Die dreidimensionale Oberflächendarstellung des fetalen Gesichts stellt sowohl für den Untersucher als auch für die werdenden Eltern immer wieder ein beeindruckendes Bilderlebnis dar. Noch beeindruckendere Bilder lassen sich jedoch mit der 4D-Sonographie erzielen, bei der bewegte Oberflächenbilder auf dem Monitor zu sehen sind (= Real time-3D). Ähnlich einer 2D-Cine-loop-Aufnahme, bei der mehrere Bilder in Serie gespeichert werden, kommt es auch bei der 4D-Sonographie zu Serienaufnahmen. Allerdings werden hier keine Bilder, sondern Volumina in Serie gespeichert. Je nach Größe der Volumenbox werden dabei bis zu 25 Volumina pro Sekunde aufgenommen. Als Resultat lassen sich fetale Bewegungen auf dem Monitor wie in einem Film erkennen. Bei der Betrachtung des fetalen Gesichts können somit die unterschiedlichsten Mundbewegungen wie Gähnen, Schmatzen oder auch das Herausstrecken der Zunge beobachtet werden ([siehe Titelbild]).
Vorteil einer 4D-Cine loop-Aufnahme ist, dass man den Filmabschnitt nicht nur mehrfach ablaufen lassen kann, sondern auch, dass man aus dem Speicher mehrere Volumina zurückgehen kann, bis sich die gewünschte Oberflächenstruktur am besten einsehen lässt. Damit können auch - wie im Titelbild zu erkennen - 3D-Aufnahmen in Serie erstellt werden.
Die 4D-Oberflächendarstellung zeigt sich insbesondere beim gezielten sonographischen Ausschluss einer fetalen Gesichtsfehlbildung (z. B. Lippenspalte) als ideale Methode zur Beruhigung der werdenden Eltern, da diese den Normalbefund auf dem Monitor selbst sehen und erkennen können.
Display of a Fetal Tongue Movement (37 Weeks GA) by Means of 4D Sonography
Three-dimensional surface rendering of the fetal face presents an impressive sight for both examiner and expecting parents. Even more impressive images achieves 4D sonography, which shows moving surface pictures on the monitor (= real time 3D). Similar to a 2D cine loop, which is based on serial storage of images, 4D sonography is also based on serial storage, but of volumes and not images. Depending on the size of the volume box, up to 25 volumes can be stored per second. As a result, fetal movements can be viewed on the monitor like a movie. When looking at the fetal face, various oral movements can be observed, such as yawning, smacking or even sticking out the tongue ([see title image]).
The display of the 4D cine loop has the advantage of not only showing the sequence repeatedly but also of selectively rejecting several stored volumes until the desired surface structure is optimally seen. In this way, sequential 3D images can be generated - as shown in the title image.
Especially for the sonographic exclusion of fetal facial malformations (e. g., a cleft lip), 4D surface rendering has been found to be the ideal method of comforting expecting parents by letting them see and recognize the normal findings on the monitor.