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DOI: 10.1055/a-1126-5013
Der anterolaterale Zugang in Seitenlage


Zur Implantation von Hüftgelenksendoprothetik stehen mehrere Zugangswege zur Verfügung, die in dieser Ausgabe der Zeitschrift beschrieben werden. Dieser Beitrag stellt den historischen Werdegang, die OP-technischen Schritte, die Ergebnisse und speziellen Risiken des anterolateralen Zugangs in Seitenlage vor.
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Der anterolaterale minimalinvasive Zugang nutzt das intermuskuläre Intervall zwischen M. tensor fasciae latae und M. gluteus medius.
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Der Zugang kann sowohl in Seiten- als auch in Rückenlage durchgeführt werden.
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Aufgrund der vereinfachten Hyperextension bei der Darstellung des proximalen Femurs ist die Seitenlage zur Schaftimplantation einfacher, gerade bei Nutzung von Geradschäften.
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Die Pfannnenpositionierung ist in Rückenlage einfacher, vor allem, wenn die Seitenlage für den Operateur ungewohnt ist.
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Für die Präparation der Pfanne wird das Bein in Neutral-Null-Position gehalten.
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Für die Darstellung des proximalen Femurs erfolgt die Positionierung des Beins in 90° Außenrotation, Hyperextension und Adduktion. Die Hyperextension transpositioniert die Glutealmuskulatur nach dorsal und erleichtert den Zugang zum proximalen Femur.
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Aufgrund des Zugangs im intermuskulären Intervall ist eine Muskelnaht nach Implantation nicht erforderlich.
Publication History
Article published online:
18 March 2021
© 2021. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
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