Änderungen in der Sektion Gastroenterologie
Änderungen in der Sektion Gastroenterologie
Die Schweizerische Gesellschaft für Gastroenterologie hat an der letztjährigen Jahresversammlung
beschlossen, die Fachgesellschaft für Gastroenterologen, ehemals FAGAS, neu in die
Schweizerische Gesellschaft für Gastroenterologie SGG überzuführen. Eine entsprechende
Statutenänderung hat stattgefunden. Die neu gegründete Schweizerische Gesellschaft
für Gastroenterologie SGG besteht aus der Zusammenführung der früheren Schweizerischen
Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie sowie der Fachgesellschaft der
Gastroenterologen der Schweiz FAGAS. Es besteht weiterhin im Rahmen dieser Fachgesellschaft
eine Sektion der sonographierenden Gastroenterologen, welche jedoch identisch in der
Mitgliederzahl und Verantwortung mit der Schweizerischen Gesellschaft für Gastroenterologie
ist.
Dr. med. Manfred Essig
Präsident Sektion Gastroenterologie in der SGUM
Sektionbsbericht der Sektion sonographierender Internisten und Allgemeinmediziner
Sektionbsbericht der Sektion sonographierender Internisten und Allgemeinmediziner
Das vergangene Jahr war sowohl für die Muttergesellschaft SGUM als auch für unsere
Sektion ausserordentlich erfolgreich, konnte doch der seit dem Jahr 2000 gültige Fähigkeitsausweis
in diagnostischer Sonographie, der Voraussetzung für die Abrechnung im Rahmen des
TARMED-Vertrages mit den Krankenkassen ist, modular erweitert werden, sodass nun Ärztinnen
und Ärzte aus den verschiedenen Fachspezialitäten eine auf ihr Kompetenzgebiet zugeschnittene
Ultraschallausbildung absolvieren können.
Die Integration dieses Prinzips, das auf unseren früheren SGUM-Präsidenten Luciano
Braun sowie auf Werner Bauer zurückgeht, konnte dank des unermüdlichen diplomatischen
Einsatzes des amtierenden Präsidenten, Urs Federspiel, realisiert werden.
Die politische, sprich verhandlungstechnische Kraft unserer Organisation ist somit
insbesondere bei den "Reengeneering"-Verhandlungen mit dem Krankenkassenverband "santésuisse"
entscheidend gestärkt worden. Die genauen, ausführlichen Modalitäten werden in der
SäZ sowie in einem separaten Aussand an unsere Mitglieder publiziert.
Mittlerweile steht nun die erste Rezertifizierungsrunde für diejenigen Kolleginnnen
und Kollegen an, die ihren Fähigkeitsausweis seit dem Jahr 2000 besitzen. Der Erhalt
der sonographischen Kompetenz ist selbstverständlich an eine regelmässige sonographische
Praxis gebunden, die entsprechenden Rezertifizierungen erfolgen in 5-jährigen Abständen:
Nachweis von 50 absolvierten Fortbildungsstunden in diagnostischer Sonographie, davon
höchstens 15 h im Selbststudium.
Eine erste Rezertifizierungsrunde ist für das zweite Halbjahr 2005 vorgesehen und
kann am SGUM-Stand des internationalen Sonographiekongresses in Genf unbürokratisch
durchgeführt werden. Kreditpunkte werden aber auch durch das Lösen von CME-Fällen
aus dem US-Bereich der Fortbildungszeitschrift PRAXIS vergeben.
Der internationale Sonographiekongress in Genf, der sich auch als interdisziplinärer
Anlass versteht, wird vom 25.-28.09.2005 in der PALEXPO stattfinden und richtet sich
ausdrücklich auch an Kolleginnen und Kollegen ohne eigene sonographische Tätigkeit,
die sich aber mit den Möglichkeiten und Grenzen der sonographischen Diagnostik vertraut
machen möchten. Aufgrund der Wertigkeit dieses Anlasses entfällt unser jährlicher
Fortbildungskurs in Davos; sämtliche Veranstaltungen, inklusive DopplerVorkurs, werden
daher in Genf angeboten.
Besonders herzlich begrüssen wir in diesem Zusammenhang unsere Kolleginnen und Kollegen
der Chirurgie, deren Sektion seit dem laufenden Jahr in unseren Reihen integriert
ist.
Genf 2005 ist sicherlich eine Herausforderung an das ganze Organisationsteam, sind
die finanziellen Implikationen doch nicht ganz unerheblich. Damit dieser länderübergreifende
Anlass zu einem für uns alle unvergesslichen Erlebnis wird, zählen wir auf eure aktive
Teilnahme.
Selbstverständlich wird mit der Integration unserer bewährten Davoser Forbildungsveranstaltung
in den Kongress von Genf auf interaktive Workshops mit praxisbezogenen Themen besonderer
Wert gelegt. Im Weiteren sind neben den "state of the art lectures" auch "Round-Table"-Diskussionen
vorgesehen. Die definitive Programmgestaltung richtet sich nach den realen organisatorischen
und finanziellen Gegebenheiten.
Das eigentliche Hauptgewicht kommt jedoch den Anwenderseminaren zu, die der praktischen
Vertiefung unserer sonographischen Kenntnisse dienen. In diesem Zusammenhang sind
auch Evenements der durchaus originellen Art - wie z. B. "Schnapp' dir einen Tutor"
- sowie andere ungezwungene Veranstaltungen vorgesehen.
Die Region um den Genfersee ist landschaftlich zudem sehr reizvoll, für kostengünstige
Unterbringung haben die Organisatoren ebenfalls gesorgt.
Kommt im Herbst nach Genf, wir erwarten euch alle!
Jahresbericht der SVUPP, Geschäftsjahr 2004-5
Jahresbericht der SVUPP, Geschäftsjahr 2004-5
Die Schweizerische Vereinigung für Ultraschall in der pädiatrischen Praxis (SVUPP)
umfasst derzeit ca. 350 Mitglieder. Sie definiert sich als Fachgruppe des Forums für
Praxispädiatrie und ist gleichzeitig die Sektion Pädiatrie der nationalen Dachorganisation
für Ultraschalldiagnostik SGUM (Schweiz. Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin).
Die SVUPP ist vernetzt mit der FMH-Kommission Hüftsonographie, welcher die Verwaltung
des Fähigkeitsausweises Hüftsonographie übertragen ist. Zur Schweizer Gesellschaft
für Pädiatrie (SGP) bestehen direkte Kontakte mit dem Bestreben zur Zusammenarbeit
in politischen Fragen.
Hüftsonographie
Nicht zuletzt dieser Vernetzung ist es zu verdanken, dass die Hüftsonographie nach
Graf definitiv Eingang in den Leistungskatalog der Grundversicherung gefunden hat.
Dieser Entscheid, welcher noch im letzten Geschäftsjahr erreicht werden konnte, hat
zu einer merklichen Beruhigung geführt - allerdings leider auch zu gewissen Missverständnissen.
Die Hüftsonographie nach Graf ist nicht als Screeningmethode, sondern als diagnostische
Massnahme im Leistungskatalog verankert. Somit ist jedem Arzt die Verantwortung übertragen,
die Untersuchung der Hüftgelenke von Neugeborenen nach bestem Wissen und Können durchzuführen.
Eine Ultraschalluntersuchung ist immer dann angezeigt, wenn eine Hüftdysplasie klinisch
oder anamnestisch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Ein gravierendes,
aber heilbares Problem, wie die congenitale Hüftdysplasie und -luxation, in der Häufigkeit
von über 2%, zwingt uns zur rechtzeitigen Früherkennung! In der Überzeugung von SVUPP
und der Kommission Hüftsonographie ist die Untersuchung somit weiterhin bei jedem
Kind zum frühestmöglichen Zeitpunkt durch in der Methode ausgebildete Ärzte angezeigt.
Der Umstand, dass die Hüftsonographie nicht mehr als Screening-Untersuchung, sondern
als diagnostische Massnahme definiert ist, hat leider zu diversen Fehlinterpretationen
geführt. Einzelne Krankenversicherer sind dazu übergegangen, die Bezahlung der Tarmed-Tarifposition
30.3240 zu verweigern. Die SVUPP nimmt sich solcher Probleme an und hat eine Beratungsstelle
eingerichtet (Homepage!). Eine Ombudsstelle für Abrechnungsprobleme des Hüftschalls
mit den Krankenkassen bietet auch die Kommission Hüftsonographie an. Als interessante,
aktuelle Informationsquelle bezüglich Hüftschall hat sich www.babyschall.ch etabliert.
Homepage und "Modul Pädiatrie"
Die SVUPP betreibt eine Homepage, welche sich derzeit im Auf- und Ausbau befindet:
www.svupp.ch! Dort ist unter anderem die wichtigste Aktivität, das Kurswesen, beschrieben. Als
wesentliche Neuerung ist seit Mai 2004 ein Fähigkeitsausweis Ultraschall, Modul Pädiatrie
(Abdomen, Schädel, Weichteile) definiert. Ein entsprechender Antrag war durch die
SGUM eingereicht worden. Die Entwicklung und Verwaltung eines solchen Moduls bedingt
grundlegende Änderungen im Kurswesen der SVUPP. In Zukunft wird eine Kursreihe in
pädiatrischer Sonographie angeboten, bestehend aus Grund-, Aufbau- und Abschlusskurs
gemäss den neu geltenden Richtlinien. Die Kurse in Hüftsonographie werden unverändert
im Angebot verbleiben. Der FMH-Fähigkeitsausweis Hüftsonographie wird ebenfalls in
bestehender Form beibehalten.
SVUPP-Vorstand
Durch die Entwicklungen der letzten Jahre war der Vorstand intensiv gefordert. Es
hat die Vereinsführung erleichtert, dass er in dieser Zeit in bewährter und relativ
konstanter Zusammenstellung operativ sein konnte. Den Vorstandsmitgliedern und auch
der Leiterin der SVUPP-Geschäftsstelle sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank für
den grossen, selbstlosen Einsatz ausgesprochen.
Zusammensetzung SVUPP-Vorstand:
Andrea Imahorn-Meier, Co-Präsidentin
Raoul Schmid, Co-Präsident
Cyril Lüdin, Kassier
Markus Renggli, Beisitzer (Homepage)
Thomas Baumann, Beisitzer
Christoph Baumgartner, Beisitzer
Heidi Fedeli-Schönberg, Leiterin Geschäftsstelle