Zusammenfassung
Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ist ein weltweit verbreitetes Problem. Die Ausprägung hypomineralisierter Zahndefekte und die daraus resultierende Problematik können jedoch stark differieren. Zähne welche bereits kurz nach dem Durchbruch stark zerstört und dazu noch hypersensibel sind, erfordern andere Therapiepläne als nur leicht verfärbte, aber eigentlich gesunde Zähne. Eine frühzeitige Erkennung des Krankheitsbildes, die umfassende Betreuung und die Einleitung notwendiger therapeutischer Maßnahmen sind essenziell, um progressiven Schmelzverlusten entgegenzuwirken und einen langfristigen Zahnerhalt zu ermöglichen.
Der vorliegende Beitrag soll einen Einblick in die rezente Ätiologie, die Diagnostik und die therapeutischen Möglichkeiten der MIH geben und eine Hilfestellung für die Praxis sein.
Abstract
Molar-incisor hypomineralization (MIH) is a worldwide problem. However, the severity of tooth defects caused by hypomineralization and the resulting problems can vary considerably. Teeth which are severely destroyed shortly after eruption and are hypersensitive require different treatment plans than only slightly discolored, but actually healthy teeth. Early recognition of the clinical picture, comprehensive care and the introduction of necessary therapeutic measures are essential in order to counteract progressive enamel loss and enable long-term tooth preservation.
This article is intended to give an insight into recent etiology, diagnostics and therapeutic possibilities of MIH and to provide practical assistance.
Schlüsselwörter
Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation - MIH - Schmelzdefekte - Kinderzahnheilkunde
Key words
molar-incisor hypomineralization - MIH - enamel defects - pediatric dentistry