Summary
Aim: Despite extensive use of 131I therapy for Graves’ hyperthyroidism the treatment regimen with 131I and antithyroid drugs remain under discussion. In our prospective clinical study we followed acute thyroid hormone changes after 131I in patients not pretreated with methimazole (MMI) and in patients with different MMI pretreatment regimens. Patients, methods: 187 patients were treated with fixed activity of 550 or 740 MBq of 131I. First group (71 patients) received 131I alone. In the second group (57 patients) MMI was stopped seven days before 131I. The third group (59 patients) received MMI until 131I application. Initial free triiodothyronin and free thyroxin were measured in the second group 7 and 2 days before 131I therapy and in all three groups on the day of 131I application as well as 2, 5, 12, and 30 days afterwards. Absorbed dose was measured in each patient. Results: In the non-pretreated group 131I application was followed by a significant decrease of fT4 in 5 days and of fT3 in 2 days, higher reduction was detected in patients with higher baseline values. In MMI pretreated patients significant but clinically irrelevant increase of both thyroid hormones was detected with maximum value 7 days after discontinuation in the second group and 5 days after discontinuation in the third group. Additionally, in patients of the third group absorbed dose of 131I was significantly lower relative to other two groups. We found no correlation between absorbed dose of 131I and thyroid hormone changes. Conclusion: Our study demonstrates that 131I application alone does not result in exacerbation of hyperthyroidism and therefore it may be considered as safe. Additionally, MMI withdrawal causes significant but clinically irrelevant elevation of thyroid hormones.
Zusammenfassung
Ziel: Trotz häufiger Anwendung der 131I-Therapie bei Basedow-Hyperthyreose ist das Therapieschema mit 131I und Thyreostatika nach wie vor umstritten. In unserer prospektiven klinischen Studie führten wir eine Verlaufskontrolle akuter Veränderungen der Schilddrüsenhormone nach 131I-Therapie bei Patienten durch, die entweder nicht oder unterschiedlich mit Methimazol (MMI) vorbehandelt wurden. Patienten, Methodik: 187 Patienten wurden mit einer fixierten Aktivität von 550 oder 740 MBq von 131I behandelt. Die erste Gruppe (71 Patienten) erhielt nur eine 131I-Therapie. In der zweiten Gruppe (57 Patienten) wurde die MMITherapie sieben Tage vor der 131I-Therapie gestoppt. Die dritte Gruppe (59 Patienten) erhielt MMI bis zur Anwen-dung von 131I. Anfangs erfolgte eine Messung von freiem Trijodthyronin und freiem Thyroxin: in der zweiten Gruppe 7 und 2 Tage vor der 131I-Therapie und in allen drei Gruppen am Tag der 131I-Anwendung sowie 2, 5, 12 und 30 Tage danach. Die resorbierte Dosis wurde gemessen. Ergebnisse: In der nicht vorbehandelten Gruppe kam es nach der 131I-Gabe zu signifikanter Reduktion von fT4 innerhalb von 5 Tagen und von fT3 innerhalb von 2 Tagen. Eine stärkere Reduktion war bei Patienten mit höheren Ausgangswerten nachweisbar. Bei MMI-Vorbehandelten wurde ein signifikanter, jedoch klinisch nicht relevanter Anstieg beider Schilddrüsen-hormone festgestellt. Die Höchstwerte waren 7 Tage nach dem Therapieabbruch in der zweiten Gruppe und 5 Tage nach dem Therapieabbruch in der dritten Gruppe nachweisbar. Außerdem war die resorbierte Dosis von 131I bei der dritten Gruppe signifikant niedriger im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen. Wir fanden keine Korrelation zwischen der resorbierten 131I-Dosis und den Veränderungen der Schilddrüsenhormonkonzentrationen. Schlussfolgerung: Unsere Studie belegt, dass die 131I-Therapie allein zu keiner Verschlimmerung der Hyperthyreose führt und daher als sicher betrachtet werden kann. Zudem verursacht der MMI-Entzug einen signifikanten, jedoch klinisch nicht relevanten Anstieg der Schilddrüsenhormone.
Keywords
Graves’ hyperthyroidism -
131I therapy - methimazole
Schlüsselwörter
Basedow-Hyperthyreose -
131I-Therapie - Methimazol