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DOI: 10.1055/a-0673-1675
Persistierender Ductus Botalli: Furosemid-Therapie als Risikofaktor?
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
26. November 2018 (online)

Etwa 15 Millionen Kinder werden jährlich in den USA zu früh geboren, viele leiden an einem persistierenden Ductus Botalli. Da Prostaglandine den Verschluss hemmen können, und Furosemid ihre Produktion stimuliert, wird das Schleifendiuretikum als möglicher Risikofaktor diskutiert. Thompson und Team haben nun untersucht, ob Neugeborene mit sehr niedrigem Geburtsgewicht unter Furosemid häufiger eine Ductus-Behandlung erhalten.
Bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht konnte das Autorenteam in dieser Auswertung keinen Zusammenhang zwischen einer Furosemid-Therapie und einem behandlungsbedürftigen PDA feststellen. Die Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit eines PDA-Verschlusses sank sogar durch die vorangehende Furosemid-Behandlung. Sie halten schließlich den Einsatz des Schleifendiuretikums bei entsprechender Indikation in dieser vulnerablen Patientengruppe für bedenkenlos, wünschen sich aber weitere Studien zum Thema.