Subscribe to RSS
DOI: 10.1055/a-2099-3739
S2k-Leitlinie Tauchunfall – Richtige Versorgung des schweren Tauchunfalls

Selten sind der Patient oder unmittelbar Beteiligte besser über das Krankheitsbild informiert als der hinzukommende Notarzt. Beim Tauchunfall ist dies aber leider oft der Fall: Der verunfallte Taucher und die Tauchpartner sind über Symptome und deren Behandlung meist sehr gut informiert. Um Langzeitschäden zu vermeiden, ist eine bestmögliche, notärztliche Versorgung erforderlich. Daher muss jeder Notarzt über den Tauchunfall ausreichend geschult sein.
-
Obwohl der Tauchunfall ein seltenes Erscheinungsbild ist, muss jeder notfallmedizinisch tätige Arzt hiervon Kenntnis haben.
-
Auch in flachen Gewässern und im Schwimmbad kann es zum schweren Tauchunfall in der Form einer arteriellen Gasembolie kommen.
-
Wichtige Therapiepfeiler sind Flüssigkeitsmanagement und Sauerstoffgabe.
-
Die Sauerstoffgabe muss möglichst hoch konzentriert sein.
-
Die weitere Therapie erfolgt in einer Behandlungs-Druckkammer. Allerdings sind diese nicht flächendeckend vorhanden.
Publication History
Article published online:
06 September 2023
© 2023. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany
-
Literatur
- 1 Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM e.V.). S2k-Leitlinie Tauchunfall. AWMF-Register-Nr. 072-001. http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/072-001.html Stand: 1.12.2022, gültig bis: 30.11.2027, Zugriff am 2023/06/21
- 2 Hampson NB, Moon RE. Arterial gas embolism breathing compressed air in 1.2 metres of water. Diving Hyperb Med 2020; 50: 292-294
- 3 Longphre JM, Denoble PJ, Moon RE. et al. First aid normobaric oxygen for the treatment of recreational diving injuries. Undersea Hyperb Med 2007; 34: 43-49
- 4 Mitchell SJ, Bennett MH, Bryson P. et al. Pre-hospital management of decompression illness: expert review of key principles and controversies. Diving Hyperb Med 2018; 48: 45-55