Zusammenfassung
1. Für praktisch klinische Zwecke erscheint mir die Einteilung der Filarien nach der
Zeit des Vorkommens ihrer Larven im Blut in die Gruppe der
Filaria nocturna (Filaria Bankrofti)
Filaria diurna (Filaria loa)
Filaria perstans
am zweckmäßigsten.
2. Die Filaria loa scheint nur das unter dem Namen Kamerun-Beulen bekannte Krankheitsbild
hervorzurufen, während die Filaria Bankrofti und perstans für die klinisch völlig
verschiedenen, mannigfaltigen Bilder der Filariasis verantwortlich sind.
3. Die Diagnose Filariasis wird gesichert durch den Nachweis der Filarienlarven. In
den nicht seltenen Fällen, in denen dieser Nachweis nicht gelingt, genügt der Nachweis
der Eosinophilie bei klinisch unter Berücksichtigung der Anamnese auf Filariasis verdächtigem
Krankheitsbild und bei Ausschluß von anderen Eosinophilie erzeugenden Krankheiten.