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DOI: 10.1055/a-2269-9790
Psychologisch angemessenes Verhalten bei Reanimationen von Kindern und Jugendlichen
Das tote Kind am Einsatzort - Teil 1

Dass Kinder oder Jugendliche reanimiert werden müssen, ist in der präklinischen Notfallversorgung nur sehr selten der Fall. Wenn sich eine solche Situation ergibt, ist allerdings nicht nur medizinische Handlungskompetenz erforderlich. In der Regel stehen sämtliche Beteiligten unter extremem Stress und befinden sich in einem psychischen Ausnahmezustand. Deshalb kommt psychologisch angemessenem Verhalten eine besondere Bedeutung zu.
Die präklinische Kinderreanimation erfordert von Rettungsteams nicht nur hohe medizinische, sondern auch psychosoziale Handlungskompetenz. Im Umgang mit anwesenden Eltern und weiteren Kindern sollten in Reanimationssituationen und nach dem Tod eines Kindes zusammenfassend folgende Hinweise beachtet werden:
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Sorgen Sie dafür, dass ein bestimmtes Mitglied des Rettungsteams möglichst permanent als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
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Beziehen Sie anwesende Eltern nach Möglichkeit aktiv in die Hilfeleistung ein und übertragen Sie ihnen eine einfache Aufgabe.
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Vermitteln Sie den Eltern ruhig und sachlich Informationen, insbesondere über die einzelnen Maßnahmen und den Verlauf der Wiederbelebung.
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Loben Sie hilfreiches Verhalten.
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Wenn sichere Todeszeichen vorliegen, führen Sie keine „Alibi“- bzw. „Hollywood“-Reanimation durch.
Schlüsselwörter
Kinderreanimation - Psychische Erste Hilfe - Krisenintervention - Selbsthilfestrategien - Herz-Kreislauf-Stillstand - ReanimationPublikationsverlauf
Artikel online veröffentlicht:
06. September 2024
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