Zusammenfassung
Einleitung Ein substanzieller Teil der aktuellen Literatur zur COVID-19-Pandemie beschäftigt
sich mit deren ophthalmologischen Aspekten. In diesem Übersichtsartikel soll ein Überblick
über die bisher publizierten Studien gegeben werden, die für die Ophthalmologie relevant
sind.
Material und Methoden PubMed.gov wurde systematisch nach Artikeln mit den folgenden Schlüsselwörtern durchsucht:
„COVID-19“, „Coronavirus“ und „SARS‐CoV‐2“ in Verbindung mit „Ophthalmology“ und „Eye“.
Darüber hinaus wurde eine Analyse der Empfehlungen der ophthalmologischen Fachgesellschaften
durchgeführt, insbesondere der American Academy of Ophthalmology (AAO) und des Royal
College of Ophthalmologists (RCOphth).
Ergebnisse Es wurden 21 Artikel mit Peer Review zu den ophthalmologischen Aspekten von COVID-19
identifiziert (Stand: 16. April 2020). Davon stammten 12 (57,1%) aus Asien, 6 (28,6%)
aus den Vereinigten Staaten und 3 (14,3%) aus Europa. Darunter befanden sich 5 Originalarbeiten
(23,8%), 10 (47,6%) Briefe an den Herausgeber, 3 (14,2%) Fallberichte und 3 (14,2%)
Übersichtsartikel. Es erfolgte eine Sortierung in folgende Themen: „(Okuläre) Übertragungswege
und Prävention“, „Ophthalmologische Manifestation von COVID-19“, „Klinische Richtlinien
für die ophthalmologische Praxis während der COVID-19-Pandemie“ und „Praktische Empfehlungen
für den klinischen Alltag“. Letztere wurden den Empfehlungen der AAO und des RCOphth
entnommen.
Schlussfolgerungen Eine Vielzahl kürzlich erschienener Artikel befasst sich mit den ophthalmologischen
Aspekten von COVID-19. Da COVID-19 über das Auge übertragen werden kann (aktiv über
die Tränenflüssigkeit und passiv über den Ductus nasolacrimalis), ist eine sorgfältige
Infektionsprävention in der ophthalmologischen Praxis von großer Bedeutung. Eine Augenbeteiligung
kann sich als Keratokonjunktivitis manifestieren.
Schlüsselwörter
COVID-19 - Coronavirus - SARS-CoV-2 - Ophthalmologie