Pneumologie 2025; 79(12): 940
DOI: 10.1055/a-2697-6866
CAPNETZ

Virale, bakterielle und bakterielle/virale Koinfektionen bei ambulant erworbener Pneumonie – Konsequenzen für die Praxis

Autor*innen

    Rezensent(en):
  • Frederike Waldeck

  • Jan Rupp

Eine aktuelle Auswertung der multizentrischen CAPNETZ-Studie zu ambulant erworbenen Pneumonien (CAP) von 2007–2017 zeigt, dass CAP häufig durch Viren oder Mischinfektionen verursacht werden. Klinisch und laborchemisch lassen sich bakterielle und virale Pneumonien bei Aufnahme kaum unterscheiden, dennoch erhalten fast alle Patienten Antibiotika. Dies birgt Risiken für Nebenwirkungen und Resistenzentwicklung.

Fazit

Ein pathogenorientiertes Vorgehen ist entscheidend, um Antibiotika gezielter einzusetzen, Resistenzentwicklungen vorzubeugen und Nebenwirkungen zu reduzieren. Die Daten unterstreichen zudem die Bedeutung einer strukturierten Nachbetreuung von CAP-Patienten über die Akutphase hinaus.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
10. Dezember 2025

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