Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 2021; 16(02): 131-143
DOI: 10.1055/a-1126-5013
Beckengürtel und untere Extremität

Der anterolaterale Zugang in Seitenlage

Robert Hube
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Zur Implantation von Hüftgelenksendoprothetik stehen mehrere Zugangswege zur Verfügung, die in dieser Ausgabe der Zeitschrift beschrieben werden. Dieser Beitrag stellt den historischen Werdegang, die OP-technischen Schritte, die Ergebnisse und speziellen Risiken des anterolateralen Zugangs in Seitenlage vor.

Kernaussagen
  • Der anterolaterale minimalinvasive Zugang nutzt das intermuskuläre Intervall zwischen M. tensor fasciae latae und M. gluteus medius.

  • Der Zugang kann sowohl in Seiten- als auch in Rückenlage durchgeführt werden.

  • Aufgrund der vereinfachten Hyperextension bei der Darstellung des proximalen Femurs ist die Seitenlage zur Schaftimplantation einfacher, gerade bei Nutzung von Geradschäften.

  • Die Pfannnenpositionierung ist in Rückenlage einfacher, vor allem, wenn die Seitenlage für den Operateur ungewohnt ist.

  • Für die Präparation der Pfanne wird das Bein in Neutral-Null-Position gehalten.

  • Für die Darstellung des proximalen Femurs erfolgt die Positionierung des Beins in 90° Außenrotation, Hyperextension und Adduktion. Die Hyperextension transpositioniert die Glutealmuskulatur nach dorsal und erleichtert den Zugang zum proximalen Femur.

  • Aufgrund des Zugangs im intermuskulären Intervall ist eine Muskelnaht nach Implantation nicht erforderlich.



Publication History

Article published online:
18 March 2021

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