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DOI: 10.1055/a-0672-8928
Verzögerte Reifung des autonomen Nervensystems bei Frühgeborenen
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
26. November 2018 (online)

Viele Frühgeborene kommen in einer Entwicklungsphase zur Welt, in der die Ausreifung des autonomen Nervensystems noch nicht abgeschlossen ist. Auch respiratorische, neurologische und hämodynamische Komplikationen, Infektionen sowie Schmerzen können die Ausbildung des Sympathikus und Parasympathikus beeinträchtigen. US-Wissenschaftler haben nun die autonomen Funktionen bei zerebral unauffälligen Frühgeborenen und reif geborenen Kindern verglichen.
Selbst zerebral nicht vorgeschädigte Frühgeborene, so das Fazit der Autoren, weisen zum Geburtstermin – vermutlich aufgrund veränderter afferenter Stimuli während des extrauterinen Lebens – eine anhaltende Unreife des sympathischen und parasympathischen Nervensystems auf. Mögliche Folgen hiervon sind eine gestörte kardiovaskuläre Kontrolle (erhöhtes Risiko für den plötzlichen Kindstod), Hirnblutungen sowie langfristige Verhaltensdefizite oder neuropsychologische Defizite.