Die HIV-Infektion ist besonders für Frauen bis heute mit Stigmatisierung verbunden. Schwangerschaft und Mutterschaft HIV-infizierter Frauen gehen daher mit Tabuisierung und Ängsten einher. Dank heutiger antiretroviraler Therapie (ART) konnte die Mutter-Kind-Transmissionsrate auf < 1% gesenkt werden [1], [2]. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn Gynäkologen, Geburtshelfer, HIV-Schwerpunktärzte und Pädiater bei der Betreuung von HIV-positiven Schwangeren und HIV-exponierten Neugeborenen zusammenarbeiten. Ziele sind die optimale antiretrovirale Behandlung der Schwangeren, die Verhinderung der maternofetalen HIV-Transmission und die Minimierung medikamentöser Nebenwirkungen für die Schwangere und das Kind [3]. Es gilt also: Mit vernetzter Betreuung bringen HIV-positive Mütter gesunde Kinder zur Welt.