Diabetologie und Stoffwechsel 2020; 15(02): 117-118
DOI: 10.1055/a-1111-3385
Referiert | kommentiert

Kommentar

Zoom Image

In den letzten Jahren haben Informationen aus der praktischen Anwendung von neuen Therapieprinzipien, oder Real-World-Daten, eine größere Aufmerksamkeit erhalten [1]. Der Hintergrund ist, dass Ergebnisse aus randomisierten, kontrollierten Studien nicht immer exakt auf die normale klinische Behandlungssituation von Patienten übertragbar sind. Das kann unter anderem daran liegen, dass Patienten in klinischen Studien engmaschiger kontrolliert werden und mitunter besser informiert oder motivierter sind als Patienten in einer klinischen Standardbehandlung. Zudem bieten Real-World-Daten, die z. B. aus Datenbanken, Registern, Electronic Records oder Verordnungsdaten gewonnen werden, die Möglichkeit, viel höhere Patientenzahlen (100 000 Patienten oder mehr) zu berücksichtigen, und sie unterliegen keinen strengen Einschluss- oder Ausschlusskriterien. Behörden wie z. B. die FDA oder Kostenträger fragen auch nach Real-World-Daten, um die klinische Bedeutung einer neuen Therapie und die Kosten-Nutzen-Relation besser einordnen zu können.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
16. April 2020

© Georg Thieme Verlag KG
Stuttgart · New York