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DOI: 10.1055/a-1347-3584
Schlaganfallbedingte Dysphagie nach Pons-Infarkt

Neurogene Schluckstörungen (Dysphagien) werden meist durch einen akuten Schlaganfall (Infarkt) verursacht und bergen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Lungenentzündung (Pneumonie), insbesondere wenn Speichel, Flüssigkeiten oder feste Nahrung nachweislich verschluckt (aspiriert) werden [1]. Während sich eine akute neurogene Dysphagie innerhalb von Wochen vollständig zurückbilden kann, bleibt eine chronische Dysphagie langfristig bestehen (≥ 25–30 % der Fälle).
Im weiteren Verlauf besserte sich die Schluckstörung erheblich, so dass vor der Entlassung an Tag 51 post-onset die PEG entfernt werden konnte. Es bestand nurmehr eine leichte Dysphagie, so dass für den Patienten Normalkost mit Flüssigkeiten bei nur geringen Einschränkungen freigegeben werden konnte. Durch fortgesetzte ambulante Therapie ist eine weitere Rückbildung der Schluckstörung zu erwarten.
Publikationsverlauf
Artikel online veröffentlicht:
07. Juni 2021
© 2021. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
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Literatur
- 1 Warnecke T, Dziewas R. Neurogene Dysphagien: Diagnostik und Therapie. Stuttgart: Kohlhammer; 2018
- 2 Lapa S, Luger S, Pfeilschifter W. et al. Predictors of dysphagia in acute pontine infarction. Stroke 2017; 48: 1397-1399
- 3 Martino R, Foley N, Bhogal S. et al. Dysphagia after stroke: incidence, diagnosis, and pulmonary complications. Stroke 2005; 36: 2756-2763