Aktuelle Ernährungsmedizin 2015; 40(05): 330-334
DOI: 10.1055/s-0035-1552755
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Prävention mit Silizium aus Nahrung, Wasser und Supplementen: ein kritischer Review der Literatur

Prevention with Silica from Food, Water and Supplements: a Critical Review of the Literature
J. Naumann
Interdisziplinäres Behandlungs- und Forschungszentrum (IBF) Balneologie, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
02. November 2015 (online)

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Zusammenfassung

Verschiedene Arbeiten weisen darauf hin, dass Silizium als dritthäufigstes Spurenelement im menschlichen Organismus, und seine wasserlösliche Form, die Kieselsäure, eine wesentliche Funktion im Stoffwechsel haben. Dazu gehören positive Wirkungen auf Haut, Haare, Nägel, Knochen und Gefäße über die Kollagensynthese und -vernetzung, die Bildung der Bindegewebematrix, die Stimulation der Osteoblasten und die Einlagerung von Kalzium in die Knochengrundsubstanz. Weiterhin werden ein möglicher Einfluss auf das Immunsystem und die Prävention einer Alzheimer-Demenz diskutiert. Zwar fehlen derzeit noch große Interventionsstudien, dennoch scheint in Anbetracht der Tatsache, dass auch bei hohen oralen Dosen keine wesentliche Toxizität von Silizium bekannt wurde, zumindest eine siliziumreiche Ernährung einschließlich kieselsäurereichen Wassers sinnvoll. Dieser kritische Review der Literatur will die zugehörige Datenlage darlegen.

Abstract

There is increasing evidence that silicon, the third most abundant trace element in the human body, plays an essential role in metabolism. This includes positive effects on skin, hair, nails, bones and vessels by supporting collagen synthesis and cross-linking as well as active participation in the formation of the connective tissue matrix, stimulation of osteoblasts and calcium incorporation into the bone matrix. Furthermore, an influence on the immune system and prevention against Alzheimer’s disease are discussed. Although large-scale intervention studies are still to be undertaken, in the light of these data, and the fact that no significant toxicities of silicon have been shown even at high oral doses, a silicon-rich diet including silicic-acid-rich water at least seems to make sense. This critical review of the literature shows the corresponding data.