ZUSAMMENFASSUNG
Bei der Erkrankung COVID-19 (coronavirus disease 2019) handelt es sich um eine virale
Infektion mit einem Betacoronavirus, bei der die Infizierten an unterschiedlichen
klinischen Symptomen leiden. Bei Erkrankten können sich Symptome wie Husten, Fieber
sowie schwere respiratorische und organische Funktionseinschränkungen zeigen [1], [2]. Pathophysiologisch bindet nach der Aufnahme des Virus über den oberen Respirationstrakt
ein viruseigenes Spikeprotein an den membrangebundenen ACE2-Rezeptor (Angiotensin-converting
enzyme 2 Rezeptor), welcher vorrangig in Lungen-, Herz- und Nierengewebe exprimiert
wird. Da es bei den unterschiedlichen Organgeweben zu heterogenen Expressionsmustern
von ACE2-Rezeptoren kommt, sind die Effekte der Infektion variabel. Diese pathologischen
Veränderungen werden im Folgenden aus den Erkenntnissen bisheriger Publikationen,
in denen postmortale Untersuchungen im Rahmen einer offenen Leichenschau (Obduktion)
oder einer postmortalen Bildgebung (PMCT) durchgeführt wurden, zusammenfassend dargestellt.
Nicht näher eingegangen wird auf die bereits vielfach dargestellten diversen Vorerkrankungen
der meist multimorbiden und hochbetagten Patienten unter den COVID-19-Sterbefällen.