Die Gabe von Alendronat[1] einmal wöchentlich 70 mg bewirkt einen schnelleren und stärkeren Anstieg der Knochendichte als Risedronat in der Dosierung von 35 mg einmal wöchentlich. Dies belegen die Ergebnisse der ersten und bislang einzigen direkten Vergleichsstudie FACT-(FOSAMAX Once Weekly Actonel Once-a-Week Comparison Trial), in der die beiden einmal wöchentlich applizierten Bisphosphonate miteinander verglichen wurden. Die Daten wurden erstmals im Oktober 2004 im Rahmen der 26. Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research (ASBMR) in Seattle/USA vorgestellt.
Die erste direkte Kopf-an-Kopf-Vergleichsstudie zwischen den beiden Bisphosphonaten wurde doppelblind, plazebokontrolliert und multizentrisch unter Einschluss von 1053 postmenopausalen Osteoporose-Patientinnen durchgeführt. 46% der durchschnittlich 65 Jahre alten Frauen hatte zuvor bereits eine Fraktur erlitten. Die Patientinnen wurden randomisiert einmal wöchentlich entweder mit 70 mg Alendronat oder mit 35 mg Risedronat behandelt. Alle Patienten erhielten täglich zusätzlich mindestens 1000 mg Kalzium und 400 IE Vitamin D.
Knochendichteanstieg unter Alendronat signifikant höher
Knochendichteanstieg unter Alendronat signifikant höher
Die Ergebnisse der Studie belegten eine höhere Wirksamkeit von 70 mg Alendronat in wöchentlicher Dosierung: So stieg die Knochendichte bei den mit Alendronat behandelten Frauen am Trochanter bereits nach 6 Monaten signifikant stärker an als unter Risedronat (p<0,001). Nach 12 Monaten war die Knochendichte unter Alendronat einmal wöchentlich 70 mg bereits um 67% höher (3,43 vs. 2,06%, p<0,001). Vergleichbare Ergebnisse fanden sich an anderen Skelettregionen. An der Hüfte lag der durch Alendronat induzierte Knochendichteanstieg um 91% höher (2,2 vs. 1,15%; p=0,001) als unter Risedronat. Am Oberschenkel-halsknochen betrug der Unterschied zugunsten von Alendronat 80% (1,64 vs. 0,91%; p=0,005) und an der Lendenwirbelsäule 45% (3,71 vs. 2,55%; p<0,001).
Knochenstoffwechsel auf prämenopausalem Niveau stabilisiert
Knochenstoffwechsel auf prämenopausalem Niveau stabilisiert
Auch hinsichtlich der Wirkung auf den Knochenstoffwechsel erwies sich Alendronat einmal wöchentlich 70 mg als effektiver. Bereits nach 3-monatiger Behandlung erreichte der erhöhte Knochenstoffwechsel der Osteoporosepatientinnen wieder das prämenopausale Niveau. Dies belegte die Messung der Knochenumsatzmarker deren Werte unter Alendronat reduziert wurden. Der Wert für das C-Telopeptid lag nach 12 Monaten unter Alendronat um rund ein Drittel niedriger als der unter Risedronat (73,8 vs. 54,7%; p<0,001).
Vergleichbar gute Verträglichkeit
Vergleichbar gute Verträglichkeit
Während sich bei der Wirksamkeit der beiden Bisphosphonate klare Unterschiede zeigten, erwiesen sich beide Substanzen als gleichermaßen gut verträglich. Signifikante Unterschiede ergaben sich weder hinsichtlich der gastrointestinalen noch anderer Nebenwirkungen.
Nach einer Pressemitteilung von MSD