an Methoden, die optimal die funktionellen
Störungen bei den verschiedenen Krankheiten beschreiben, bleibt daher ungemindert.
Es werden weiterhin Methoden gesucht, die im besten Falle unabhängig von der aktiven
Mitarbeit unter Ruheatmungsbedingungen für das breite Spektrum an Mensch und Tier,
im Wach- und Schlafzustand und für alle Altersbereiche den Funktionszustand der Atmung
objektiv beschreiben. Unter diesen Gesichtspunkten werden auch die Impulsoszillometrie,
die Aerosol-Methoden und die Computertomographie eingesetzt und geprüft.