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DOI: 10.1055/a-0673-0470
Der Lungenultraschall sagt den Surfactantbedarf besser voraus als das Röntgen
Publication History
Publication Date:
26 November 2018 (online)

Der Lungenultraschall (LUS) hat sich als diagnostisches Instrument beim Atemnotsyndrom (RDS), der transienten Tachypnoe des Neugeborenen, der Mekoniumaspiration und bei Pneumothoraces bewährt. Die Indikation für eine Surfactantapplikation basiert bislang auf der klinischen Symptomatik, der Blutgasanalyse und dem Röntgenbild des Thorax. Die Autoren prüften in einer prospektiven Studie, ob bei Frühgeborenen eine spätere Surfactantgabe durch Sonografie vorhersehbar ist.
Der nichtinvasive Lungenultraschall sagte bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom besser eine Surfactantnotwendigkeit voraus als das Röntgenbild. Der nLUS-Score war ein genauer und zuverlässiger Prädiktor. Daraus könnten frühere Behandlungen und eine reduzierte Strahlenbelastung erfolgen, so die Autoren. Bevor LUS das konventionelle Röntgen aber definitiv ablöse, müssten die Ergebnisse in multizentrischen, größeren Studien mit unterschiedlichen Populationen reproduziert werden.