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DOI: 10.1055/a-2704-0826
Langzeiteffekte des Gestationsalters auf akademische Leistungen
Frühgeborene haben der Forschungslage zufolge ein erhöhtes Risiko für spätere Störungen der Aufmerksamkeit und der Handlungskoordination, Probleme, die akademische Kompetenzen wie Lesen und Rechnen beeinträchtigen können. Die prognostische Einschätzung ist jedoch komplex, da auch die Lebensumstände der Kinder im Laufe ihrer Entwicklung sowie der Bildungsgrad der Eltern nachweislich Einfluss auf ihr Verhalten und ihre Fähigkeiten haben.
Mahurin-Smith und Petrill bestätigten Studien, nach denen Frühgeborene im Vergleich zu Reifgeborenen im Laufe der Entwicklung einen Mangel an akademischen Kompetenzen aufweisen, der bis ins High-School-Alter nachwirkt. Fördermöglichkeiten durch die Eltern hatten den Forschenden zufolge einen kompensatorischen Effekt. Im Gegensatz zu bisherigen Erkenntnissen konnten sie in ihrer Zwillingsstudie keine Abhängigkeit der Defizite von Störungen der Aufmerksamkeit und der phonologischen Verarbeitung nachweisen.
Publication History
Article published online:
25 February 2026
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