Zusammenfassung
Hintergrund Da die dentale Bildgebung etwa 40 % aller Röntgenuntersuchungen in Deutschland ausmacht, sind fundierte Kenntnisse für den klinischen Radiologen auf diesem Gebiet essenziell. Der Fokus dieser Übersichtsarbeit liegt auf der Bildgebung des Zahnes. Hierfür werden Zahnaufbau, derzeit verfügbare Bildgebungstechniken und häufige Befunde der konservierenden Zahnheilkunde einschließlich der Endodontologie, Parodontologie und der Implantologie sowie nach dentalem Trauma vorgestellt.
Methode Es erfolgte eine Literaturrecherche zur dentalen Radiologie mittels Pubmed.
Ergebnisse und Schlussfolgerung Bildgebungstechniken erster Wahl sind weiterhin das Orthopantomogramm (OPG) sowie die Einzelzahnaufnahme. Ergänzend werden die Computertomografie (CT) und die digitale Volumentomografie (DVT), vorrangig für die Implantologie (Behandlungsplanung und Verlaufskontrolle) oder verunfallte Patienten, eingesetzt. Insbesondere beim dentalen Trauma vermeidet eine exakte Diagnostik und korrekte Klassifikation, beispielsweise bezüglich einer Beteiligung der Zahnpulpa, Therapieverzögerungen oder deren Prognoseverschlechterung. Zudem können Zähne einen häufigen Infekt-Fokus darstellen.
Da Radiologen häufig mit der dentalen Bildgebung konfrontiert werden, sei es als dezidierte Fragestellung bei einem Trauma-Patienten oder bei Zufallsbefunden im Rahmen der Kopf-/ Halsbildgebung, ist eine „Blickschulung“ für häufige Befunde lohnenswert, um frühzeitig eine suffiziente zahnärztliche Behandlung zu bahnen.
Kernaussagen
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Dieser Review behandelt die dentalen Bildgebungstechniken sowie die wichtigsten Zahnpathologien.
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Zahnpathologien können nicht nur lokal, sondern auch systemisch relevant sein.
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Dentale Befunde sollten für eine bestmögliche Patientenversorgung Teil der Befundung sein.
Zitierweise
Key words
dental imaging techniques - endodontology - periodontology - implantology - dental trauma