Patienten mit chronischen Schmerzen zeigen häufiger nicht dermatombezogene somatosensorische
Defizite (NDSD). Diese werden meistens als funktionell angesehen. Oft zeigen NDSD
eine Verteilung innerhalb einer Körperhälfte oder eines Quadranten. Solche funktionellen
Störungen werden nach DSM IV oder ICD im Kapitel Konversionsneurosen behandelt. Viele
Publikationen benutzen darüberhinaus den Begriff „hysterische Sensibilitätsstörung“
(„hysterical sensory loss“). Ob eine solche einseitig psychiatrische Sichtweise des
Symptoms gerechtfertigt ist haben sich Niklaus Egloff und Kollegen von der Universitätsklinik
Bern gefragt.